Es geht Weiter: COMPACT, Nikolo-Verbot, Advent-Krawalle & Attacken auf AfD


Am 07.12.2017 veröffentlicht

Die neue und zweite Folge meines Wochenrückblicks. Wie es mit dem „Zentrum für politische Hässlichkeit“ weiterging, wie Compactkonferenz verlief, warum in Wiener Schulen der Nikolaus nicht mehr kommt und was ich von der Hierarchie der Opfer halte – all das erfahrt ihr in den nächsten 15 Minuten. Macht bei der Abstimmung mit: https://martin-sellner.at/umfrage-woc…
Abonniert meinen Rundbrief um der Zensur zuvorzukommen: http://eepurl.com/cK-W_v Quellen: https://www.youtube.com/watch?v=r2DtC… https://www.facebook.com/pegidaevoffi… https://www.youtube.com/watch?v=kWMPI… http://www.spiegel.de/politik/deutsch… http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft… https://mitmachen.sebastian-kurz.at/p… https://diepresse.com/home/panorama/w… http://www.oe24.at/oesterreich/chroni… http://www.pewresearch.org/fact-tank/… http://www.krone.at/483097 https://kurier.at/politik/ausland/15-… https://jungefreiheit.de/politik/ausl… http://www.oe24.at/welt/Festgenommene… http://www.spiegel.de/panorama/justiz… http://www.tagesspiegel.de/politik/an… https://www.youtube.com/watch?v=rrCf3… https://www.youtube.com/watch?v=uFILk… https://www.youtube.com/watch?v=4cgnE… https://www.youtube.com/watch?v=RoKeS… https://www.bz-berlin.de/berlin/berli… https://www.bz-berlin.de/berlin/fried… https://www.cicero.de/aussenpolitik/u… http://www.heute.at/welt/news/story/1… http://derstandard.at/2000068508122/I… https://www.rbb24.de/politik/beitrag/… http://www.oe24.at/oesterreich/chroni… https://www.welt.de/politik/deutschla… http://www.heute.at/oesterreich/news/… http://www.kleinezeitung.at/politik/i… https://www.welt.de/vermischtes/artic… +++++++++++++ Folgt mir auf anderen Kanälen -Kontakt & Podcast: http://martin-sellner.at -Twitter: https://twitter.com/Martin_Sellner -Instagram: https://www.instagram.com/martinsellner/ -FB: : https://www.facebook.com/MartinSellne… +++++++++++ Wer diese Videos mag und will, dass sie weiter erscheinen, kann den Kanal hier unterstützen. http://martin-sellner.at/unterstuetze…

Wochenrückblick…03-15


Lügenpresse / Was Sprachwissenschaftler besser wissen, wie man ein vollwertiger Idiot wird, und ab wann es mit einem Regime zu Ende geht

paz

Das Unwort des Jahres lautet also „Lügenpresse“. Gleich „Pegida“ zu küren hat sich die Jury der Sprachwissenschaftler wohl nicht getraut. In der Begründung lässt sie aber keinen Zweifel aufkommen, gegen wen sich die Wahl richtet.

„Lügenpresse“ sei schon im Ersten Weltkrieg als Kampfbegriff gebraucht worden. Und bei Pegida? Gerade die Tatsache, dass der Masse der Demonstranten die „sprachgeschichtliche Aufladung“ des Begriffs gar nicht bewusst sei, mache ihn zu einem besonders perfiden Mittel jener, die ihn gezielt einsetzten.

Aha, da haben wir sie wieder, die bereits in Stein gemeißelte Soziologie der Pegida: Im Tross die Masse ahnungsloser Deppen. Warum diese Aufteilung so emsig propagiert wird? Ganz einfach: Damit erübrigt sich jede ernsthafte Debatte mit Pegida.

Den Deppen muss man nur klar machen, dass sie in der Tiefe ihres Herzens doch ganz brauchbare Leute seien, nur eben doof. Mit denen redet man wie mit Neunjährigen, die an die falschen Freunde geraten sind, bevor man sie mit einem „Das mir das ja nicht wieder passiert“ aufs Zimmer schickt.

Wer sich anmaßt,
selber zu denken,
der steht schon mit
einem Fuß in der
Pegida-Jauche

Die Abgefeimten dagegen muss man von den Deppen isolieren, einsammeln und mit einem großen Kainsmal versehen, damit von denen nie wieder jemand ein Stück Brot nimmt. Ja, so funktioniert das in einer „auf Vielfalt, Toleranz und Meinungsfreiheit“ ausgerichteten Gesellschaft.

Mit dem Unwort glaubt die moralische Obrigkeit im Land ein mächtiges Werkzeug zur Verteidigung ihrer moralischen Macht in den Händen zu haben. Wer will schon mit einem Kampfbegriff erwischt werden? Im Ersten Weltkrieg belegten deutsche Stellen jene britischen Blätter, die behaupteten, deutsche Soldaten hätten belgischen Kindern die Hände abgehackt, mit dem Unwort.

Nach dem Krieg gaben die Briten zu, dass das mit den Kinderhänden eine Lüge ihrer Presse gewesen sei. Wer indes eine Presse, die lügt, als Lügenpresse bezeichnet, der bleibt trotz dieses historischen Geständnisses ein übler Hetzer, um nicht zu sagen: ein Lügner! Behauptet zumindest die Unwort-Jury.

Verstehen Sie nicht? Ich ebenfalls nicht. Aber dafür sind das ja auch Sprachwissenschaftler und wir bloß Deppen. Wie? Sie verbitten sich das? Sie sind kein Depp?

Obacht! Mit dieser Haltung stehen Sie schon mit einem Fuß in der brodelnden Pegida-Jauche. Denn das ist es ja, was die Unverfrorenheit dieser Unwort-Rufer ausmacht. Sie bilden sich ein, keine Deppen zu sein. Sie meinen, die Wirklichkeit mit ihren eigenen Augen erkennen und sich eine eigene Meinung dazu bilden zu können, statt auf die Experten zu vertrauen, die stets nachweisen, dass alles ganz, ganz anders ist.

Erst, wer eingesehen hat, dass er ein Depp ist, der nur glauben darf, „was Studien belegen“, statt seinem eigenen Eindruck zu trauen, der ist fit für die weltoffene und tolerante Gesellschaft, der ist wirklich „bunt“ genug für unsere „bunte Republik“. Früher waren nur die Clowns bunt, heute sollen wir das alle sein.

Die Rolle des „Bunten“ hat sich dabei nicht geändert. Es ist die des Idioten.

Viele glauben ja, dass so ein Idiot ein wunderbares Leben führt. Entlastet von der Not des Selbstdenkens, braucht er nur auf Anweisungen zu warten und ansonsten gemächlich durch den Tag zu schlendern. Weit gefehlt: Bisweilen verlangt einem das Idiotendasein heftige Sprünge ab, die auf elegante Weise nur vollführen kann, wer hinlänglich dressiert ist.

Ein hypothetisches Beispiel zeigt uns, wie herausfordernd so etwas werden kann: Nach der Pariser Bluttat mussten wir von der einen Sekunde zur nächsten auswendig lernen, „dass das nichts mit dem Islam zu tun hat“, sondern bloß krank und verbrecherisch sei, obwohl wir wussten, dass daran irgendetwas nicht stimmen kann. Aber das können wir wacker herunterschlucken, wir sind schließlich Profis. Auch (aber das versteht sich ja sogar für den Nicht-Idioten) dürfe niemand aus der Tat weniger auf den Islam an sich oder gar alle Muslime schließen. Hatte eigentlich auch keiner vor, aber man weiß ja nie, den Idioten sagt der weise Dompteur lieber alles dreimal.

