Furor: Zerfall der Imperien?


Servus Freunde, Kritiker und sonstige Mitdenker, 
ob Katalonien, Lombardei, Schottland, Flandern, Baskenland, Südtirol, Bayern, Sachsen(?) – hören die Völker  endlich den Ruf nach Befreiung!
Ist das Ende der Herrschaft des kriminellen Machtsyndikats in Europa in Sicht, welches sich mit der EU ein vermeintliches Superreich als Blaupause für die Weltherrschaft geschaffen hatte, in dessen Teilregionen hauptsächlich Politparasiten und gewissenlose Lakaien installiert/gekauft wurden? 
Der Ruf zur Befreiung von Bevormundung und Ausplünderung wird täglich lauter. Haben die diversen Ethnien Europas endlich begriffen, daß es um ihr Überleben und das ihrer Zukunftsfähigkeit geht, bei der inszenierten Massenflutung? 
Mache sich aber bloß niemand Illusionen – geschenkt bekommen wir die Freiheit nicht. Italien hat 200.000 Mann Militär in den aufmüpfigen Norden geschickt, wie die Guardia Civil mit friedlichen Bürgern in Barcelona umgesprungen ist, die lediglich ihr Wahlrecht ausüben wollten, konnten wir in TV-Bildern miterleben. Der Geist der Befreiung scheint aus der Flasche entwichen zu sein. Helfen wir bei der Verwirklichung unseres Überlebens.
https://astrologieklassisch.files.wordpress.com/2014/09/bayern.pnghttps://astrologieklassisch.wordpress.com/2014/09/17/umfrage-des-bayerischen-rundfunks-mehr-als-86-wollen-austritt-bayerns-aus-der-brd/
Die Verbrecher an den Schalthebeln der Macht lassen von ihren Plänen nicht ab, eine Welt von Sklavenvölkern beherrschen zu wollen. Kein Schurkenstück, kein Massenmord kann ihnen zu pervers sein, die Schlafbürger mit ihren Lügen und „Falschen Flagge“ Täuschungsaktionen weiter zu benebeln und dem Untergang entgegenzuführen.
Geschah der Massenmord in Las Vegas unter falscher Flagge?
Paul Craig Roberts, ehemaliger Staatssekretär der Regierung Reagan, zweifelt an der offiziellen Version des Massenmordes in Vegas. Er schreibt unter anderem daß er Kontakt zu Scharfschützen der Marines hat und daß die schwören es sei unmöglich für einen Einzelnen in der Schußposition des offiziellen Massenmörders in so kurzer Zeit so viele Menschen zu erschießen und zu verwunden.
Las Vegas Shooting von Paul Craig Roberts:
Denke immer an die Schlüsselfrage: “Wer profitiert davon?” Damit kommst Du der Wahrheit am nächsten. 
Ich habe mit einer Vielzahl von sehr viel erfahreneren Leuten und Experten gesprochen, inklusive Scharfschützen der Marines. Sie glauben kein einziges Wort der offiziellen Stellungnahmen. Werden die Experten wieder einmal als “conspiracy theorists” abgetan werden, wie die weltweit mehr als 3.000 Architekten und Ingenieure, die der offiziellen Darstellung von 9/11 widersprechen?  Wenn der Massenmord von anderen begangen wurde als vom offiziell genannten Täter — dann drängt sich der Verdacht auf wo die wahren Täter zu finden sind und was ist das wahre Motiv der Tat? Cui bono (wer profitiert davon)? Auf wessen Mühlen leitet es Wasser?
Christopher Green von AMTV ist bereits einen Schritt weiter: Die Zeit des Redens über Gun-Control ist vorbei! M.a.W. den Amis werden die Waffen sehr bald einfach so weggenommen. Außerdem hat Donald Trump eine Botschaft getwittert, die so zu interpretieren sei: Der große Krieg, der mit Nord-Korea angezettelt wird, steht unmittelbar vor der Tür! Am 9. Oktober soll gemäß eines Whistleblowers der CIA Pjöngjang zu unüberlegten Handlungen provoziert werden, womit dann nach altbekannter Manier wieder zurückgeschossen werden kann.
Im Falle der USA ist die (unvollständige) Liste schon jetzt beeindruckend: Siehe die Explosion der USS Maine im Hafen von Havanna (1898),
  • siehe die Versenkung der RMS Lusitania (1915), 

    siehe den Angriff auf Pearl Harbor (1941), 

    siehe den inzwischen offiziell zugegebenen selbstfabrizierten Zwischenfall von Tonkin (1964)

    siehe die Brutkastenlüge (1990), 

    siehe die propagierten Massenvernichtungswaffen des Iraks (2003), 

    siehe die Dämonisierungen von Gaddafi und Assad (2011). 

Stets das gleiche Muster: Erst etwas Ungeheuerliches, dann die emotionale Berichterstattung, dann das Schießen ohne vorher gefragt zu haben, dann die Erkenntnis: Das Ungeheuerliche war reine Propaganda.

Also Leute, stellt Euch darauf ein: Sehr bald wird der Merkel-Putsch gegen Volk, Recht und Republik mit seinen Propaganda-Medien wieder zum Schulterschluß mit den Kriegsverbrechern aufrufen, den „Krieg im fernen Osten“ für unvermeidlich erklären, der jedoch nur einem Ziel dient, die Weltbevölkerung zielstrebig zu versklaven.

