Endlich ein gutes Wort: Papst lehnt homosexuellen Botschafter ab


Papst Franziskus am Karfreitag

Papst Franziskus am Karfreitag 

image Da wollte der perfide François Gérard Georges Nicolas Hollande ganz schlau sein und den Papst mit einem schwulen französischen Botschafter ärgern, aber der glücklose Sozi hat sich getäuscht. Papst Franziskus persönlich lehnte den Schwuli Laurent Stefanini (Foto l.) ab. Wie es in einem solchen Fall weitergeht, wenn beide Seiten hart bleiben, ist nicht ganz klar. Vermutlich würde dann der Posten leer bleiben. Das könnte die 2000 Jahre alte katholische Kirche leicht verdauen, während Hollande in Paris bei der nächsten Wahl in zwei Jahren sowieso weg vom Fenster ist.

ROM. Papst Franziskus hat die Entsendung des französischen Botschafters Laurent Stéfanini in den Vatikan verweigert. Nach Ansicht von Schwulenverbänden hat der Heilige Stuhl Vorbehalte gegen den Diplomaten aufgrund dessen sexueller Orientierung. Stéfanini ist homosexuell.

Offenbar persönliche Entscheidung des Papstes

„Wenn eine Person schwul ist und Gott mit gutem Willen sucht, wer bin ich, sie zu verurteilen?“, erklärte der Papst vergangenen Sommer auf einer Reise nach Rio de Janeiro. Mitarbeiter des Papstes warnten jedoch anschließend davor, diesen Satz als allgemeine politische Richtlinie zu interpretieren.

Einige Vertraute des Papstes teilen seine Vorbehalte gegenüber Stéfanini nicht. „Diese Entscheidung wurde vom Papst persönlich getroffen“, zitiert die französische Wochenzeitung Le JDD einen nicht namentlich genannten Kenner der Kurie. Demnach ließ sich Franziskus auch nicht von engsten Vertrauten von seiner Entscheidung abbringen. Mitte Februar dieses Jahres habe sogar der Kammerherr der Kurie auf eine Entscheidung zugunsten Stéfaninis gedrungen. Der Papst sei allen Zweifeln mit der Entschlossenheit begegnet, nicht nachzugeben.

Begründung steht noch aus

Bisher liegt noch keine Begründung für die Ablehnung Stéfaninis vor. Weder Lebenslauf noch –führung des Spitzenbeamten weisen irgendwelche Auffälligkeiten auf, an denen der Führer der katholischen Kirche hätte Anstoß nehmen können. Stéfanini wirkte bereits 2001 bis 2005 an der französischen Botschaft im Vatikan. Außerdem ist er praktizierender Katholik.

Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat als erklärter Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe bereits angekündigt, in dieser Frage nicht nachzugeben. Der Zwischenfall ähnelt der Khun-Delforge-Affäre von 2007. Damals belastete ebenfalls ein Streit um einen Diplomaten die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Frankreich. Grund war das eheähnliche Verhältnis, in dem der damalige Botschafter lebte.