FICK DIE COPS_ – ARD_ZDF völlig durchgeknallt_


Und wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt immer wieder ein Intendant der öffentlich Rechtlichen daher! „Umweltsau“ war beileibe kein Einzelfall. „Bullenschweine“ und andere unflätige Beleidigungen gab es auch schon! Sind ARD/ZDF nicht mittlerweile Prüffälle für den Verfassungsschutz?

pirincci-zwingt-zdf-zu-unterlassungserklaerung


Deutschlands Medien hatten sich zur Vernichtung des Autors Akif Pirinçcis verabredet. Nach anfänglicher Schockstarre kommt der Erfolgsautor ins Laufen und wehrt sich. Das ZDF musste nun eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschreiben und auf die weitere Verbreitung von Lügen verzichten.

http://www.metropolico.org/2015/10/31/pirincci-zwingt-zdf-zu-unterlassungserklaerung/

Ostern, Queersexuelle etc.: Eine mediale Verhöhnung der Christen


Von Peter Helmes

Helmes, Peter

Daß ARD und ZDF Zeitgeist-Medien sind, weiß inzwischen jedes Kind. Aber die Sender finden immer wieder einen Anlaß, ihre schiefe Programmplanung unter Beweis zu stellen. Das Osterprogramm der ö.-r. Sender war ein Sammelsurium der miesesten Qualität, aber kein einziger Film oder Beitrag beschäftigte sich in der Primezeit mit Ostern – sieht man von der Übertragung des österlichen Papstsegens aus Rom ab.

 Das Ganze hat Methode: Man muß das tumbe Volk langsam umerziehen, weg von den Traditionen, weg vom christlichen Glauben, weg von unserer abendländischen Kultur und weg vom alten Menschen. Zwei Vorgänge lassen dies deutlich erkennen:

 Freikirchen raus, Queer-Sexuelle rein

Die traditionsbewußten und überwiegend konservativen Freikirchen waren den Rundfunk-Gewaltigen schon lange ein Dorn im Auge. Man ergriff die erste sich bietende Gelegenheit und warf die Freikirchen aus dem SWR-Rundfunkrat. Islam ist wichtiger. Das freut die Moslems. Aber neuerdings drängt eine viel wichtigere Gruppe – geschätzter Anteil an der Bevölkerung: 5 Prozent – auf die Rundfunk- und Fernsehsessel. Das freut die Moslems gewiß nicht. Aber macht nix.

 Wenn es nach der Neuen Religion der durchgegenderten Menschen geht, werden die „LSBTTIQ-Mitbürger*_Innen“ in den erlauchten Kreis der Rundfunk-Volksbeglücker aufgenommen werden. (LSBTTIQ sind die Anfangsbuchstaben von: Lesben, Schwulen, Transsexuellen, Queeren usw.) – also alle die, die früher „unnormal“ genannt werden durften (was heute sanktioniert würde), jetzt aber Vorzeigeobjekte der Linksschickeria sind (man denke nur an die Christopher-Street-Days) – eine prozentual unbedeutende Minderheit in unserem Land, aber POLITISCH-KORREKT, und deshalb zur Avantgarde der Neuen Gesellschaft aufgerückt sind:

 LSBTTIQ-Quote in den Räten

In Bezug auf die Medienbesetzung hier eine Auszug aus dem Maßnahmenkatalog zum geplanten Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte Baden-Württemberg” der grün-roten Landesregierung – als bundesweites Vorreiterprojekt für sexuelle Offenheit und Vielfalt:

 ◾Sanktionen für transphobe und homophobe Medieninhalte (Wort, Bild), aktive Medienbeobachtung

◾“LSBTTIQ-Quote bei Südwestfunk, Rundfunkrat und ZDF“ und sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen

◾Kultur- und Film-Preise für LSBTTIQ-Projekte

 Da rückt also die Neue Gesellschaft unaufhörlich auf uns zu und bald wohl über uns hinweg. Ein zweites Beispiel  durften wir gerade am letzten Karfreitag erleben:

 Christenverfolgung: ZDF-Mißinformation

Im „heute journal“  des ZDF wurde am 4.4.15, 22:45 Uhr *), mit einem gewissen professionellen Timbre in der Stimme berichtet, der Papst habe sein diesjähriges Karfreitags-Gebet im Kolosseum gesprochen, einem Ort, an dem einst im Römischen Reich Christen grausam zu Tode gequält wurden.