Globalisierung heißt nichts anderes, als die Unterwerfung/Versklavung der Welt unter die Herrschaft von Menschen verachtenden, selbsternannten „Eliten“, die sich für „Gottes auserwähltes Volk“ halten.
Die Zeit scheint endlich gekommen, die Dunkelheit mit Licht zu durchdringen und gegen unsere Vernichtung mit Wahrheit anzukämpfen. 

Schottland – Petition verlangt Wahlwiederholung


Innerhalb kürzester Zeit hat eine Petition über 86’000 Unterzeichner gefunden, die eine Wiederholung des Referendums über die Unabhängigkeit Schottland verlangen, wegen des Verdachts der Wahlfälschung. Im Text der Petition die von Kristie Keatings am Freitag gestartet wurde steht: „Wir die Unterzeichner verlangen eine Wahlwiederholung des schottischen Referendum, ausgezählt durch unabhängige internationale Parteien.“ Dann steht weiter als Begründung: „Zahllose Beweise für Betrug während des schottischen Referendum Wahlfaelschungsind ans Licht gekommen, einschliesslich zwei Fälle von Abstimmzettel die als Ganzes in einen Nein-Stapel bewegt wurden, Ja-Stimmen die eindeutig im Nein-Stapel gesehen wurden, und verdächtige Ereignisse mit zwei Feueralarm, und eindeutiger Betrug in Glasgow.“ –

Die Beschuldigungen beziehen sich auf Videos die auf Youtube am Freitag geposted wurden, welche Aufnahmen von Sky News in Wahllokalen in Dundee und Edinburgh zeigen. Aufmerksame Beobachter erkannten einen Stapel an Ja-Stimmen auf einem Tisch der für Nein-Stimmen vorgesehen war. Siehe meinen Artikel in dem ich über diesen Vorfall berichtet habe. –

in der Zwischenzeit sind Offizielle des Referendums in Glasgow 10 Fälle von mutmasslicher Wahlfälschung am untersuchen. Die Polizei wurde von der Glasgow City Council gerufen, nach dem es Fälle von Identitätsdiebstahl gegeben hat, Leute die sich für jemand anders ausgegeben haben, ihre Stimme abgaben und dann die echte Person im Wahllokal auftauchte und ebenfalls wählen wollten. Der Name war aber bereits von der Wahlliste gestrichen. –

Dann die Resultate selber sind teilweise verdächtig. So wurden mehr Nein-Stimmen am Schluss angeblich gezählt als in den Umfragen vorhergesagt wurden. Zum Beispiel im County Clackmannanshire gab es laut Umfragen eine klare Mehrheit für eine Ja, aber das Resultat lief dann auf 54 Prozent Nein-Stimmen hinaus. Umfragen in ganz Schottland sagten ein sehr knappes Ergebnis voraus, 49% Ja und 51% Nein. Wie kam dann 45% zu 55% zustande? –

Neben möglicher Wahlfälschung wurden die schottischen Wähler massiv von London eingeschüchtert. Die Renten würden verschwinden, es gebe keinen Pfund mehr, man würde nicht mehr frei reisen können. Speziell die ältere Generation ist darauf reingefallen. So intensiv war diese Angstmacherei, es sind sicher einige Schotten die eigentlich Ja stimmen wollten ins Nein-Lager gefallen. Dabei ging es bei diesem Referendum um die Zukunft und nicht die Gegenwart. –

Das Thema – Unabhängigkeit Schottlands von Grossbritannien – ist noch lange nicht erledigt. –

—————————————————-

http://www.expresszeitung.ch/redaktion/geopolitik/europa/schottland-petition-verlangt-wahlwiederholung

Südtiroler Schützenbund bekräftigt Ziel: In Zukunft ohne Rom!


Die „Damen“ und Herren in Brüssel sehen es überhaupt nicht gerne, wenn in Europa Regionen nach Unabhängigkeit streben und sich von bestehenden Ländern loslösen wollen. Das ist bei den Bestrebungen in Katalonien (Spanien) genauso zu beobachten wie in Schottland (Großbritannien). Und dass die Südtiroler weg von Italien möchten, ist sowieso ein Tabu-Thema in der „EU“.Schuetzen_Foto

Allem zum Trotz hat nun der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes, Elmar Thaler, der gerade mit 152 von 163 möglichen Stimmen in seiner Funktion bestätigt wurde, die Trennung von Rom als Ziel seiner Arbeit formuliert. Er sagte, dass die Zukunft des südlichen Tirol nur losgelöst vom italienischen Nationalstaat und eingebettet in Europa funktionieren könne. Und dafür erntete er tosenden Applaus.

Kampf für volle Südtiroler Autonomie Los_von_Rom_03

Dass die Stimmung gegen Rom immer stärker wird, liegt am Umgang Italiens mit der Autonomie Südtirols. Eine wirkliche Autonomie ist nur möglich, wenn man finanziell nicht ausgehungert wird. Wenn aber die Mittel drastisch gekürzt werden, wie das in den vergangenen Jahren passiert ist, kann man seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen und verliert an Autonomie. Dabei ist auch festzustellen, dass Südtirol  einer der wenigen Flecken auf italienischem Hoheitsgebiet ist, der funktioniert und auch der wirtschaftlichen Krise Paroli bietet.

Südtirol soll für Italien Schulden machen

Mit einem Budget von 5,3 Milliarden Euro hat Südtirol bereits 500 Millionen zum Konsolidierungspaket in Italien beigetragen und soll noch einmal 500 Millionen leisten. Das ist ohne die Verschuldung des finanziell soliden Landes nicht möglich. Wen wundert es also, dass nicht nur der Landeskommandant des Schützenbundes für ein selbständiges Südtirol kämpft, sondern zuletzt sogar ein Landesrat der Südtiroler Volkspartei (SVP), Thomas Widmann, zuletzt eine „Vollautonomie“ Südtirols gefordert hat?