So weit, so gut. Jetzt stellen wir uns aber mal vor, mitten in den Ermittlungen hätte sich herausgestellt, dass die Mörder in Wahrheit französische Rechtsextremisten gewesen seien! Wäre dann auch die strenge Weisung ergangen, nun aber ja nicht zu verallgemeinern? „Das hat nichts mit nationalen Einstellungen zu tun, sondern ist einfach nur krank und verbrecherisch.“ Außerdem dürfe niemand von der Tat auf alle radikal rechts Stehenden schließen. Von der Mehrheit der gemäßigten, demokratisch gesinnten Rechten ganz zu schweigen.

Na? Wäre das so verlaufen? Sie wissen es, ich weiß es auch: ganz bestimmt nicht. Statt „nicht verallgemeinern“ wäre die Losung ergangen: Verallgemeinern, soweit es nur irgend geht. Alle, die rechts der Mitte stehen, seien „geistige Brandstifter“ und „ideologische Wegbereiter“ für den feigen Massenmord von Paris. Der stets sprungbereite Idiot hätte das binnen Sekunden begreifen müssen, um auf Kommando die richtigen Figuren zu drehen und Sprüche aufzusagen.

Statt „nicht verallgemeinern“ hätte er raunen müssen, dass der „rechte Terror“ aus der „Mitte unserer Gesellschaft“ gekommen sei, also sozusagen von uns allen. Bis in die sprachlichen Feinheiten hinein müsste der Idiot sein Repertoire auf den Kopf stellen. Während es beispielsweise ein Todsünde ist, „islamisch“ und „islamistisch“ durcheinander zu werfen, ist die Verwischung der Grenze zwischen „rechts“ und „rechtsextrem“ geradezu Pflicht. Das hat Methode: Auf diese Weise ist es gelungen, das gesamte Spektrum rechts der Mitte moralisch zu kriminalisieren. Vor 30 Jahren war ein „Rechter“ ein CDU-Wähler oder ein Nationalliberaler vom rechten Flügel der FDP. Heute ist er sowas wie ein Gedankenverbrecher, ein moralisches Untier. Selbst Pegida-Demonstranten, denen man kaum Feigheit nachsagen dürfte, quieken bisweilen aufgeregt: „Ich bin aber nicht rechts! Nicht dass Sie das denken, nein, nein.“ ****

Wir sehen, die Verwischung hat herrlich funktioniert. Jeder (mutmaßlich) rechtsextreme Anschlag formt sich daher zur Wunderwaffe, mit der die Linken die Linien ihrer Gegner auf ganzer Breite in Brand setzen können. Die Gegner rennen dann wie die Hasen. Selbst der anlasslose „Vorwurf“, rechts zu sein, löst hastiges Hecheln und beflissenes Winseln aus.

Das heißt, man muss wohl sagen: löste früher einmal. Irgendwie hat sich das in den vergangenen Wochen ziemlich abgenutzt. Selbst die Wahl des einst gefürchteten „Unwortes“ wird von (unabhängigen) Kommentaren im Internet nur noch als Albernheit einer in sich gekehrten Kaste verlacht, die ihre Tapetenwände für das Panoramafenster zur Wirklichkeit hält.

Was macht die Kaste aus Politikern, Mainstream-Journalisten, bestellten Experten für gewünschte Studien und so weiter da bloß? Das, was sie immer gemacht hat, nur dass wir das nicht so genau gesehen haben wie heute: Sie bastelt sich ihre eigene Wirklichkeit selbst, wenn die wirkliche Wirklichkeit ihr nicht mehr passt.

So werden dann Mitarbeiter von staatlichen und staatlich subventionierten Körperschaften, „erlebnisorientierte“ Milchgesichter, Anti-deutsche-fa-natiker-Schläger und andere Bevölkerungsdarsteller zusammengekarrt, um „ein eindrucksvolles Signal der Zivilgesellschaft gegen Pegida auszusenden“.

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 Wochenrückblick mit Hans Heckel - paz 03-15

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ja das ist uns auch aufgefallen. Eigentlich bei jedem Fall eines Widerspruches gegen die Obrigkeit: „bitte, bitte, denken Sie bloß nicht ich bin rechts….bitte…heul, flenn…winsel…!“

So auch bei den allermeisten der PEGIDA-Teilnehmer: bloss nicht denken wir seien rechts…..bloss nicht denken wir würden Türken und Asylanten nicht lieben….bloss nicht denken wir hätten was gegen einen radikalen Völkeraustausch…..aber nein, noch nie hat ein Türke einen deutschen Jungen totgetreten….

mag vielleicht etwas überspitzt sein, aber die Richtung stimmt.

Und genau das geht uns ganz gewaltig gegen den Strich…..diese ewige Flennerei und Abbitte, dieses ewige: aber nein-bloss nicht rechts.

So haben sich zumindest einige von HOGESA ganz öffentlich von PRO-NRW und ähnlichem losgesagt.

Warum? Sie hätten ja verkünden können, dass sie keine Verbindung zu PRO haben oder gar Mitglieder sind……sich aber so drastisch

davon lossagen….ja regelrecht PRO NRW als das Böse darzustellen…..nein, davon zu erfahren war ein ziemlicher Schock….

Wir erklären hiermit:

Solange sich HOGESA in einer scharfen und schon beleidigenden Weise von PRO-Organisationen oder denen Gleichgesinnten

distanziert, diese als das Böse darstellt…….solange werden wir HOGESA-Unternehmungen nicht mehr unterstützen.

Halbherzigkeit hat keinen Platz mehr. Dafür gibt es keine Zeit mehr.

Entweder mit vollem Herzen und das ganze Programm oder sie sollten die Klappe halten und still und verschämt mitlaufen……auf solche

Links-Kriecher können wir verzichten.

Ach so…zum Abschluß:

wir stehen rechts…konservativ…patriotisch…PRO….ohne Wenn und Aber…

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Wochenrückblick…50-14


Pegida breitet sich trotz der schweißtreibenden Bemühungen von Parteien, Gewerkschaften, ev. Religionsfunktionären, Anti-deutsche-fa-natiker in immer mehr deutsche Städte aus wie ein immer stärker leuchtender Silberstreif am Himmel

Einfache Antworten / Was Pegida so gefährlich macht, wie wir darüber allerorten strikt dasselbe lesen, und warum der Steuerstaat jetzt an unser Erbe muss

Die „Tagesschau“ muss sich fragen lassen, ob ihr Standpunkt noch politisch korrekt genug ist, um das Prädikat „Qualitätsmedium“ zu verdienen. Zu der jüngsten Demonstration von Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Dresden brachten die Nachrichtenmacher tatsächlich bloß eine Nachricht, ganz ohne giftige Wertung, ohne das vorgeschriebene „Vorsicht Rechte!“ oder so.

Der Zuschauer kam sich vor, als habe man ihn in die ferne Vergangenheit katapultiert, als ihm seriöse Nachrichtensprecher neutral gehaltene Meldungen aus aller Welt präsentierten. Unsere Meinung zum Geschehen sollten wir uns gefälligst selber bilden. Die Nachrichtenmacher hielten uns nämlich für „mündige Bürger“.