 Ja, wenn das ´mal kein Aufhänger ist! Da konnte „Ankermann“ Klaus Kleber so richtig in die öffentlich-rechtliche Krabbelkiste greifen. Was er auch tat: Mutig berichtete Klaus Kleber weiter, auch heute noch würden in aller Welt Christen verfolgt. Seine Betroffenheit war nicht zu überhören bzw. zu übersehen. Der Mann hat schließlich Stil!

 Was dann kam, kann man sich eben nur bei den Öffentlich-Rechtlichen leisten. Jeder „normale“ Zuschauer hätte doch nun gewiß erwartet, einige Meldungen über die grauenhaften Massaker der Moslems an Christen durch ISIS, Boko Haram oder durch die al Schabaab-Miliz in Kenia zu erfahren. Welch ein Irrtum!

 Christenverfolgung? …hat doch mit dem Islam nichts zu tun!

Das Wort „Islam“ suchte man bei Kleber vergeblich. Es kam gar nicht erst vor. Man sah auch keine Erschießungskommandos des IS, keine auf Zaunpfähle aufgespießten Köpfe abgeschlachteter Christen, keine Kinder, denen von Dschihadisten die Gliedmaßen weggeschnitten worden waren.

 Nein, das ZDF hatte weit eindrucksvollere Nachrichten über die Christenverfolgung in aller Welt. Das schien die Fernsehmacher so aufzuregen wie der legendäre Sack Reis, der in China von der Stange fällt. Wobei wir gerade den Höhepunkt der ZDF-Meldung erreicht haben: Statt über ISIS oder Boko Haram folgte ein Bericht über diverse Unannehmlichkeiten für Christen in …? Erraten! In China! (Ab Min.4.05)

 Ist das nicht eine erstklassige (Des-)Information? Preis für Kleber! Man verschiebt die Akzente einer Meldung und lenkt von der grausamen Wahrheit ab.

*) http://www.zdf.de/…/23…/ZDF-heute-journal-vom-4.-April-2015…

http://www.conservo.wordpress.com

Die Talkshows von ARD und ZDF: Vorzeige-Muslime in der Dauerschleife


Peter Harth

Die Muslime in den öffentlich-rechtlichen Talkrunden sind wortgewandt und liberal. Aber: Der Zuschauer fühlt sich langsam in der Dauerschleife. Bei ARD und ZDF kommen nämlich immer die gleichen »Islam-Experten« zu Wort. Warum? Die muslimische Gemeinschaft spiegeln sie nicht wider. Eher sollen wohl die Ängste der Deutschen vor einer Islamisierung zerstreut werden

Und fast täglich grüßt Lamya Kaddor von der Mattscheibe. Nur Stunden nach dem Attentat auf das Satiremagazin Charlie Hebdo sitzt die Islamwissenschaftlerin bei Plasberg. Die Sondersendung gerät zum Heimspiel, denn Kaddor ist bei der ARD Dauergast. Die gleiche Dauerschleife auch im ZDF: Sechs Tage später sitzt die Vorzeige-Muslima wieder bei Maybrit Illner zum Thema: »Krieg der Islamisten – Hilflos gegen den Terror?«.

 Kaddor ist die Vorsitzende des »Liberal-Islamischen Bundes« und wird in den Talkrunden als die Stimme liberaler Muslime verkauft. Ihr Verein will »flächendeckenden islamischen Religionsunterricht […] an öffentlichen Schulen« und bekennt sich zur »freiheitlich-demokratischen Grundordnung«.

 Ebenso dauerpräsent ist Aiman Mazyek. Als Vorsitzender des »Zentralrats der Muslime in Deutschland« vertritt er den kleinsten Islam-Verband überhaupt.

 Trotzdem spricht Mazyek bei Maischberger als Stimme der Muslime oder wird zum Sprecher einer der »größeren Verbände«. In Wahrheit vertritt Mazyek nur 0,25 Prozent aller Muslime in Deutschland.