Chrissie

————————–

http://www.andreas-hofer-bund.de/pressemitteilung_tit_08032012.htm

Rassismus in Schottland: Eltern wehren sich gegen Moscheebesuch mit der Schulklasse


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Edinburgh_central_mosque_edit.jpg

Eine Schule  geriet in die Schlagzeile, weil fast ein Drittel der Eltern sich weigern, ihre Kinder in die Moschee zu lassen. In Großbritannien werden nämlich die Schulkinder genau so wie in Deutschland zu einem Besuch in die Moschee gezwungen.

.

Von insgesamt 90 Schüler sind 28 dem Moscheebesuch ferngeblieben.  Die Chefs der Moschee in Potterow können das nicht begreifen, denn „sie sind immer friedlich mit der Bevölkerung klar gekommen.

Foysol Choudhury, der Vorsitzende des Islamrates aus Edinburgh sagt: „Mein Herz ist gebrochen. Ich kann immer noch nicht verstehen, was all das [das Abschlachten des Soldaten Lee Rigby durch die Muslime] mit der Moschee zu tun hat.Es hat bei der Zentralmoschee nie irgendwelche Probleme gegeben, oder irgendwelche Protestkundgebungen vor der Moschee.

Foysol Choudhury, chairman of the Edinburgh and Lothians Regional Equality Council, said: “I have been left heartbroken by this. I still cannot figure out what any of this has to do with the mosque. There has never been any trouble at the Central Mosque or any demonstrations outside it.

„Diese Reaktion der Eltern spaltet unsere Gemeinde noch mehr und bringt die Leute zu falsche Ideen. Es ermutigt negative Ansichten zum Islam.

“All this reaction from parents does is further divide our community and puts the wrong things in people’s heads. It encourages negative views towards Islam.

Scotsman

Mit dem Anliegen der störischen Eltern beschäftigt sich niemand. Dagegen reißen sich die Politiker darum, die armen Muslimen zu verstehen und die Eltern ob so viel „Rassismus“ zu verurteilen.

Der Prämierminister Cameron dass man den „Sumpf des Extremismus“  austrocknen werde. (Liveleak.com) 

https://i0.wp.com/www.barenakedislam.com/wp-content/uploads/2013/06/img_41841.jpg

Hier, bei Liveleak kommen wenigstens auch die Eltern zu Wort, die ihre Kinder nicht in die Moschee lassen wollen.

Wenn man nicht will, dass sein Kind diese Dinge lernt, sollte man einem gestatten, „Nein“ zu sagen. Ich habe viele Freunde, die anderen Religionen angehören, aber sie versuchen nicht, mir ihre Religion ständig vor der Nase zu halten.“

“If you don’t want your kids learning that kind of stuff, then you should be allowed to say ‘no’. Many of my friends are a different religion to me, but they don’t try to ram it down my throat.”

oder:

„Der Zeitpunkt ist schlecht gewählt, mit all den Demonstranten und mit den Menschen, die auf der Straße getötet wurden. Wenn es ein wenig ruhiger wäre, hätte ich ihn mitgeschickt.“

“The timing was wrong with people protesting and guys getting killed in the street. If things were a bit calmer I’d have sent him along.

——————————————————

http://www.kybeline.com/2013/06/08/rassistische-schottische-wehren-sich-gegen-moscheebesuch-mit-der-schulklasse/#comment-312

//

//

Reden über Europa 5 – Deutschland und Frankreich – beide ohne Plan


.

Reden über Europa 4 – Die Loslösung denken

Reden über Europa 3: Europa zwischen Amerika und China

Serie: Reden über Europa 2: Euro-Krise – Der neue Anfang – Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Reden über Europa 1: Sezessionsbestrebungen in der EU – Die Kraft der Peripherie

.

.

5 - Adenauer-de Gaulle

Adenauer-de Gaulle-Denkmal, Berlin:Große Freundschaftder großen Alten?Eher ein Geschäftauf Gegenseitigkeitmit taktischenHintergedanken

.

Nach dem Empfinden vieler steckt
die europäische Staatengemeinschaft
in einer tiefen Legitimationskrise.
Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Wo steht unser Kontinent politisch,
wirtschaftlich, militärisch,
kulturell, demographisch? Wie
kann es weitergehen, in welchen
Strukturen, auf welche Horizonte
zu? Wo kann der Platz Europas in
der Welt von heute sein? Das Verhältnis
der europäischen Lokomotiven
Deutschland und Frankreich
zueinander.

.

AUDIO

Die Bilder vom jüngsten deutsch-französischen Gipfel sprachen Bände: Eine müde und genervte Kanzlerin stand neben einem gereizten Präsidenten. Im 51. Jahr nach dem Élysée-Vertrag war das ein ehrliches Abbild der deutsch-französischen Beziehungen. Der Vorteil scheint bei Paris zu liegen: Die D-Mark, die deutsche „Atombombe“ (so der ehemalige Präsidentenberater Jacques Attali), ist entschärft, den Deutschen ihr stärkstes Machtmittel aus der Hand genommen. Die Schuldenunion ist unausweichlich, die Bankenunion wohl ebenfalls, und in der EZB bilden die Lateineuropäer die Mehrheit.