Ja, so war das damals! Irgendwo in den Tiefen der Hamburger „Tagesschau“-Redaktion muss ein Greis überlebt haben, der über Pegida genauso berichtet wie man es einst im Mai getan hätte, vermutlich war der jüngere Kollege krank geworden. So hieß es lapidar, rund 10000 Pegida-Demonstranten hätten gegen eine „von ihnen empfundene Islamisierung des Abendlandes“ protestiert, etwas weniger Menschen hätten gegen Pegida demonstriert. Punkt. Also, ich war vor Rührung den Tränen nahe: Eine Nachrichtensprecherin erzählt mir, wie’s war – ohne Propaganda! Dass es das noch gibt.

Na ja, war auch die Ausnahme. Die anderen TV-Kanäle holten mich schnell zurück in die pralle Gegenwart. Stimme und Gesicht von Empörung und Abscheu bebend, wurden die „rechten Pegida-Marschierer“ so tief wie möglich in die braune Jauche gestoßen, ob beim ZDF, bei ntv oder N24 oder sonst wo.

Die Botschaft war klar: Wölfe im Schafspelz. Die tun nur so, als seien sie keine Nazis, Rassisten oder Rechtspopulisten. In den Zeitungen lautete es nicht anders.

Praktisch alle stimmten überein in ihrem moralischen Todesurteil, was einen schon unsicher macht. Sind die Pegida-Leute womöglich wirklich ganz finstere Gestalten? Immerhin müssen wir feststellen, dass die Verurteilung aus ganz verschiedenen Medien kommt, von der linken „Süddeutschen Zeitung“ über die bürgerliche „Frankfurter Allgemeine“ bis zum Nachrichtensender ntv oder zum Magazin „Focus“.

Die Unabhängigkeit unserer vielfältigen Medien gebietet es natürlich, dass jedes einzelne seinen ganz eigenen Blick auf das Geschehen wirft. Oder? Die „Süddeutsche“ lobt die braven Gegendemonstranten, die Pegida die Stirn geboten haben, mit den Worten: „Unter dem Motto ,Dresden für alle‘ waren sie in einem Sternlauf aus sechs Richtungen zum Rathaus gezogen, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus zu setzen.“ Der Sender ntv meldete dazu: „Unter dem Motto ,Dresden für alle‘ zogen sie aus sechs Richtungen zum Rathaus, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus zu setzen.“ Die „FAZ“ schrieb hingegen: „Unter dem Motto ,Dresden für alle‘ waren sie in einem Sternlauf aus sechs Richtungen zum Rathaus gezogen, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus zu setzen.“ Und der „Focus“ formulierte schlussendlich: „Unter dem Motto ,Dresden für alle‘ zogen sie aus sechs Richtungen zum Rathaus, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus zu setzen.“

Wer jetzt noch nicht begriffen hat, was mit „Vielfalt“ heutzutage gemeint ist, konnte es hier lesen: Alle sagen strikt dasselbe.

Und leiden auch alle unter denselben Missständen. Schlimm fanden es die Qualitätsmedien-Macher, dass sie schon wieder keine richtigen Nazis ausmachen konnten. Übler noch: Bei den Fernsehbildern sahen wir, wie ausgerechnet ein Schwarzer das Pegida-Transparent hochhielt. Hätte da nicht mal die Regie eingreifen können? Zumindest wäre es doch wohl nicht zu viel verlangt, wenn der Kameramann seinen Apparat so hinschwenkt, dass man den Dunkelhäutigen wenigstens nicht sehen konnte.

Das war sehr unsensibel, denn was soll der unbedarfte Zuschauer denn glauben, wenn er zu so einem Bild erzählt bekommt, dass da lauter Rassisten unterwegs sind? Das verwirrt bloß.

In derart kniffligen Situationen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Und Talent, Talent für perfide Formulierungen. Die sind schon gefunden: Bei Pegida seien normale Bürger und Nazis dermaßen „verschmolzen“ („Tagesspiegel“), dass man die richtigen Nazis gar nicht mehr herausfinde. Mit anderen Worten: Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist … braun!

Wunderbare Lösung für alle Gelegenheiten.  Das Urteil steht trotzdem fest, geschöpft aus der unergründlichen Tiefe der hohlen Hand.

Fairerweise muss angemerkt werden, dass bei den Gegnern von Pegida, denen mit dem „Zeichen setzen“, auch keine Extremisten gesichtet wurden. Und wieso nicht? Weil kein einziger Medienvertreter sie gesucht hat. Trick­reich, was? Das Resultat von alldem nennt sich voller Stolz „ausgewogene, kritische Berichterstattung“. Ja, ja … ihr uns auch!

Pegida breitet sich trotz der schweißtreibenden Bemühungen von Parteien, Gewerkschaften, Religionsfunktionären, Antifa und wem nicht alles über immer mehr deutsche Städte aus wie eine Epidemie. Was reitet die Leute bloß, fragen sich Vertreter der selten so eng versammelten Obrigkeit.

Experten erklären uns: Pegida vereinfacht, bricht „komplexe Sachverhalte auf Parolen herunter“, das ziehe einfache Gemüter eben an. Wovon sprechen die? Etwa von Parolen wie „Deutschland braucht Einwanderung“, „Einwanderung ist Bereicherung“, „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“, „Der Mensch ist schuld am Klimawandel“ und ähnliches?

Natürlich nicht. Das sind die Parolen der Guten, weshalb es sich verbietet, sie Parolen zu nennen. Sie heißen „komplexe Antworten“. Frage: Wie unterscheiden wir „komplexe Antworten“ von „einfachen Parolen“? Das ist nicht schwer. Wer sagt, „Der Euro spaltet Europa“, der ist ein Freund von Parolen und einfachen Antworten. Wer dagegen sagt, „Der Euro eint Europa“, der „gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden“. So einfach ist die Antwort, lehren uns die Warner vor den „einfachen Antworten“.

Zu den Parolen zählt ohne Zweifel das Genöle vom angeblich „gierigen Steuerstaat“, der uns alles wegnehmen will. Diese Behauptung ist nicht bloß polemisch, sie ist auch herzlos. Der Streit um die kalte Progression hat die Not offengelegt. Gerne würde der Steuerstaat noch weit saftiger hinlangen als bisher. Langsam gehen ihm aber die Quellen aus. Schon heute zahlen die Deutschen unter allen großen Industrienationen die höchsten Steuern und Abgaben.

In der Politik wächst die Furcht, dass die Deutschen irgendwann die Lust verlieren, sich abzurackern, sobald sie merken, für wen sie da eigentlich malochen.

Tatsächlich macht sich ein gewisser Überdruss breit. In der Frühzeit der Republik waren Steuern und Abgaben geradezu mickrig, trotzdem stemmte der Staat unvergleichliche Mammutaufgaben des Wiederaufbaus, ohne Schulden zu machen.

Die Nostalgie der Bürger hat die Politiker erreicht, die sich darauf ihren ganz eigenen Reim machen. Sie versinken nicht etwa in Scham vor ihrer Unfähigkeit, mit dem Geld der Bürger umzugehen. Nein, sie sagen sich: Ach ja? Da gab es also eine Zeit, in der die Bundesbürger richtig Geld sparen und Vermögen aufbauen konnten mit ehrlicher Arbeit? Dann wissen wir ja, wohin uns der nächste Raubzug führen muss: An die Früchte der damaligen Erfolge!

Bei Grünen und SPD sprießt die Begierde nach einer drastischen Erhöhung der Erbschaftsteuer, um sich endlich auch die Ernte der Aufbaujahre unter den Nagel reißen zu können, wo sie doch sonst schon alles abgemäht haben. Merke: Vor wirklich talentierten Panzerknackern ist auf Dauer eben nichts sicher.