 Der Zirkel der Wiedergänger und Wiederkäuer

 Neben den beiden ist auch der Politologe Asiem El Difraoui gut im Talk-Geschäft. Er spricht bei Markus Lanz über die »wertelose« Gesellschaft des Abendlandes oder im WDR-Fernsehen bei West ART Talk. Dumm nur: El Difraoui lebt seit 25 Jahren in Paris. Was er über die Muslime in Deutschland sagt, kann bestenfalls eine Ferndiagnose sein.

 Eine Newcomerin im kleinen Zirkel der Wiedergänger ist Khola Maryam Hübsch. Die Journalistin trägt Kopftuch, hält die Burka für einen Teil der »pluralistischen Gesellschaft« und schrieb dazu das passende Buch Unter dem Schleier die Freiheit. Die Mehrheit der Muslime kann mit den Ansichten von Hübsch aber nichts anfangen.

 Zum Hintergrund: Sie ist das deutsche Aushängeschild der Ahmadiyya-Gemeinschaft, die in vielen islamischen Ländern verfolgt wird. In Deutschland natürlich nicht und deshalb darf Hübsch bei Plasbergs Hart aber fair genauso wie bei Maischberger, Anne Will und zahllosen anderen Talkrunden reden und reden und reden.

 Das Muster hinter den Vorzeige-Muslimen

 Erkennen Sie aber die zwei Muster dahinter? Einerseits kopiert sich der Journalismus immer wieder selbst. Wer einmal in einer Talkrunde brauchbar war, darf danach alle abklappern. Aber es geht hier nicht nur um das mediale Wiederkäuen – im Mittelpunkt stehen die Handvoll Vorzeige-Muslime, die sich ständig selber recyceln.

 Alle haben entweder ein Buch, das sie verkaufen, oder sie sprechen für eine Interessengruppe, die ein bestimmtes Islam-Bild in die Köpfe der Menschen bringen will.

 Im Grunde bekommen so Strömungen des Islam Oberwasser, die eigentlich in der Minderheit sind. Auch deshalb erkennt sich die Mehrheit der deutschen Muslime in den öffentlich-rechtlichen Talkshows nicht wieder. Der Islam in Deutschland ist viel konservativer als die Vorzeige-Muslime bei Jauch, Plasberg, Will, Maischberger & Co.

 Die mediale Beruhigungspille

 Trotzdem buchen ARD und ZDF für ihre Talkrunden die immer gleichen Gesichter. Was auffällt: Bis zum Erscheinen der PEGIDA-Protestbewegung hatten Islamkritiker wie Necla Kelek in den deutschen Talkshows das Wort. Seitdem ist aber ein offener Streit darüber ausgebrochen, ob Deutschland an der Integrationsfrage scheitert. Jetzt spricht die Bundeskanzlerin von »Hass in den Herzen« aller, die eine Islamisierung fürchten.

 Es gibt eine regelrechte Medienkampagne, die das Feindbild von dumpfen Islamkritikern befeuert, die eigentlich nur ausländerfeindlich sind. Die Mainstream-Medien – das geben sie offen zu – wollen die Menschen gegen die »populistischen Rattenfänger […] immunisieren«. Da passen die liberalen, eloquenten, fortschrittlichen Vorzeige-Muslime der Talkrunden natürlich sehr gut ins Bild. Wer Angst vor einer Islamisierung hat, der bekommt hier seine mediale Beruhigungspille.

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/peter-harth/die-talkshows-von-ard-und-zdf-vorzeige-muslime-in-der-dauerschleife.html

ZDF: Manipulation mit System… von Eva Herman


Frei gedacht

von Eva HermanEva Herman

Das ZDF hat einen handfesten Skandal. Mal wieder. Es geht um nicht weniger als die Glaubwürdigkeit des Mainzer Senders: Bei zwei Ranking-Shows, moderiert von Johannes B. Kerner, wurde gehörig manipuliert. Viele Fragen stehen im Raum, die den Status unserer Medien – in letzter Zeit immer häufiger – in Frage stellen: Geschah dies zum ersten Mal? Oder wurden die Zuschauer schon häufiger betrogen? Gab es für diesen unerlaubten re-daktionellen Eingriff alleine dramaturgische Gründe, oder sind es doch politische? Welche Rolle spielt der Moderator? Alte Erinnerungen werden wach: Die berühmte Kerner-Sendung im ZDF, am 9. Oktober 2007.