Doch der Gewinner wirkt frustriert. Die Durchsetzung des Euro war ein Pyrrhussieg, der Deutsche wie Franzosen gleichermaßen unter die Fuchtel der internationalen Finanzindustrie gebracht und nebenbei Frankreichs Schwäche gnadenlos enthüllt hat. Die französische Diplomatie war (und ist) der deutschen zwar klar überlegen, doch ihr fehlt ein strategischer Kompaß.

Um das angerichtete Desaster zu verstehen, muß man zu den Ursprüngen der heutigen EU gehen, die in den Zwangsläufigkeiten des Ost-West-Konflikts liegen. 1945 hatten die Westmächte gemeinsam mit der Sowjetunion das Deutsche Reich zerschlagen und so den Damm gegen den russischen Expansionsdrang gesprengt. Stalins Marsch zum Atlantik konnte nur gemeinsam, unter Führung der USA und unter Einschluß der drei Westzonen, gestoppt werden. Den amerikanischen Wählern, die ihre Soldaten nach Hause holen wollten, war das Engagement nur zu vermitteln, wenn die (West-)Europäer ihre Differenzen beilegten und sich auf den Weg der wirtschaftlichen und politischen Integration begaben. Abgeschottete Nationalstaaten waren aus US-Sicht sowieso überholt. So wurden die USA zum „Geburtshelfer“ (Beate Neuss) der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), dem Vorläufer der EU. Funktional war diese eine Begleit- oder Unterorganisation der Nato.

Die Amerikaner hatten mehrere Ziele: Die Sowjetunion sollte abgewehrt und das erstarkende (West-)Deutschland eingehegt werden. Ein effizienter Wirtschaftsraum sollte entstehen, der sich aber nicht abschottete. Statt eines eigenständigen europäischen Machtblocks hatte Washington eine Assoziation im Sinn, die ihre Instruktionen von den USA erhielt. Wichtiger als die Vertiefung der EWG war deshalb ihre Offenheit für Erweiterungen. Der Zielkonflikt wirkt in der Diskussion um die Aufnahme der Türkei nach, auf die Washington dringt.

Der Aufbau supranationaler Strukturen löste Widerstände aus. Die geringsten in Deutschland, wo die europäische Integration sich mit der Hoffnung verband, außenpolitische Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Am schwersten tat man sich in Frankreich. Die Franzosen verlangten von den USA, ihnen den Besitz des Saarlandes zu garantieren, um wirtschaftlich mit Deutschland gleichzuziehen. Die USA lehnten das ab, um die Beziehungen zu Deutschland nicht zu belasten. Sie kamen den Franzosen jedoch entgegen, indem sie Kanzler Adenauer bedrängten, der Assoziierung der französischen Überseeterritorien an die EWG zuzustimmen. Bonn sträubte sich, weil es fürchtete, in fremde Kolonialkonflikte hinein- und als Finanzier herangezogen zu werden. Am Ende gab Adenauer nach, und so wurden 1957 insgesamt 27 französische Kolonien sowie zwei belgische, eine italienische und eine niederländische Kolonie in die Römischen Verträge mit einbezogen. In der Folgezeit flossen 88 Prozent der gemeinschaftlichen Fördermittel für die Dritte Welt in die Einflußsphäre Frankreichs – das nur ein Drittel des Budgets beisteuerte.

 

Ludwig Erhard warnte

früh davor, über der

Schwärmerei für

Europa das Leistungsgefälle

zwischen den

Volkswirtschaften aus

den Augen zu verlieren.

Mehrfach sprach

er sich gegen französische

Forderungen nach

Defizitausgleich und

Kreditgewährung aus.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich wurden enger, nachdem General de Gaulle 1958 Präsident geworden war. De Gaulle erstrebte ein „Europa der Vaterländer“ bis an den Ural unter französischer Führung, das gleichberechtigt neben die USA treten sollte. Dazu brauchte er das deutsche Potential.

Der Anstoß zur Annäherung ergab sich im November 1958, als die Sowjet­union die Westmächte ultimativ aufforderte, sich aus West-Berlin zurückzuziehen und seiner Umwandlung in eine entmilitarisierte „Freie Stadt“ zuzustimmen. Zwar wiesen die Westmächte das Ansinnen umgehend zurück, doch Adenauer zweifelte an ihrer Festigkeit und fürchtete, daß sie sich mit Moskau auf Kosten Deutschlands verständigen würden. De Gaulle erkannte die Chance, den Kanzler für sich zu gewinnen und nahm in der Berlin-Frage eine kompromißlose Haltung ein. Natürlich glaubte Adenauer zu keinem Zeitpunkt, daß die Franzosen die amerikanische Schutzfunktion ersetzen konnten, doch sein Schulterschluß mit dem Anti-Amerikaner de Gaulle setzte die USA unter Druck. Was propagandistisch zur „deutsch-französischen Freundschaft“ überhöht wird, war ursprünglich also ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, in dem beide Seiten ihre taktischen Hintergedanken hegten.

Doch egal, ob die deutsche Europapolitik atlantisch oder gaullistisch akzentuiert wurde – beide Alternativen bedeuteten ökonomische Lasten und Risiken für die Bundesrepublik. Offen thematisiert wurden sie von Wirtschaftsminister Ludwig Erhard, der sich mehrfach gegen französische Forderungen nach Defizitausgleich und Kreditgewährung aussprach. In einer Rede im März 1959 in Rom warnte er davor, über den „Europäismus“ die wirtschaftlichen Tatsachen aus den Augen zu verlieren. Ausdrücklich mit Blick auf Paris wies er auf das Leistungsgefälle zwischen den Volkswirtschaften hin.