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Hans Heckel…50-14

Wochenrückblick…paz49-14


Der verdächtige Bürger / Wie Sie das Mindestlohngesetz auf die Fahndungsliste bringt, wie Straftaten bejubelt werden, und was Türkenchef Safter Cinar logisch findet

Nun können wir schon die Tage zählen, bis die soziale Gerechtigkeit auch in den letzten Winkel unserer Arbeitswelt vordringen wird. Ab dem 1. Januar gilt der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro. Die Deutschen sind begeistert: Als die Debatte im Herbst 2013 hochkochte, sprachen sich laut ZDF-„Politbarometer“ übersatte 83 der Bundesbürger für die strafbewehrte Lohnuntergrenze aus. So einig sind wir uns fast nie.

Moment, wieso „strafbewehrt“? Ist doch logisch: Weil’s ein Gesetz ist, und wer Gesetze bricht, der kriegt eins hinten drauf. Damit man die Verbrecher auch findet, muss die Einhaltung der Gesetze natürlich überprüft werden. Dafür stellt der Bund mindestens 1700 neue Zollbeamte ein, berichtet der ehemalige Chef der „Wirtschaftswoche“, Roland Tichy, der gleich noch einige weitere Neuigkeiten erzählt, die den einen oder anderen überraschen dürften.

So muss laut Mindestlohngesetz jeder, der einen „Minijobber“ als Putzhilfe, Babysitter oder Unterstützer beim Rasenmähen anstellt, über jede Arbeitsstunde genau buchführen, Beginn und Ende müssen penibel protokolliert und abgezeichnet werden. Inklusive Pausen, die mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von sechs sowie 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von neun Stunden umfassen müssen. Babysitter und Co. müssen zudem stets ihre Ausweise dabeihaben.

Die neuen Regeln:
rechte Meinungsäußerung
ist illegale Gewalt
und linke Gewalt ist legale
Meinungsäußerung

Ach, und wie soll das überprüft werden? Geht doch gar nicht, oder? Und ob: Die mindestens 1700 zusätzlichen Zollbeamten dürfen ohne Ankündigung und ohne konkreten Verdacht Grundstücke, Geschäftsräume und Wohnungen betreten, berichtet Tichy. Dort muss man ihnen dann die von der Haushaltshilfe abgezeichneten Stundenpläne vorlegen. Wenn etwas nicht stimmen sollte, drohen Bußgelder von bis zu dreißigtausend Euro.

Betroffen seien sieben Millionen Haushalte, die solche Hilfskräfte beschäftigen. Die stehen jetzt alle unter Verdacht, so will es Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Peter Ramsauer von der CSU gibt sich „fassungslos“, so sei das im Bundestag gar nicht diskutiert worden. Ja, zu dumm, wenn man da Gesetze abnickt, ohne einmal hineingeguckt zu haben. Dann kommt eben so etwas heraus: Ein Bürokratiemonster, das sieben Millionen Haushalte unter Generalverdacht stellt.

Die Symbolkraft ist durchaus reizvoll. Zollbeamte waren mal dafür da, unsere Grenzen vor Schmugglern und illegalem Handel zu schützen. Aber die Außengrenzen sind offen, von dort fürchtet der deutsche Staat keine Gefahr mehr. Stattdessen ist der Feind jetzt der eigene Bürger, der eine Putzfrau beschäftigen könnte. Die eigenen Bürger sind alle verdächtig, derweil dem merkwürdigen Transporter an der Oderbrücke niemand mehr etwas unterstellen will. Das wäre Diskriminierung. Eine erstaunliche Umkehrung, die einiges aussagt.

Gut, wir wollen aber nicht mosern, Hauptsache, die Einhaltung der Gesetze wird durchgesetzt, egal, wie man die Regeln findet. „Gesetz ist Gesetz“ lautet schließlich die Grundlage jedes Rechtsstaats.

Nur in Scheindemokratien und Bananenrepubliken können die Mächtigen das Gesetz einfach aushebeln, um die Ihren vor dem Zugriff der Justiz zu schützen. Soweit kommt’s noch in unserer blitzblanken Bundesrepublik!

Soweit kommt’s noch? So weit ist es schon unzählige Male gekommen. Nicht etwa irgendwo in düsteren Hinterzimmern, sondern auf offener Straße, und zwar gerade eben erst wieder. Im deutschem Versammlungsgesetz heißt es in Paragraf 21: „Wer in der Absicht, nicht verbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

In Dresden haben Hunderte „Antifaschisten“ die Pegida-Demo blockiert, in Würzburg ebenso. In der Frankenstadt gesellten sich sogar der DGB-Regionssekretär Norbert Zirnsak und der katholische Studentenpfarrer Burkhard Hose unter die Kandidaten für Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Knast.

Müssen die jetzt ins Gefängnis? Aber niemals, aufs Podest kommen die! Mediendeutschland ist begeistert von ihnen und ihrer Tat. Die Würzburger „Mainpost“ geißelt die dortigen Pegida-Demonstranten als „Marschierer“, die mit Deutschlandfahnen und einem Transparent „bewaffnet“ gewesen seien, während sie die Demonstrations-Blockierer zu „Demonstranten“ umtauft. Wo das wohl mal endet? Vielleicht hier: Demnächst ist jemand, der nur seine Meinung sagt, ein „geistiger“ Gewalttäter, während der, der ihm wegen der Meinung auf die Fresse haut, mit dem Faustschlag eben nur seine „Meinung geäußert hat“, was ja sein gutes Recht ist: Meinungsfreiheit!

Gewaltaufrufe fallen bekanntlich nicht unter diese Freiheit. Wenn dazu noch Volksverhetzung kommt, wird mit aller Härte des Gesetzes zugeschlagen. Ohne Ausnahme. Nun, fast ohne Ausnahme. Wir erinnern uns mit Schaudern an die Anti-Israel-Demo in Essen vergangenen Sommer, als ein hysterischer Mob „Juden ins Gas!“ brüllte, was Mordaufruf und Volksverhetzung in einem sein dürfte.

Nun erfahren wir, dass 45 von 49 Strafverfahren gegen die schreienden Judenhasser eingestellt wurden. Irgendwie hätten die ausgeklügelten Ermittlungsmethoden nicht so gefruchtet wie erwartet, teilt man uns zur Begründung mit. Die Beweisführung sei ja sowas von kompliziert, herrjeh!

Das glauben wir doch gern. Außerdem müssen wir uns fremden Kulturen öffnen und Rück­sicht nehmen auf deren etwas andere Gepflogenheiten. Die Beschuldigten stammen schließlich aus Weltgegenden, in denen Judenhass eine weiterhin anerkannte Haltung ist.

Auch darf man nicht vergessen, dass deren Hass immer auch eine Folge der schrecklichen Diskriminierungserfahrungen ist, die wir Deutsche ihnen antun.

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Safter Cinar, übt scharfe Kritik an der deutschen Bildungspolitik. Die benachteilige Immigranten, weshalb sie viel seltener einen Schulabschluss hinbekämen als deutsche Kinder, so Cinar. Das sei „kein ethnisches, sondern ein soziales Problem“.

Mit anderen Worten: Dass Ausländerkinder im Durchschnitt schlechter abschneiden als deutscher Nachwuchs, hat nichts damit zu tun, dass in gewissen Kulturkreisen nicht so auf Bildung geachtet wird wie hierzulande, sondern liegt ausschließlich an unserer deutschen Ausländerfeindlichkeit.