Es ist sieben Jahre her, als mein berufliches Schicksal eine deutliche Wende nahm. Durch die Erkenntnis über unsere äußerst problematische Familienpolitik hatte ich öffentlich Stellung bezogen, war aus dem sicheren, öffentlich-rechtlichen Kokon entwichen. Es ging mir, damals wie heute, hauptsächlich darum, die Missstände aufzuzeigen, die eine dem kommunistischen System vergleichbare Krippenpolitik für eine Gesellschaft bringt: Kleinstkinder, zuweilen nicht älter als sechs Wochen, in fremde Hände geben? Verheerend. Unter drei Jahren gilt: Die Mutter ist die wichtigste Bezugsperson. Das sagen die Naturgesetze. Das haben auch alle seriösen Wissenschaftler auf der ganzen Welt längst festgestellt. Hunderte Studien darüber existieren: Die Folgen einer zu frühen Fremdbetreuung können sich, um es gelinde auszudrücken, negativ auf das weitere Leben des Kindes auswirken. Doch unsere Politiker wollen diese Studien nicht kennen, da das Krippensystem à la Margot Honecker hier politisch durchgesetzt wird! Deswegen müssen auch alle Störfaktoren aus dem Weg geräumt werden.

Und so war ich, praktisch über Nacht, zu einer Systemgegnerin geworden: Ein Fall für Johannes B. Kerner, ein Fall für das ZDF! Die Kerner-Sendung wurde nicht nur für mich, sondern für Millionen Zuschauer zu einem Albtraum. Man hatte eine Art Tribunal einberufen, welches über mich richten sollte. Eine mir bis dato sympathische Schauspielerin namens Senta Berger, eine mir stets wenig sympathische Ex-Moderatorin Margarethe Schreinemakers, der mir bis heute unbedeutend erscheinende Komiker Mario Barth. Und natürlich, als Master of Desaster, J. B. Kerner.

Wer sich heute fragt, wer von den Manipulationen der jüngsten Ranking-Shows wusste, der muss wissen, dass die Mitglieder der damaligen ZDF-Runde durchaus zu wissen schienen, dass die Kerner-Show mit einem Eklat enden sollte. Und hierbei handelte es sich „nur“ um die Gäste. Eine immer aufgeregter wirkende Senta Berger, die im Laufe der Sendung mehrmals ankündigte, jetzt gehen zu wollen, und dennoch sitzen blieb, fragte nach etwa 50 Minuten Sendezeit völlig entnervt den Starmoderator Kerner, wann man denn endlich das tun würde, was ursprünglich abgesprochen worden sei. Aha?

Nun war ich selbst zehn Jahre lang Talk-Show-Moderatorin und bin mit den internen Regeln des öffentlich-rechtlichen Systems durchaus vertraut. Selbstverständlich ist es möglich, dass meiner damaligen Co-Moderatorin und mir einige faule Eier von der Redaktion untergeschoben wurden, die uns zu Handlangern des Systems machten, ohne dass wir davon wussten. Doch da wir bei sämtlichen Redaktionskonferenzen stets das Wort mit führten, waren wir in sämtliche Vorgänge involviert. Weswegen es schwer vorstellbar ist, dass Moderator Kerner in der jüngsten ZDF-Skandal-Sendung, die ausgerechnet den Titel „Deutschlands Beste“ trug, von nichts gewusst haben soll.