Die „soziale Harmonie“ dürfe nicht an den Anfang gesetzt werden, sie könne höchstens das Ergebnis eines längeren Anpassungsprozesses sein. Eine einheitliche Wirtschafts- und Währungspolitik hielt Erhard für unmöglich, weil sie zwangsläufig die politische Einheit bedinge. Gleichzeitig warnte er vor der Zentralisierung, welche die „Buntheit, Vielgestaltigkeit und Farbe“ Europas nivelliere. Er kritisierte: „Es ist in Europa eine Art Mystizismus aufgekommen, so als ob die geschaffenen Institutionen unantastbar oder besser gegen jede Kritik gefeit sein müßten.“ Das klang wie eine vorweggenommene Warnung vor dem aktuellen Brüsseler Moloch und der Euro-Einführung.

Paris war von der Rede wenig erbaut, und Adenauer rügte seinen populären Wirtschaftsminister scharf. Die Bundesrepublik könne es sich nicht leisten, Frankreich vor den Kopf zu stoßen, die EWG anzuzweifeln und mittelbar die Abkehr der USA von Europa zu riskieren.

Adenauer hatte die politische Situation gründlicher erfaßt als Erhard. Die Interessenkonflikte zwischen der Bundesrepublik und Frankreich waren angesichts der sowjetischen Bedrohung marginal. Es galt das übergeordnete Interesse, die Sowjetunion fern- und die USA anzuhalten, für militärischen Schutz zu sorgen. Wenn (West-)Deutschland dazu einen überproportionalen Beitrag leistete, dann mußte das wegen seiner exponierten Lage, seiner Sonderinteressen (Berlin und die Teilung) und wegen der Vergangenheit eben so sein. Für den Moment waren Erhards Argumente zurechtgestutzt. Gültig blieben sie trotzdem.

Als 1989 der Kompressionsdruck des Ost-West-Konflikts entfiel und Europa seine Angelegenheiten in relativer Selbständigkeit gestalten konnte, zeigte sich rasch, daß in den 40 Jahren der Partnerschaft keine transnationale Bewußtseinsform entstanden war, welche die nationalen Identitäten und Interessenlagen aufhob und in sich vereinte. Die Selbstverständlichkeit der US-Präsenz hatte als Schutz, aber auch Käseglocke gewirkt, unter der das geopolitische Denken erstarrt und verdorrt war. Die (West-)Europäer hatten miteinander einen transnationalen Pragmatismus gepflegt, der weitgehend von der Bundesrepublik finanziert worden war. Untergründig waren die Instinkte konkurrierender Mächte und die alten Aversionen lebendig geblieben. Einigkeit herrschte unter den Partnern der Bundesrepublik darin, die deutsche Teilung für sich vorteilhaft zu finden.

Solche Reflexe wurden wieder bedeutungsvoll – und problematisch –, als der Ost-West-Konflikt aufhörte, die globale Grundkonstellation zu bestimmen. Mit einem Mal wurden in Europa selbständige und weitreichende Entscheidungen erforderlich. Einen Plan B, wie der Kontinent nach der Aufhebung der Teilung aus dem Mündelstatus heraustreten könnte, wie seine Vielheit zu erhalten und gleichzeitig zu bündeln wäre, besaßen weder Deutsche noch Franzosen.

Wie auch immer

die EU sich reformiert,

Deutschland

und Frankreich fiele

trotzdem wieder die

Führungsrolle zu.

Aber können zwei

Kranke sich aneinander

aufrichten, gesund

werden und gemeinsam

Europa in der Welt

behaupten?

 

Die Bundesrepublik pflegte einen plumpen Europäismus, dem die hintergründige Raffinesse Adenauers und der Sinn für die kulturellen Differenzen und subkutanen Empfindungen der anderen fehlte. Er war die Schau- und Kehrseite der Angst, in die große Politik zurückkehren und darin eine Führungsrolle übernehmen zu müssen. Doch auch das moralisch besser intakte Frankreich war außerstande, das strategische Vakuum zu füllen und fiel hinter de Gaulle zurück. In der Fixierung auf ein deutsches Übergewicht verlor die französische Führung das Gefühl für die globalen Proportionen und die wahrhaft bestimmenden Kräfte.

So kam Präsident Mitterrand 1989 auf keine andere Idee, als Deutschland mit einer Konstellation wie 1913 zu drohen, als die Entente-Mächte Deutschland eingekreist hatten. Das waren die Kategorien des europäischen Gleichgewichts, die ihre Berechtigung gehabt hatten, solange der Kontinent unumstritten war und Europa die Weltpolitik gestaltete. Europas Dominanz war 1913 freilich bereits fragil gewesen. Mit dem Zweiten Weltkrieg war sie unwiederbringlich dahin.

Ob die Vergemeinschaftung der D-Mark geeignet war, den Kontinent als globalen Akteur wiedererstehen zu lassen, soll hier nicht diskutiert werden. Auf jeden Fall hätte die Transformation mit äußerster Vorsicht gehandhabt werden müssen. Weil aber nicht Europa, sondern die Schwächung Deutschlands das erste Ziel Frankreichs war, drängte es darauf, den Euro-Teilnehmerkreis auf die schwachen Südländer auszuweiten. Und die dachten gar nicht daran, aus einem höheren europäischen Interesse zu verzichten, sondern folgten ihrem natürlichen – und höchst trügerischen – Egoismus. Die deutsche Führung sah dem zu und schlug die Mahnungen Ludwig Erhards in den Wind.