Merkwürdig nur, dass Kinder aus vietnamesischen, kanadischen oder koreanischen Familien von diesem himmelschreienden deutschen Unrecht gar nichts mitbekommen. Es sind irgendwie immer dieselben Immigrantengruppen, die etwas zu meckern haben, während andere ganz still und dankbar ihren Weg machen im angeblich so rassistischen Germanien.

Ein erster Schritt zum Bildungserfolg ist das Deutschlernen, oder? Aber nein, damit beginnt doch schon die Diskriminierung! Laut Safter Cinar herrscht in der türkischen Gemeinschaft große Enttäuschung darüber, dass Deutschland von aus der Türkei nachziehenden Ehegatten immer noch ein Minimum an Deutschkenntnissen verlange. Dagegen habe man jetzt Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt. Da sollen die Deutschen mal sehen, was sie davon haben!

Fassen wir zusammen: Deutschland benachteiligt Türken, weil es sich erstens nicht hinreichend für deren Bildung, Integration und Berufschancen interessiert und weil es sich zweitens in unerträglicher Penetranz für deren Bildung, Integration und Berufs­chancen interessiert. Wir müssen wohl noch viele Kurse in „Willkommenskultur“ absolvieren, bis wir diese Logik aus dem Morgenlande begreifen werden.

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Hans Heckel paz 04.12.2014

Wochenrückblick…paz47-14


Wie konnte das passieren? / Wie man »Pegida« bloß begegnen könnte, warum die EKD nichts mehr erklären muss, und wie uns die ARD tolerant gemacht hat

paz

https://heimatlobbydotcom.files.wordpress.com/2014/11/wochenrc3bcckblicke280a6-paz47-14.mp3

Bürger, die massenhaft aber friedlich protestieren, sind ein Problem für die Mächtigen. Man kann sie nicht einfach zu Kriminellen erklären und auseinander treiben lassen. Der Film „Nikolaikirche“ nach dem Roman von Erich Loest beschreibt die dramatischen Tage der 89er-Revolution in Leipzig. In der Schluss-Szene blickt ein Handlanger des SED-Staates entgeistert aus dem Fenster auf das Meer friedlicher Demonstranten und seufzt: „Auf alles waren wir vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete!“

Wie konnte das passieren? Dabei hatte man doch alles in der Hand: den Staatsapparat, die Parteien, die Medien, die Massenorganisationen! Doch als die Massenorganisationen für die Mächtigen mobil machen sollten, stellte sich entsetzlicherweise heraus, dass die „Massen“ von „ihren“ Organisationen herzlich wenig hielten, von ein paar Fanatikern abgesehen.

Zwischen »scheinbar
rechtschaffenen
Bürgern« und
»scheinbar asozialen
Schlägern«

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich, lautet der abgedroschene Spruch. Mit wachsender Besorgnis gucken die Mächtigen heute wieder aufs Sachsenland, diesmal richten sich ihre irritierten Blicke auf Dresden. Von Woche zu Woche schwellen da die neuen Montagsdemos der „Pegida“ (wir berichteten schon einmal) an, zuletzt zogen 3500 Menschen „gegen die Islamisierung des Abendlandes“ und, bedenklicher noch, „aus Liebe zu unserem Vaterland“ durch die Stadt.

Wie konnte das passieren? Man hat doch alles in der Hand: den Staatsapparat, die Parteien, die Medien, die „zivilgesellschaftlichen Organisationen“!

Und alle tun ihre Pflicht: Während über jede Schrumpfdemo von kaum mehr als ein paar hundert Leutchen bundesweit berichtet wird, sofern sie ins gewünschte Bild passt, haben über „Pegida“ fast alle überregionalen Medien eisern die Klappe gehalten. Ja, wenn’s drauf ankommt, kann unsere „vielfältige Medienlandschaft“ genauso akkurat im Gleichschritt marschieren wie eine schneidige Betriebskampfgruppe.

Die Regionalblätter leisteten tapfer Frontdienst gegen „Pegida“. Es handele sich um „scheinbar rechtschaffene Bürger“, die offenbar an heftigen Halluzinationen leiden, weil sie „gegen den vorgeblichen Mainstream von Politik und Medien“ demonstrierten, „die ihre Sorgen ignorierten und sie allzu schnell in die rechte Ecke stellten“, beschwert sich der Redakteur einer Regionalzeitung. Ja, was diese Leute nur haben? Auf die Anliegen der „Pegida“ geht der Kollege mit keiner Zeile ein und schiebt sie stattdessen in Richtung NPD.

Zur großen Gegendemo von Kirchen, Parteien, Flüchtlingsrat, jüdischer und islamischer Gemeinde, Gewerkschaften und was nicht alles erschienen gerade einmal 200 Menschen. Waren das die Angestellten der genannten Einrichtungen? Oder waren auch Freiwillige dabei? Wie war das mit den „Massenorganisationen“?

Nicht vergessen wollen wir die rund 300 „erlebnisorientierten“ Krawallos von der „Antifa“, deren Sprecher sich großartig im MDR verbreiten durfte und die sich dann noch ein Scharmützel mit der Polizei lieferten, nachdem sie hinterm „Nie wieder Deutschland!“-Transparent durch Dresden vagabundiert waren. Chaoten und Extremisten also? Hüten Sie sich vor solch unsensiblen Vorurteilen, wenn Sie sich nicht als „rechts“ entlarven wollen! Denn wenn die „Pegidas“ nur „scheinbar rechtschaffene Bürger“ sind, dann waren das bei der „Antifa“ natürlich nur „scheinbar asoziale Schläger“.

Übrigens hat die Allparteien-Erklärung gegen „Pegida“ auch der Fraktionschef der AfD im Dresdener Stadtrat unterzeichnet. Der gute Mann wird seinen Anhängern wohl dies oder das erklären müssen. Wir sind gespannt.

Die evangelische Kirche hat es da besser, die muss ihren Mitgliedern schon lange gar nichts mehr erklären, nicht mal das hier: Wie berichtet, hat die Polizei eine Islamistenzelle ausgehoben, die im dringenden Verdacht steht, Kirchen ausgeraubt zu haben, um mit dem Erlös die Reisen von Dschihadisten in den „Heiligen Krieg“ zu finanzieren.

Die EKD hat auf diese erschreckende Nachricht sofort reagiert. Am Tag nach der Meldung schon forderte die Synode der EKD von der Bundesregierung, die Ausgaben für den „Kampf gegen Rechtsextremismus“ auf 70 Millionen Euro jährlich zu verdoppeln – ausdrücklich auch, um besser gegen „islamfeindliche Hetze“ vorgehen zu können. Die Synode tagte übrigens in Dresden.

Wie gesagt, die EKD muss niemandem mehr etwas erklären. Sie ist längst zu einer Filiale der Grünen mutiert, mit einigen kräftigen roten Sprengseln, aber die gehören bei den Grünen ja ohnehin dazu.

Im Mittelpunkt steht bei den Grünen aber immer noch grün und damit die Erkenntnis, dass wir unseren Planeten nur retten, wenn wir unser unverantwortliches Konsum- und Reiseverhalten ändern.

So kann ein Umfrageergebnis der „Forschungsgruppe Wahlen“ kaum überraschen. Die Forscher wollten wissen, ob man es gut finde, „dass es sich heute viele Menschen leisten können, zu fliegen“. Während das 77 Prozent der Anhänger von Union und SPD mit Ja beantworteten, wollte das bei den Grün-Wählern nur eine Minderheit von 48 Prozent gutheißen.