Man muss sich hier die Frage stellen, ob das öffentlich-rechtliche System den Zenit überschritten hat. Schauen wir uns nur die jüngsten Ungereimtheiten in der Berichterstattung an, die immer wieder dieselbe Überschrift tragen: Manipulation! Wer sich an das vor einigen Monaten ausgestrahlte Interview zwischen ZDF-Anchorman Claus Kleber und dem Siemens-Chef Joe Kaeser erinnert, dem gefriert noch das Blut in den Adern: Zur besten Sendezeit nahm Kleber den Vorstandsvorsitzenden auseinander, weil der es gewagt hatte, seine Geschäftsbeziehungen zu Russland weiter aufrechtzuerhalten, obwohl die Bundesregierung in eine Art Krieg mit den Russen getreten war. Der deutsche Fernsehzuschauer lernt seit den Unruhen in der Ukraine, dass Präsident Wladimir Putin ein „Aggressor“ ist, dass „prorussische Kräfte“ die Ukraine destabilisieren und dass die Krim von den Russen „annektiert“ worden ist.

Ein anderes Mal funktionierte ZDF-Star Kleber ganz kurz die ukrainischen Anti-Terrortruppen zu „russischen Eingreiftruppen“ um. Nur dem aufmerksamen Zuhörer fiel das auf, Millionen schluckten den Fehler, das Bild des „bösen Russen“ verfestigte sich weiter.

Doch ist es nicht alleine die Russland-Politik, die in den öffentlich-rechtlichen Medien einseitig dargestellt wird. Wie erwähnt, betrifft dies ebenso die Familienpolitik, die Euro-Politik, das globale Finanzsystem, die EU-Politik, die Medienpolitik und so weiter. Und immer besorgter fragt man sich dabei: Welche Rolle spielt das öffentlich-rechtliche System?

Hier hilft ein Blick in die Statuten der öffentlich-rechtlichen Anstalten, in den Rundfunkstaatsvertrag von ARD und ZDF, wo es unter anderem heißt: „Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten … sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern.“

Man beachte vor allem den letzten Satz: Die europäische Integration soll von ARD und ZDF gefördert werden. Was bedeutet das aber genau? Es heißt: „Die europäische Integration steht begrifflich für einen ,immer engeren Zusammenschluss der europäischen Völker‘ … 1994 durch ein Papier von Wolfgang Schäuble und Karl Lamers geprägt, bezeichnet der Begriff Kerneuropa (wichtigstes Ziel der europäischen Integration) eine Gruppe derjenigen europäischen Staaten, die durch die weitestgehende politische, wirtschaftliche und militärische Integration miteinander verbunden sind. Konkret können hierunter gegenwärtig die Staaten verstanden werden, die zugleich Mitglieder nicht nur der EU, sondern auch der Eurozone, des Schengener Abkommens und der Nato sind.“

Wenn die Nato also in die Ukraine einmarschieren will, dann helfen alle seelischen Befindlichkeiten nichts: Wir müssen das gut finden! Es nutzen auch keine Warnungen vor den damit verbundenen Kriegsgefahren: Die Nato gehört zur europäischen Integration, und deswegen ist das alles richtig so, sagen die Sender! Egal, was der Zuschauer denkt.

So ist das System. Auch wenn eine Re-daktion beschließt, dass ein Gast rausfliegt, oder dass eine öffentliche Umfrage manipuliert wird, um Sympathie und Antipathie von Entscheidungsträgern zu beeinflussen, so wird dies solange immer wieder passieren, bis es den Verbrauchern endlich langt! Mal schauen, wie lange das noch dauert.

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paz 30-14

Wochenrückblick…..paz22-14


Über dem Abgrund / Warum die Franzosen bestraft werden müssen, wie ARD und ZDF eisern auf Linie blieben, und warum die Briten ruhig austreten können

 

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Als die ersten Prognosen zur EU-Wahl das politische Europa aus der Fassung brachten, lief auf Sat.1 gerade der Katastrophenfilm „Deep Impact“ („Tiefer Einschlag“). In dem US-Streifen gelingt es heroischen Raumfahrern, den Untergang der Welt durch einen Meteoriteneinschlag gerade noch zu verhindern. Es bleibt bei einer Katastrophe, der ein Neuanfang folgt.

Das hofft man auf den Fluren der EU-Administration jetzt auch und redet sich Mut zu. Vor allem aber galt es am Sonntag, mit den dummen Wählern abzurechnen, was die immer dienstbereiten Kommentatoren der Staatssender vorbildlich und mit aller gebotenen Härte erledigt haben.