Verloren haben alle Europäer und Europa als Ganzes. Die EU wird jetzt offen ein „Sanierungsfall“ (Günther Oettinger) genannt. Schon ihre Entstehungsgeschichte macht sie ungeeignet, die europäische Selbstbehauptung und -bestimmung zu sichern. Wenn man aber glaubt, daß die kleinen und mittleren Nationalstaaten Europas sich nur innerhalb einer übergreifenden Struktur erhalten können, dann muß man Besseres schaffen, sie grundlegend reformieren, den Brüsseler Wasserkopf abschneiden, den Euro aufgeben oder ihn aufspalten. Deutschland und Frankreich fiele trotzdem wieder die Führungsaufgabe zu.

Deutschland ist unverzichtbar, weil es über das größte Potential verfügt. Seiner politischen Klasse fehlen jedoch die Begabung und der politische Instinkt, um ein Europa freier Völker zu formen. Sie verwechselt Politik mit einer Mischung aus Ökonomie und Universalethik. Das hängt mit dem Dritten Reich zusammen, aber auch mit dem Mangel an weltpolitischen Traditionen und Erfahrungen, welche die ehemaligen Kolonialmächte generierten.

Also muß Deutschland hinter Frankreich zurücktreten, sich ihm unterordnen? Der griechische Philosoph Panajotis Kondylis meinte 1995, mit dem deutschen Potential hätte „das Land Richelieus und de Gaulles (…) Selbstbewußtsein und Geschick genug, die Hegemonie in Europa an sich zu reißen und den Kontinent in der Welt sowohl würdig als auch energisch zu repräsentieren“. Nun, die französische Europapolitik nach de Gaulle kennzeichnete meistens Eifersucht und Kurzsichtigkeit. Heute ist Frankreich moralisch kaum weniger ausgehöhlt als Deutschland. Können zwei Kranke sich aneinander aufrichten, gesunden und gemeinsam die Emanzipation Europas zustande bringen? Das ist schwer vorstellbar, gewiß. Doch noch weniger möchte man sich die Alternative dazu ausmalen.

——————————

nachzulesen bei JF 25-2013

 

Reden über Europa: Sezessionsbestrebungen in der EU – Die Kraft der Peripherie


.

krise eu euro europa

.

Für ein Europa der Vaterländer: Hunderttausende Katalanen gingen am 11. September 2012 in Barcelona für ein unabhängiges Katalonien auf die Straße

.

Niemand kann ernsthaft bestreiten,
daß die europäische Staatengemeinschaft
in einer tiefen Legitimationskrise
steckt. Doch Europa
ist mehr als die EU. Zeit für eine
Bestandsaufnahme. Wo steht unser
Kontinent politisch, wirtschaftlich,
militärisch, kulturell, demographisch?
Wie kann es weitergehen,
in welchen Strukturen, auf welche
Horizonte zu? Gibt es Perspektiven
für ein einiges Miteinander selbstbestimmter
Völker jenseits des ungeliebten
Brüsseler Zentralismus?

.

AUDIO

.

Anders als die blutige Zäsur in den Schützengräben Flanderns 1914 hat das bevorstehende Schicksalsjahr 2014 keineswegs Krieg und nicht zwingend Armut und politisch-wirtschaftlichen Niedergang zur Folge. Im Gegenteil: Es könnte sich als Befreiungsschlag von übermäßigem Zentralismus, ausufernder Bankenmacht und materialistischer Entfremdung von der europäischen Idee erweisen. Ein „Weiter so“ in der Europapolitik darf es jedenfalls nicht geben, andernfalls erreicht die als Folge der Fehlkonstruktionen des Euro zu beobachtende Vergiftung der Beziehungen zwischen EU-Mitgliedsvölkern ein noch gefährlicheres, irgendwann nicht mehr kontrollierbares Ausmaß. Denn längst stiftet der Euro mehr Unfrieden als Frieden.

Ein Weckruf war die Italienwahl. Der Erfolg des Komikers Beppe Grillo mit seiner EU-skeptischen und Euro-feindlichen Bewegung „Fünf Sterne“ als einziger Wahlsiegerin ist nicht nur eine schallende Ohrfeige für das italienische politische Establishment, sondern stellt auch die Eignung der Brüsseler und Berliner Krisenrezepte in Frage. Die andauernde Hängepartie in Rom hat den Schleier von der illusionären Vorstellung eines Ausklingens der Euro- und Schuldenkrise gerissen. Endlich, meinen auch viele Deutsche, denen die letzten Wochen und Monate wie ein absurdes Gemisch aus Realitätsverdrängung, Zweckoptimismus und medialer Manipulation erschienen.

Fest steht, daß weder die konjunkturellen Rahmendaten der EU-Krisenstaaten wirklich besser geworden sind – bei Spanien, Italien, Zypern und auch Frankreich geht es sogar immer weiter bergab – noch die Stimmung in der breiten Bevölkerung der südeuropäischen Mitgliedsstaaten. Fest steht auch, daß die bevorstehenden Debatten und politischen Veränderungen nur einen Vorgeschmack dessen bieten, was Europa 2014 an potentiellen Umbrüchen erwartet. Denn das kommende Jahr bringt nicht nur die Wahl zum Europäischen Parlament sowie den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges, sondern mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit erhebliche Grenzveränderungen im Süd- und Nordwesten des Kontinents. Nach einer Unabhängigkeitserklärung Kataloniens, Schottlands und des Baskenlandes könnte Europa nach 2014 schlagartig anders aussehen.

