Gesundheit: wie die Industrie uns mit Zucker betrügt……


Vorwort:

der Gang der Zeit ist nicht immer auf einem guten Weg. Im Rückblick stellt sich doch schnell heraus, daß es fast nichts gibt, daß tatsächlich ein vorteilhafter Fortschritt war…langfristig betrachtet. Fast alles das anfänglich ach wie gut aussieht, entpuppt sich letztendlich als Verschlechterung.

Beispiel Zucker. Es ist noch nicht lange her, da wurde kräftig eingekocht. Gemüse und Früchte. Viele hatten einen Garten, andere kauften frische Erzeugnisse beim Bauern oder auf dem Wochenmarkt.

Dann wurde einige Tage lang geschält, geschnitten, eingelegt und gekocht. Einmachgummi oben drauf, Deckel fest angedrückt. Fertig für die kommenden Monate. Jeder hatte sein eigenes Rezept und achtete auf die Zutaten. Mit zuviel Zucker gab es nie Probleme. Der Rotkohl z.B. erhielt seine süßliche Würze durch geeignete Kräuter, sowie Zugaben von süßen Äpfeln. Zucker wurde nur minimal eingesetzt.

Das Ganze artete natürlich in Arbeit aus. Pfui Deibel denken da wohl viele……Es hatte auch gesellige Vorteile. Kinder, Großeltern, die ganze Familie half mit beim Groß-Einkochen.

Das könnte auch heute noch so sein. Gerade bei Fertiggerichten. Ohje, hör ich da einige stöhnen…keine Zeit, muß doch arbeiten, keine Zeit auch noch zu kochen, geschweige denn einzukochen……was denkt der eigentlich…….nun, die Menschen damals haben wesentlich mehr gearbeitet, aber fertiges Essen kaufen, nein, dafür wurde nciht gearbeitet.

Die Menschen heute sind Meister…Großmeister im aussuchen von Ausreden…..die Lösung ist da und ganz einfach, aber die Faulheit und Bequemlichkeit ist schon zu tief sitzend…….erst in Notzeiten werden sich die alten Qualitäten wieder neu entfalten……

Deshalb brauchen wir den Vogel-Phönix-Effekt….ohne geht es nicht.

Vorsicht vor verstecktem Zucker

Ein einziges Glas Rotkohl enthält 25 Stück Würfelzucker. Viele wissen gar nicht, wie viel Zucker in Fertiggerichten steckt.

Die Zeiten sind vorbei, in denen »Ernährungsexperten« für Übergewicht und dessen gesundheitliche Folgen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose und Insulinresistenz in erster Linie den Genuss von zu viel Fett verantwortlich machten. Inzwischen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor allem vor stark gezuckerten Speisen und Getränken. Die WHO empfiehlt Erwachsenen und Kindern in ihrem Anfang März dieses Jahres vorgestellten neuen Ernährungsrichtlinien-Entwurf, nur fünf Prozent ihres täglichen Energiebedarfs in Form von Zucker zu sich zu nehmen.

Heute nimmt jeder Durchschnittsdeutsche jeden Tag fast 100 Gramm Zucker zu sich. Die WHO empfiehlt, die Zuckeraufnahme auf täglich 25 Gramm zu drücken. Diese Menge wird aber schon mit einer einzigen Dose Cola überschritten.

Dass die braune Brause voller Zucker steckt, hat sich allerdings inzwischen herumgesprochen. Ernährungsbewusste Cola-Liebhaber versuchen, diesem Dilemma zu entkommen, indem sie auf Light-Cola umsteigen, bei der ein Großteil des

Kristallzuckers durch chemische Süßstoffe ersetzt wurde. Doch damit handeln sie sich möglichweise andere Gesundheitsrisiken ein (wir haben darüber berichtet.) Anders als süße Cola, Schokolade oder Gummibärchen, die bekanntermaßen viel Zucker enthalten, gilt zum Beispiel Tomatenketschup, zumal wenn er pikant gewürzt ist,
nicht gerade als Süßspeise. Doch enthält üblicherweise schon eine einzige Halbliterflasche davon 130 Gramm Zucker. Das sind 43 Stück Würfelzucker.

Viele Liebhaber von Currywurst, Bratwurst oder gegrillten Steaks, die normalerweise mit viel Ketschup
Und in den Würsten selbst ist in der Regel ebenfalls Zucker – und zwar je nach Sorte in durchaus nennenswerten Mengen. Auch Gemüse und Früchte in Schnappdeckelglä-sern oder Konservenbüchsen enthalten in der Regel erstaunliche Mengen von Zucker, der hierbei sowohl als Konservierungsmittel als auch als Geschmacksverstärker dienen kann.

So enthalten 700 Gramm zubereiteter Rotkohl im Glas 77 Gramm oder 25 Würfel Zucker. Eine Dose mit 450 Gramm Ananas enthält 54 Gramm oder 18 Würfel Zucker. Oft ist es nicht einfach, aus der Liste der Inhaltsstoffe auf den Verpackungen zu ersehen, ob die verpackten Konserven oder Fertiggerichte gezuckert sind. Denn der Zucker verbirgt sich oft hinter wissenschaftlichen Bezeichnungen wie Glucose, Fructose, Dextrose, Saccharose, Lactose, Maltose, Maltodextrin oder Inulin.

Verzicht auf Fertiggerichte

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat unlängst insgesamt etwa 70 zuckerähnliche Süßstoffe in Lebensmitteln ausgemacht. Man kann jetzt davon ausgehen, dass in allen Fertiggerichten Zucker oder zuckerähnliche Stoffe als Geschmacksverstärker eingesetzt werden.

Nur wer auf Fertiggerichte verzichtet, kann also im Zweifelsfall ausschließen, seinen Organismus mit verstecktem Zucker zu belasten.

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Kopp 19-14

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