Die Franzosen beispielsweise: Le Pen! Das ist glatte Befehlsverweigerung. Aus den Pariser Büros von ARD und ZDF hagelte es strenge Züchtigungen. Der ZDF-Mann verkündete das Strafmaß fürs Falschwählen: „Frankreich wird im europäischen Konzert nicht mehr die Rolle spielen wie bisher.“ Denn, wie der Kollege von der ARD das Urteil weiter ausführte: „Frankreich wird geschwächt aus dieser Europawahl hervorgehen.“

Ja, das habt ihr jetzt davon, ihr dreisten Franzmänner. Wer die Bösen wählt, der verliert Macht und Einfluss. So ist das in der Demokratie nach EU-Schnittmuster. Frankreich ist geschwächt. Und zwar nicht etwa, weil die Nachbarn vor zwei Jahren jemanden zum Präsidenten gemacht haben, der sich als ausgemachter Hanswurst entpuppen sollte. Unfähige Politiker sind völlig in Ordnung, solange sie brav der politischen Linie folgen. Nein, die Franzosen sind von der Linie abgewichen, und dafür gibt’s jetzt Machtentzug.

Zumal sie in die falsche Richtung abgewichen sind, nicht wie die Italiener, die massenhaft Beppe Grillo gewählt haben. Der geht zwar mit stampfender Wut-Rhetorik auf Brüssel und Merkel los, wogegen die zarte, faktenverpflichtete Kritik der AfD geradezu rührend professoral daherkommt. Doch Grillo ist links, und bei der ARD weiß man ideologisch zu unterscheiden. So betonen die Kollegen, dass bei dem Italiener „durchaus vernünftige Kräfte dabei“ seien, Linke eben, während man noch am Wahlabend die Hoffnung ausdrückt, dass „die Herren Lucke und Henkel“ eine Eintagsfliege bleiben mögen. Und während die linksradikale griechische Syriza, deren Forderungen mit „abenteuerlich“ noch schamhaft umschrieben sind, die „berechtigten Ängste der Menschen“ aufnehme, fördert die britische Ukip bloß „dumpfe Ressentiments“.

Von einem „politischen Erdbeben“ in Europa war nach der EU-Wahl die Rede. Na wenn schon, das muss uns keine Angst machen: ARD und ZDF haben sich als vollkommen erdbebensicher erwiesen. Ihre Schlagseite nach links blieb ebenso unverrückbar stehen wie ihre kalte Verachtung für falsch wählende europäische Bürger.

Von der bemerkenswerten Stabilität konnten indes nicht alle etablierten Parteien profitieren. Die langen Gesichter bei der FDP waren kaum zu ertragen. Oder waren es die langen Nasen von der jahrelangen Wählerverschaukelung? Egal, wer den gelben Spitzenkandidaten Alexander von Lambsdorff gesehen hat im kurzen Zweierduell mit AfD-Mann Hans-Olaf Henkel, der musste Angst bekommen. So, wie der Lambsdorff den Henkel anstierte, mochten die Zuschauer befürchten: Gleich springt er übers Moderatoren-Tischchen und beißt Henkel in den Hals!

Das war nicht Konkurrenz, das war Wut an der Schwelle zum Hass. Zum Endspurt des Wahlkampfs hatten die Liberalen noch einmal ganz tief in den Dreck­kübel gegriffen und der AfD bräunliche Schatten angedichtet. Doch plötzlich hat die Lucke-Truppe völlig unerwartet mit gleicher (und gleich unfairer) Münze zurückgezahlt: Die Freidemokraten hätten schließlich noch immer einen Ehrenvorsitzenden, der mal in der NSDAP gewesen sei. Das ging gegen Walter Scheel, der, Jahrgang 1919, seit 1942 bei der Hitler-Partei eingetragen war. Ihm das heute noch vorzuhalten, ist natürlich weder taktvoll noch angemessen. Die Botschaft der AfD kam aber an bei den Liberalen: Ihr wollt unfaire Dreckwerferei? Gekauft, können wir auch. Batsch!