Blicken wir zurück: Auf den demokratischen „Völkerfrühling“ von 1989/90 folgte die Osterweiterung der EU, die dadurch erheblich vielgestaltiger wurde. Doch statt dem Rechnung zu tragen, die Machtkonzentration in der EU-Hauptstadt Brüssel zurückzunehmen und nur bestimmte Bereiche der Außen-, Sicherheits-, Wirtschafts- und Sozialpolitik übernational zu vereinheitlichen, folgte eine über anderthalb Jahrzehnte währende massive Zentralisierung. Diese erreichte mit der Bar-Einführung des Euro im Januar 2002 ihren symbolischen Höhepunkt, der – so läßt sich rückblickend feststellen – zugleich die Wende einleitete.

Spätestens mit den Euro-Krisenjahren 2008 bis 2012 setzte eine Gegenbewegung ein, die parallel zur altbekannten hochideologischen Einigungsrhetorik maßgeblicher Politiker und Medien ein Wiedererstarken zumindest mancher Einzelstaaten bewirkte und zentralistische Strukturen europaweit problematisierte. Ihren letzten aufsehenerregenden Ausdruck vor der Italienwahl fand diese Entwicklung im Februar: Auf Drängen der Nettozahler Großbritannien und Deutschland wurde erstmals seit Bestehen der Union ein rückläufiger Haushalt beschlossen, mit dem sich der Finanzrahmen für 2014 bis 2020 auf 960 Milliarden Euro verringert. Das Europaparlament in Straßburg reagierte empört, weil es in der Entscheidung nur den Anfang vom Ende Brüsseler und Straßburger Allmachtsphantasien wittert.

Die britische EU-Diskussion ist von erheblicher Bedeutung für die weitere Entwicklung des Kontinents. Sie gipfelte in der Europa-Rede von Premier David Cameron am 23. Januar, in der der Regierungschef eine Änderung der EU-Verträge forderte und eine Volksabstimmung über den Austritt seines Landes bis 2017 ankündigte.

Das Londoner Signal ist nicht zu unterschätzen. Tatsächlich liegen die Ursachen für den Desintegrationsprozeß im Wesen der real existierenden EU und des Euro, der in Südeuropa zu schwerwiegenden sozialen Verwerfungen führt und von London – nicht zuletzt aus taktischen Gründen und nationalem Eigeninteresse – ehrlicher analysiert wird als beispielsweise von deutschen Bundestagspolitikern.

Die entscheidenden Veränderungen könnten sich aber weder in England oder Italien ereignen, sondern in Katalonien, Schottland, dem Baskenland und Flandern. Und sie sind auch nicht vorwiegend finanzpolitischer, also materieller Natur, sondern beruhen auf unterschiedlichen kulturellen und geschichtlichen Prägungen. Die Euro-Krise ist nur der sprichwörtliche Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringen könnte.

So war der 11. September 2012 ein Schlüsseldatum. An diesem katalonischen Nationalfeiertag demonstrierten zwischen einer und anderthalb Millionen Katalanen für die Unabhängigkeit; eine gewaltige Zahl, wenn man bedenkt, daß das kleine Gebiet im äußersten Nordosten der Iberischen Halbinsel nur 7,5 Millionen Einwohner zählt, darunter viele Einwanderer aus Kastilien, Andalusien und Marokko. Es handelte sich um die größte antispanische Demonstration aller Zeiten, die die zusammen mit dem Baskenland industriell und technisch landesweit führende, aber auch am höchsten verschuldete Region nachhaltig erschütterte.

Bei der vorgezogenen Regionalwahl vom 25. November verfehlte die bürgerliche nationalistische Partei Convergència i Unió (CiU) von Ministerpräsident Artur Mas wegen ihrer Sparpolitik zwar die angestrebte absolute Mehrheit deutlich, regiert aber seither mit einer satten Mehrheit gemeinsam mit der deutlich gestärkten und in der Unabhängigkeitsfrage noch entschiedeneren linksnationalistischen Esquerra Republicana (ERC). Beide Parteien streben ein Referendum über die Trennung von Spanien noch in der laufenden Legislaturperiode an, und zwar möglichst vor der geplanten schottischen Abstimmung im Herbst 2014. Das Regionalparlament in Barcelona verabschiedete im Januar eine symbolische Souveränitätserklärung, mit der es seine Forderungen unterstrich. Und die Erfolgsaussichten erscheinen derzeit – allen Einschüchterungsversuchen aus Madrid und Brüssel zum Trotz – gut.

Letzteres gilt auch für das benachbarte Baskenland, wo bei den jüngsten Regionalwahlen im Herbst 2012 (JF 44/12) erstmals zwei nationalistische Parteien eine klare Mehrheit gewannen: Die bürgerliche Baskische Nationalistische Partei (PNV) erzielte knapp 35 Prozent, und die radikalere linksnationalistische Bewegung Bildu kam auf Anhieb auf rund 25 Prozent. Dagegen stürzten die zuvor in der Region regierenden pro-spanischen Sozialisten von 31 auf 19 Prozent ab, und die in Madrid tonangebende konservative Volkspartei verlor zwei Prozent und kam auf klägliche zwölf Prozent. Der neue Regierungschef Inigo Urkullu von der PNV kündigte an, die 2,2 Millionen Einwohner seines Heimatlandes in den nächsten Jahren ebenfalls über die Frage der Unabhängigkeit abstimmen zu lassen.