Kein Wunder, gelten Flugreisen als die am stärksten umweltbelastende Art der Fortbewegung überhaupt. Wie zu erwarten war, hegen die Anhänger der Öko-Partei daher die größten Vorbehalte gegen ab­gasträchtiges Rasen durch die Luft.

Die Wunder offenbarten sich in den beiden Folgefragen: Da wollte die Forschungsgruppe nämlich auch noch wissen, wer denn in den letzten zwölf Monaten geflogen sei. Waren das bei der Union 36 und der SPD nur 32 Prozent der Anhänger, hatten stolze 49 Prozent der Grün-Wähler in den vergangenen zwölf Monaten ein Flugzeug benutzt.

Und wer ist überhaupt noch nie geflogen? Auch das wollten die Forscher wissen. Bei den Unionsfreunden waren das 16 und bei der SPD 13 Prozent. Doch bei den Grünen? Null. Kein einziger.

Der Befund lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder tummeln sich bei den Grünen mehr Heuchler, als selbst wir es uns bislang vorstellen konnten. Oder man hegt in jenen Kreisen ein äußerst ausgeprägtes Klassenbewusstsein, weshalb man unsäglich darunter leidet, auf Flugreisen immerfort mit ganz gewöhnlichem Steuerzahlervolk konfrontiert zu werden. Vermutlich handelt es sich um eine Mischung aus beidem.

So ein bisschen erinnern die Umfragewerte an jene toleranten Weltbürger in den Großstädten, die ihre Kinder von den staatlichen Schulen auf private Institute holen und standhaft bestreiten, dass das irgendwie damit zusammenhinge, dass der Anteil von Ausländerkindern an der Staatsschule die 60-Prozent-Marke überschritten hat. Nicht das Geringste! Man ist schließlich tolerant. Und das kann man doch schließlich auch aus der Ferne sein, so wie man von oben aus dem Flugzeug auch viel besser erkennen kann, wie da unten die Natur immer mehr zerstört wird.

Die ARD hat die ganze letzte Woche unserer Erziehung zur Toleranz gewidmet. Erster Höhepunkt war am Montag ein Film, der, so der ARD-Text, „mit einem hohen Maß an Realismus“ auf die Diskriminierung von Zigeunern aufmerksam machen wollte. Daher traten herzensgute, grundehrliche Roma auf, die von finsteren Rassisten überfallen werden, was eine zunächst verstockte alte Deutsche dazu bewegt, ihre rassistischen Vorurteile gegen Zigeuner über Bord zu werfen. Mutig haben die Filmemacher sogar einen problematischen Roma ins Bild gesetzt. Der aber ist nur so problematisch, weil er, so die ARD, „als ,Zigeuner‘ ausgegrenzt“ werde und „keine Perspektive hat“.

Mit anderen Worten: Die Deutschen sind doof und rassistisch, weil sie eben doof und rassistisch sind. Ein Roma-Jugendlicher hingegen gerät nur auf Abwege, weil ihn die „Mehrheitsgesellschaft“ so mies behandelt.

Merkwürdig, dass den Streifen fast niemand sehen mochte. Wie die Einschaltquoten verraten, glotzten die, die unbedingt fernsehen wollten, lieber den letzten Blödsinn, als diesen Meilenstein des Realismus zu genießen.
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Hans Heckel Preußische Allgemeine Zeitung Ausgabe 47/14 vom 22.11.2014

Wochenrückblick…45-14


Man wird nervös / Wie die Kölner Demo eingeschlagen ist, was »Qualitätsmedien« derzeit alles erleiden, und warum »Flüchtlinge« Recht auf Komfort haben

paz

Merken Sie’s auch? Eine merkwürdige Nervosität breitet sich aus im Land. Die Engelsgeduld, mit welcher die braven Deutschen bislang alles haben passieren lassen, ob sie es mochten oder nicht, zeigt Risse.

Auf dem Thron der Tonangeber, die den Deutschen bislang unangefochten eintrichtern konnten, was sie zu glauben und zu denken hatten, ist es unangenehm zugig geworden. Die helle Aufregung über die Kölner Hooligan-Demo gegen Salafisten ist ja kaum mit der Zahl von 5000 Teilnehmern oder den verletzten Polizisten zu erklären. Du liebe Zeit! Da hatten wir schon ganz andere Kaliber von Straßenschlachten, ohne dass ein Hahn danach krähte.

Nein, bei den sogenannten „Eliten“ aus Politik, staatlich subventioniertem Kulturbetrieb und „Qualitätsmedien“ keimt der trübe Verdacht, dass hinter „Köln“ mehr hervor lugen könnte als der Ausraster von „Fußballfans und Neonazis“, die sich da mal eben Luft gemacht haben. Nämlich eine allgemeine, ansteigende Unzufriedenheit.

Politiker sind den Dauerzorn ja schon gewöhnt. Jetzt kommen aber auch die Medien dran. Die steckten alle unter einer Decke, schrieben und redeten daher auch alle mehr oder weniger das Gleiche, so verbreiten es „Wutbürger“ und „Verschwörungstheoretiker“ im Internet. „Qualitätsjournalisten“ entgegnen, das sei alles Humbug. Gefährlicher Humbug, weil er das Vertrauen untergrabe.

Asylbewerber: Die Unterbringung
in einer Turnhalle
lehnten sie »sichtlich
schockiert« ab:
viel zu karg!

Das wollen wir ihnen natürlich glauben, allerdings sollten sie uns dabei auch behilflich sein, was sie leider nicht immer sind. Als die „Tagesschau“ unter Feuer kam wegen ihrer einseitigen, verzerrenden Sicht auf die Ukraine-Krise, hat sich deren Chefredakteur Kai Gniffke peinlich verhas­pelt.

Wir erinnern uns: Die Sendung hatte behauptet, in der Ostukraine würden „OSZE-Beobachter“ von „prorussischen Separatisten“ festgehalten, was ein Skandal gewesen wäre. Allerdings handelte es sich bei den Leuten gar nicht um OSZE-Beobachter, sondern um eine undurchsichtige Gruppe westlicher Militärs, denen die Ostukrainer wohl mit einer gewissen Berechtigung skeptisch gegenüberstanden. Bis auf die PAZ und einige wenige andere Medien wollte den Deutschen diese Faktum aber kaum jemand verraten, auch die „Tagesschau“ nicht. Die Behauptung, Putins Spießgesellen hielten unschuldige Vertreter der „europäischen Staatengemeinschaft“ fest, passte einfach besser ins gewünschte Gesamtbild.

Gniffke rechtfertigte die „Tagesschau“-Enten später damit, dass „OSZE-Beobachter“ doch im Einklang mit der Wortwahl „von Nachrichtenagenturen und Qualitätszeitungen“ gestanden habe. Die „FAZ“ nannte das jetzt „eine der traurigst möglichen Rechtfertigungen“. Gniffke hat zugegeben, dass man einfach woanders abgeschrieben hatte.

Ärger in Sachen Glaubwürdigkeit hat indes auch die „FAZ“ nicht wenig, seitdem das Buch „Gekaufte Journalisten“ des ehemaligen langjährigen „FAZ“-Redakteurs Udo Ulfkotte am Markt ist: Korrupte Kollegen, verfilzt mit mächtigen Zirkeln, die vor allem aus den USA gesteuert würden, so sein deftiger Vorwurf, nicht allein, aber ganz besonders gegen die „FAZ“.