Wie soll es weitergehen mit der EU? Die Szene erinnert an Daffy Duck, meinen Lieblings-Antihelden aus den schönen alten Disney-Trickfilmchen. Die lispelnde schwarze Ente rennt da alle naselang über einen steilen Abgrund hinaus in die leere Luft, ohne zu merken, dass unter ihr schon lange kein fester Grund mehr ist. Irgendwann kriegt Daffy das aber doch mit, blickt erschrocken nach unten, danach dem Zuschauer blöde ins Gesicht und dann erst stürzt er sausend in die Tiefe.

Womöglich hat der europäische Daffy den festen Boden schon vor Jahren hinter sich gelassen. Die Wahl vom Sonntag war der entgeisterte Blick in die leere Tiefe. Nun glotzt er uns verdattert an und versichert mit zittriger Stimme: Das scheint nur so, alles halb so wild.

Wirklich? Die Staats- und Regierungschefs von Britannien bis Frankreich, von Österreich bis Griechenland wurden am Sonntag geteert und gefedert. Mal sehen, wie die das verkraften.

Für die Briten könnte die von vielen dort ersehnte Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft in greifbare Nähe rücken. Es ist ja wirklich zweifelhaft, was die Briten in der EU noch sollen. Seit Jahrhunderten folgte London der gleichen außenpolitischen Maxime: Säe Zwietracht unter den Festlandseuropäern, damit Britannien in Ruhe sein eigenes Spiel treiben kann. Zu diesem Behufe musste man schließlich auch in die von Anfang an wenig beliebte EWG/EG/EU eintreten, damit sich da nichts allzu fest zusammenfindet.

Doch wozu soll die Einmischung jetzt noch gut sein? Dank Euro und überbordendem EU-Zentralismus gehen Kontinentaleuropas Staaten und Medien so innig aufeinander los wie lange nicht. Die Euro-Krise trägt überdies dafür Sorge, dass das Zerwürfnis nicht auf der Ebene der Regierungen und Eliten hängenbleibt, sondern tief ins Volk hineinwächst. So bildet sich ein solides Hass-Fundament, das alle Spaltungsbemühungen von London aus überflüssig macht.

Ja, gut, da werden nachdenkliche Briten aber fragen: Wenn der Brüsseler Laden auseinanderfliegt, wird dann nicht Deutschland ganz automatisch die führende Macht sein? Was wir doch immer verhindern wollten?

Ach, keine Bange, liebe britische Freunde. Auch dagegen ist längst vorgesorgt. Zwar müssten alle wissen, dass der Euro eine französische Idee war. Damit wollte man den Deutschen die Vormacht ihrer D-Mark aus den Händen schlagen. Als Bonn die französische Zustimmung zur deutschen Vereinigung wollte, war es soweit, Paris forderte seinen Preis. Von da an lief alles wie am Schnürchen.

Wie gesagt, das sollten alle wissen. Das Gute ist: Sie tun es aber nicht! Stattdessen hat sich, gerade in den „Krisenländern“, eine Verschwörungstheorie fest eingenistet, dass der Euro eine deutsche List gewesen sei, um Europa zu unterjochen. Leiden die Deutschen (oberflächlich gesehen) nicht am wenigsten? Sagen nicht deutsche Politiker bei jeder Gelegenheit, dass die Deutschen „am meisten vom Euro profitieren“? Das muss man nur zitieren, was südlich der Alpen ausführlich praktiziert wird. Und ist es nicht bezeichnend, dass die deutschen Euro-Kritiker bei den EU-Wahlen im Vergleich so bescheiden abgeschnitten haben?

Es passt alles zusammen. Sollte der Euro dereinst an seinen angeborenen Fehlern bersten, was kaum zu vermeiden sein wird, werden die übrigen Europäer die „Befreiung vom deutschen Joch“ feiern, und keiner will mit den Teutonen mehr was zu haben. Da kann England seinen „Festlandsdegen“ also getrost wieder in die Scheide fahren lassen. Es geht alles wie von selbst, die Mühen früherer Jahrhunderte darf man sich sparen.

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paz 22-14