Ebenso wie in Barcelona und Vitoria gab es auch in Edinburgh wichtige Weichenstellungen. Am 15. Oktober letzten Jahres unterzeichneten der britische Premier Cameron und Alex Salmond, Vorsitzender der regierenden Schottischen Nationalpartei (SNP) und „First Minister of Scotland“, einen Vertrag, in dem festgeschrieben ist, daß noch vor Ende 2014 in Schottland eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit durchgeführt werden solle. Der Zuspruch dafür von seiten der verschiedensten regional verankerten Akteure ist durch die Bank weg groß.

Die Parallelen der schottischen Nationalbewegung zur katalanischen und baskischen sind evident: Weite Teile der Jugend stehen hinter ihr, es gibt eine überparteiliche Strategie jenseits des Links-Rechts-Schemas, eine immer wirkmächtigere eigenständige Identität und wirtschaftspolitische Notwendigkeiten, die in breiten Bevölkerungsschichten den Willen zu einem nationalstaatlichen Aufbruch stärken.

Aus britischer Sicht ist das für das Referendum im Norden der Insel festgeschriebene Jahr 2014 wenig verheißungsvoll: Am 24. Juni wird der 700. Jahrestag des Sieges der schottischen Aufständischen unter Robert the Bruce in der Schlacht von Bannockburn über ein dreimal so großes Heer des englischen Königs Edward II. gefeiert, und auch das zum zweiten Mal stattfindende, von Schotten aus aller Welt besuchte „Year of Homecoming“ als großangelegtes Kultur- und Kunstfestival dürfte im Vorfeld der Abstimmung sezessionistische Hochgefühle nähren.

Für eine Beibehaltung des vor gut 400 Jahren durch die Zusammenlegung des englischen und des schottischen Parlaments besiegelten Vereinigten Königreiches spricht demgegenüber die starke Anglisierung der dicht besiedelten Borderlands mit ihrer in weiten Teilen klar gegen einen Unabhängigkeitskurs eingestellten englischen Mehrheitsbevölkerung. Ohne diese Sondersituation im Süden des Landes wäre die Mehrheit der schottischen Bevölkerung für die volle Eigenständigkeit längst überwältigend groß.

Doch auch die Probleme mit den Borderlands und die derzeit ungünstig erscheinenden Meinungsumfragen sind möglicherweise kein Hindernis für die Ausrufung eines kulturgeschichtlich tief verankerten weiteren Nationalstaats im Nordwesten Europas. Denn mit einem eventuellen Abstimmungserfolg der Katalanen im Rücken könnte sich die Stimmung rasch drehen. Nicht zu vergessen sind die historischen Sympathien und denkbaren außenpolitischen Hintergedanken Frankreichs in dieser Frage.

Aus gutem Grund gibt sich Alex Salmond zuversichtlich: „Es hieß immer, es würde nie ein schottisches Parlament geben, und es gibt eines. Es hieß auch immer, wir würden nie eine Wahl gewinnen, und 2007 haben wir gewonnen. Es hieß, wir würden nie die absolute Mehrheit erlangen, und wir haben sie. Heute heißt es, wir würden nie ein Referendum über die Unabhängigkeit gewinnen.“

Darüber hinaus gewinnen in ganz Europa identitäre und basisdemokratische Tendenzen an Durchschlagskraft – man denke beispielsweise an Flandern, Südtirol oder an die Autonomiebestrebungen in der Lombardei, in Oberschlesien oder im Szeklerland –, die vor dem Hintergrund einer sich rasch verändernden multipolaren Welt und alternativ zu den negativen Begleiterscheinungen der Globalisierung neue Chancen in dezentraleren Strukturen sehen. Unseren Heimatkontinent, der keinesfalls mit der derzeitigen EU und erst recht nicht mit dem Euro-Raum gleichgesetzt werden kann, würde deren Erfolg vor die Herkulesaufgabe stellen, die wieder wachsende Heterogenität in politischen Schlüsselfragen zu überwinden und so der Stimme Europas international Gehör zu verschaffen.

Andererseits könnte die in Materialismus und Bürokratismus erstarrte Europaidee auf diesem Weg wieder an Beliebtheit in der breiten Bevölkerung gewinnen und idealerweise stärker denn je ausstrahlen.

 

Martin Schmidt, Jahrgang 1966, studierte Geschichte und Germanistik. Heute arbeitet er als Freier Journalist mit dem Themenschwerpunkt Volksgruppen- und Minderheitenpolitik.

„EU“: Schottland trennt sich von Großbritannien


.

Die Rache der Maria Stuart………………

.

Cameron to sign deal for referendum on Scotland's independence

.

Der Premierminister von Schottland Alex Salmond ist über die Position des britischen Premierministers David Cameron zur Zukunft der EU äußerst unzufrieden, weil sie den Aufenthalt von Schottland in der EU gefährde.

Schottische Behörden wandten sich an die EU mit der Bitte, der Frage nachzugehen, damit im Falle des EU-Austritts des ganzen Vereinigten Königreichs Schottland die Möglichkeit bekommen würde, dieser Integration schnell selbstständig beizutreten. In Brüssel erklärte man jedoch, dass im Moment solches Szenario nicht berücksichtigt werden könne.

—————–

german.ruvr.ru/2013_01_23/Schottland-trennt-sich-von-Gro-britannien/

————–

Leider erkennt Schottland nicht die Gunst der Stunde, dass eine Spaltung von England auch eine Möglichkeit bringt, sich aus der

„EU“ zu verabschieden.

Nein, im Gegenteil, aus Angst vor Drohungen und Widerständen aus der „EU“, kriechen sie bereits vor Brüssel…….ekelhaft, diese Dummheit und Feigheit.

//

//