Günther Nonnenmacher, Mitherausgeber der Zeitung, hat dafür nun eine elegante Gegenoffensive ersonnen. Schon während seiner Zeit bei der „Frankfurter“ sei Ulfkotte immer merkwürdiger geworden, so Nonnenmacher laut „Mediummagazin“: „Wir haben Ulfkottes seltsame Entwicklung auf seine existenzielle Erkrankung zurückgeführt – und deshalb auch Rücksicht genommen. Menschliche Rücksichtnahme war immer ein Prinzip dieses Hauses.“ Ein Hammer, nicht wahr? Da erklärt er den Kritiker öffentlich regelrecht zum Geistesgestörten und versichert ihn zugleich seiner „menschlichen Rücksichtnahme“. Die Bandagen werden härter, offenbar fühlen sich gewisse Kreise in die Enge getrieben und schlagen um sich.

Auch andernorts wird nicht mehr gefackelt. Nach der Köln-Demo scheinen Politik und „Qualitätsmedien“ nur noch darüber nachzusinnen, wie man das Demonstrationsrecht dergestalt zusammenstaucht, dass unliebsame Demos unmöglich werden, ohne mit den neuen Regelungen auch linke Aufmärsche zu behindern. Gar nicht so einfach. Dabei drängt die Zeit. Mit jedem Tag wächst die ungezügelte Zuwanderung, und mit ihr die Zahl der unlustigen Deutschen. Die beeindruckende Welle an „Willkommenskultur“-Aktionen und „Gegen Rechts“-Attacken verliert an Wirkung, wozu auch solche Meldungen beitragen dürften: Im Ruhrgebiet haben 17 „Flüchtlinge“ ihre Unterbringung in einer Turnhalle abgelehnt wegen des mangelnden Komforts. Die Menschen aus dem Irak, Pakistan, Somalia, Syrien und Sri Lanka seien „sichtlich schockiert“ gewesen angesichts der „kargen Ausstattung“. Aha.

Was wohl ein Deutscher dabei denkt, der nach seiner Flucht 1945 in weit kärgeren Unterkünften leben musste, oft über Jahre. Oder ein Polizist, für den derlei Unterbringung bei Castor-Transporten fern der Heimat ebenso normal ist wie für einen Soldaten im Katastropheneinsatz?

Macht nichts, der Reiseveranstalter, Verzeihung, die zuständige Stadtverwaltung hat versprochen, die Unterkünfte nach den Wünschen ihrer Gäste weitaus wohnlicher zu gestalten. In der Zwischenzeit ziehen die „Flüchtlinge“ erst einmal zu Freunden und Verwandten, wie gemeldet wird.

Wie bitte? Was wird gemeldet? Die haben also Freunde und Verwandte in der Gegend, bei denen sie auch wohnen könnten, verlangen aber ultimativ, auf Kosten der deutschen Steuerzahler behaglich untergebracht zu werden? Ja, Sie haben richtig gelesen. Erzählen Sie’s aber nicht weiter, sonst könnte (nein: müsste!) man Sie beschuldigen, „Stimmung gegen Flüchtlinge“ gemacht zu haben, Sie verkappter Nazi-Hooligan!

Damit würden Sie ja auch unserem Land schaden. Schließlich haben wir alle etwas von der Bereicherung durch die neuen Nachbarn. Bei (de facto) nur noch fünf Millionen Arbeitslosen benötigen wir jeden einzelnen von denen.

Das finden Sie unlogisch? Diejenigen von den Neulingen, die nicht in die Sozialsysteme einwanderten, würden die Dauerkrise auf dem Arbeitsmarkt doch nur noch mehr verschärfen, beim Löhnedrücken helfen und die Arbeitslosigkeit hochtreiben?

Mag ja sein, aber darum geht es doch gar nicht. In manchen „Flüchtlings“-Unterkünften kommt ein Sozialarbeiter auf fünf „Flüchtlinge“, dazu Wachpersonal, Psychologen, Reinigungskräfte und so weiter. Eine ganze Industrie hat sich um das Geschäftsmodell „Flüchtlingsbetreuung“ gebildet. Eine sagenhafte Erfolgsgeschichte. Wie viele Arbeitsplätze da wohl entstanden sind? In einer Industrie, die, nebenbei bemerkt, von Leuten wie Ihnen und mir bezahlt werden muss. Aber darüber reden Sie bitte auch nicht zu laut, schließlich geht es hier um „unsere Pflicht zur Solidarität“.

Mit den „Qualitätsmedien“ ist dieser florierende Industriezweig bestens vernetzt. Da lesen und hören Sie deshalb auch immer das Gleiche, wenn es unter „Flüchtlingen“ mal wieder zu einer Messerstecherei gekommen ist oder sich die Umgebung eines Asylantenheims unversehens in einen Brennpunkt der Kriminalität verwandelt, wo man vorher tagsüber nicht einmal die Haustür abschloss.

Nämlich, was lesen Sie dann? Genau: Experten erkennen in der unerwarteten Zuspitzung einen Beleg dafür, dass es einen „erschreckenden Mangel an Betreuungsangeboten“ gegeben habe. Die betroffene Kommune fordert Land und Bund auf, die dringend benötigten Mittel für die dringend benötigten, zusätzlichen „Betreuungsangebote“ endlich bereitzustellen.

Klingelt’s? Ja, bei uns im Kopf und bei denen in der Kasse. Man würde gern wissen, was der ganze Kram zusammen kostet. Aber diese spannende Zahl werden wir in dem Land, in dem sonst wirklich alles gezählt wird, wohl nie erfahren.

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Preußische Allgemeine Zeitung Ausgabe 45/14 vom 08.11.2014

Wochenrückblick…paz 44-14



Dämonen und andere Bürger / Wie man die AfD endlich entlarvt hat, wie gefährdet unsere Salafisten sind, und warum jede falsche Bewegung streng geahndet wird

paz

 

Nun haben wir sie endlich beim Wickel! Bislang war es ja unendlich schwierig, die AfD ideologisch festzunageln. Liberal? Konservativ? Rechts? Ja, was bloß? Jakob Augstein, Herausgeber der Wochenzeitung „Freitag“ und Millionenerbe des „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein, hat uns aus der Ungewissheit erlöst.

Die „Alternative“ sei nichts weniger Gruseliges als die Wiederauferstehung von Alfred Hugenbergs Deutschnationalen! Woran man das erkennt? Ganz einfach: Hugenberg habe gegen den „Schmach-Frieden“ von Versailles gepoltert. Das neue Versailles der AfD sei der Euro. Während Hugenberg die angebliche „Versklavung des deutschen Volkes“ angeprangert habe, laufe die AfD dagegen an, dass Deutschland der „Zahlmeister Europas“ werde. Lächerlich! Wie kann man Deutschland als seit ewigen Zeiten mit Abstand größten EU-Nettozahler und Hauptgaranten sämtlicher „Rettungsschirme“ bloß zum „Zahlmeister“ hochjubeln? Nichts als Neo-Hugenbergsche Hetze.

Deshalb weist Augstein sogar die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi zurecht, die gesagt hat, dass sie die AfD „nicht dämonisieren“ wolle, nachdem sie die Partei als „braune Suppe“ dämonisiert hatte. Nein, so Augstein, man solle die „Alternative“ dämonisieren, weil sie höchstpersönlich der „alte Dämon der Deutsch­nationalen“ sei. Huuu! Ganz schön unheimlich, was?

Es wird noch viel gespenstischer, warten Sie’s ab. Also zunächst mal werden sich die Lucke-Leute natürlich mit Händen und Füßen dagegen wehren, als Erben der Deutschnationalen eingesetzt zu werden. Ihre Parteifarbe Blau entspricht jener von Gustav Stresemanns rechtsliberaler Volkspartei (DVP), die sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Resten der linksliberalen Deutschdemokraten (DDP, ab 1930 dann „Staatspartei“ genannt) zusammentat, deren Farbe Gelb war. Auf diese Weise entstand das Blau-Gelb der FDP. So gesehen ist die AfD parteihistorisch eine Art Wiederausgliederung.

Das hilft denen aber keinen Deut, denn die DVP war genauso biestig gegen Versailles wie die Deutschnationalen. Dääämooonen! Das Dumme ist nur, dass zwischen 1919 und 1933 auch Sozialdemokraten, Christdemokraten (katholisches Zentrum) und sogar die Kommunisten Gift und Galle in Richtung des Versailler Vertrags schleuderten, den sie nicht als „Vertrag“ sahen, sondern als erpresserisches Diktat.

Im Görlitzer Park
sollen Opfer von
Räubern bei ihrer
Beraubung bitte
kooperieren

Wer die Parolen von damals vergleicht, bekommt den Eindruck, dass sich keine politische Gruppierung der Weimarer Republik von einer anderen überbieten lassen wollte in ihrem öffentlichen Abscheu vor dem „Diktat“.

Da hat der gute Augstein nun aber zu tun: SPD, Union, sogar Linkspartei – alles „alte Dämonen“. Nur die Grünen nicht, weil’s für die keinen Vorgänger vor 1933 gab? Macht nichts: Naturschutz rückte eben etwas später in den Fokus der großen deutschen Politik, nach der Weimarer Zeit, nämlich so ab Mitte der 30er Jahre. Wer da an der Macht war, wissen wir, so dass Jakob Augstein auch den Grünen einen richtig schicken Dämonen an die Backe basteln kann. Einen wirklich ganz besonderen.

Was für eine düstere Welt, und sie wird täglich finsterer. Das Thema Salafisten in Deutschland löst selbst bei den Sicherheitsbehörden zunehmend Sorge aus. Sorge vor den Salafisten? Nein, Sorge um die Salafisten selbstverständlich. Der NRW-Verfassungsschutz schlägt Alarm: Bei Kurden, Jesiden und Schiiten gebe es „eine wachsende Bereitschaft“, gegen Salafisten womöglich mit Gewalt vorzugehen.

Ist das nicht fürchterlich? Da hilft nur die Zivilcourage der deutschen Mehrheitsbevölkerung, die sich vor ihre bedrängten salafistischen Mitbürger stellen muss. Lichterkette an!

Allerdings müssen wir schon jetzt so viel Zivilcourage aufbringen gegen Rechts, gegen Abtreibungsgegner oder gegen Familienväter und -mütter, die sich vor dem geplanten Asylantenheim nebenan zu fürchten vorgeben, dass wir kaum noch welche übrig haben.

Da haben die Behörden einen wertvollen Tipp. Sie raten uns, unsere Zivilcourage gegen Straftäter, gegen Diebe, Schläger und gewalttätige Jugendbanden einfach ganz einzusparen, schon haben wir wieder genug davon übrig. In Berlins Görlitzer Park beispielsweise, einem „Highlight“ des bunten, weltoffenen Kreuzberg, haben sich ausländische Diebes- und Räuberbanden zusammengerottet, um Touristen und Berliner zu überfallen und zu berauben. Leider muss es Fälle gegeben haben, wo sich die Opfer widerspenstig gewehrt haben, weshalb die Berliner Polizei jetzt Postkarten und Plakate an Anwohner sowie umliegende Herbergen und Restaurants verteilt.

Darin werden wir gebeten, einen Bogen um die Räuberbanden zu machen. Wenn wir dennoch von ihnen bedrängt würden, sollten wir auf keinen Fall Gegenwehr leisten, sondern die verlangten Wertgegenstände herausgeben. Mit anderen Worten: Die Staatsmacht, die ihre Bürger eigentlich schützen soll und dafür bezahlt wird, fordert uns auf, bei unserer eigenen Ausraubung mitten in der deutschen Hauptstadt auch noch zu kooperieren. Wie bitte? Und wieso? „Die Polizei hat doch selber Angst vor den Kriminellen“, sagte die Angestellte eines Hähnchengrills neben dem Park zum „Tagesspiegel“. Ach so.

Heißt das jetzt, dass die Staatsmacht aufgehört hat, ihrer Schutzpflicht nachzukommen? Keineswegs, sie schützt nur eben andere, und das nicht erst seit gestern. Vor fünf bis sechs Jahren steckten zwei spektakuläre Urteile den neuen Kurs ab. In München wurde ein 57-jähriger Radfahrer von einem 16-Jährigen verfolgt. Grund: Der junge Mann hatte eine Frau bedrängt und der ältere ihn daher gebeten: „Lass’ sie doch in Ruhe“, worauf der Jüngere „austickte“. Der Radfahrer war schon einmal dermaßen heftig von Jugendlichen zusammengeschlagen worden, dass er bleibende Schäden davontrug. Als der junge Angreifer ihn rennend eingeholt hatte, stach der Verfolgte dem 16-Jährigen mit einem Taschenmesser in die Achselhöhle.

Notwehr? Pah! Der zuständige Richter verurteilte den 57-Jährigen zu viereinhalb Jahren Haft. Wenig später hat sich ein 30-jähriger Deutscher mit einem Messer gegen den Angriff von fünf Albanern zu Wehr gesetzt. Urteil desselben Richters: drei Jahre und neun Monate für den 30-Jährigen.

Sie sehen: Der Rechtsstaat hat seine Zähne nicht weggelegt, er beißt nur eben andere. Feindbild: Deutscher, fleißiger Steuerzahler, ohne Vorstrafen. Wenn diese Beschreibung auf Sie passt, sollten Sie sich vorsehen. Man hat Sie auf dem Kieker, eine falsche Bewegung und … Was eine falsche Bewegung ist, entscheiden wahlweise Räuberbanden in Berliner Parks, 16-jährige Schlägertypen oder albanische Jugendgangs.

Da aber auch ein fleißiger Rechtsstaat nicht überall gleichzeitig sein kann, stehen ihm engagierte Bürger zur Seite, die von der Antifa etwa.

Im Norden Bremens geben rassistische Anwohner vor, Angst zu haben vor zwölf Asyl-Jugendlichen, die dort in einem leer stehenden Gasthaus untergebracht werden sollen. Dabei haben sich die jungen Nordafrikaner außer Raub, Erpressung, Schlägereien und Messerstechereien eigentlich nie etwas zu Schulden kommen lassen. Trotzdem sammeln die Bremer Bürger Unterschriften gegen das Heim.

Nun bekommen die protestierenden Anwohner Anrufe von Antifaschisten. Der Inhaberin eines Ladens für Bürobedarf, die Unterschriften gegen das Heim sammelt, wurde mitgeteilt: „Hier ist die Antifa. Wenn die Listen weiter ausliegen, werden wir Ihren Laden blockieren.“ Einem anderen Bürger wird angekündigt, er müsse mit „Aktionen“ rechnen.

Die Ladenbesitzerin hat Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Na, da wird sie sich wohl auf etwas gefasst machen müssen. Es wird schließlich Zeit, dass sich auch die Staatsmacht mit diesen Anwohnern mal näher befasst.

Hans Heckel paz 44-14