Eurokrise endet in Gewalt und Tod


Euro-Krise kostet Menschenleben.

Wegen rigider Sparpolitik haben viele Bürger in EU-Krisenländern keinen Zugang zu medizinischer Versorgung mehr.

Einer Studie der Fachzeitschrift „Lancet“ zufolge breiten sich Infektionskrankheiten in bislang unbekanntem Ausmaß aus, die Zahl der Selbsttötungen steigt rapide.

 

 

Wochenrückblick…..paz22-14


Über dem Abgrund / Warum die Franzosen bestraft werden müssen, wie ARD und ZDF eisern auf Linie blieben, und warum die Briten ruhig austreten können

 

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Als die ersten Prognosen zur EU-Wahl das politische Europa aus der Fassung brachten, lief auf Sat.1 gerade der Katastrophenfilm „Deep Impact“ („Tiefer Einschlag“). In dem US-Streifen gelingt es heroischen Raumfahrern, den Untergang der Welt durch einen Meteoriteneinschlag gerade noch zu verhindern. Es bleibt bei einer Katastrophe, der ein Neuanfang folgt.

Das hofft man auf den Fluren der EU-Administration jetzt auch und redet sich Mut zu. Vor allem aber galt es am Sonntag, mit den dummen Wählern abzurechnen, was die immer dienstbereiten Kommentatoren der Staatssender vorbildlich und mit aller gebotenen Härte erledigt haben.

Die Franzosen beispielsweise: Le Pen! Das ist glatte Befehlsverweigerung. Aus den Pariser Büros von ARD und ZDF hagelte es strenge Züchtigungen. Der ZDF-Mann verkündete das Strafmaß fürs Falschwählen: „Frankreich wird im europäischen Konzert nicht mehr die Rolle spielen wie bisher.“ Denn, wie der Kollege von der ARD das Urteil weiter ausführte: „Frankreich wird geschwächt aus dieser Europawahl hervorgehen.“

Ja, das habt ihr jetzt davon, ihr dreisten Franzmänner. Wer die Bösen wählt, der verliert Macht und Einfluss. So ist das in der Demokratie nach EU-Schnittmuster. Frankreich ist geschwächt. Und zwar nicht etwa, weil die Nachbarn vor zwei Jahren jemanden zum Präsidenten gemacht haben, der sich als ausgemachter Hanswurst entpuppen sollte. Unfähige Politiker sind völlig in Ordnung, solange sie brav der politischen Linie folgen. Nein, die Franzosen sind von der Linie abgewichen, und dafür gibt’s jetzt Machtentzug.

Zumal sie in die falsche Richtung abgewichen sind, nicht wie die Italiener, die massenhaft Beppe Grillo gewählt haben. Der geht zwar mit stampfender Wut-Rhetorik auf Brüssel und Merkel los, wogegen die zarte, faktenverpflichtete Kritik der AfD geradezu rührend professoral daherkommt. Doch Grillo ist links, und bei der ARD weiß man ideologisch zu unterscheiden. So betonen die Kollegen, dass bei dem Italiener „durchaus vernünftige Kräfte dabei“ seien, Linke eben, während man noch am Wahlabend die Hoffnung ausdrückt, dass „die Herren Lucke und Henkel“ eine Eintagsfliege bleiben mögen. Und während die linksradikale griechische Syriza, deren Forderungen mit „abenteuerlich“ noch schamhaft umschrieben sind, die „berechtigten Ängste der Menschen“ aufnehme, fördert die britische Ukip bloß „dumpfe Ressentiments“.

Von einem „politischen Erdbeben“ in Europa war nach der EU-Wahl die Rede. Na wenn schon, das muss uns keine Angst machen: ARD und ZDF haben sich als vollkommen erdbebensicher erwiesen. Ihre Schlagseite nach links blieb ebenso unverrückbar stehen wie ihre kalte Verachtung für falsch wählende europäische Bürger.

Von der bemerkenswerten Stabilität konnten indes nicht alle etablierten Parteien profitieren. Die langen Gesichter bei der FDP waren kaum zu ertragen. Oder waren es die langen Nasen von der jahrelangen Wählerverschaukelung? Egal, wer den gelben Spitzenkandidaten Alexander von Lambsdorff gesehen hat im kurzen Zweierduell mit AfD-Mann Hans-Olaf Henkel, der musste Angst bekommen. So, wie der Lambsdorff den Henkel anstierte, mochten die Zuschauer befürchten: Gleich springt er übers Moderatoren-Tischchen und beißt Henkel in den Hals!

Das war nicht Konkurrenz, das war Wut an der Schwelle zum Hass. Zum Endspurt des Wahlkampfs hatten die Liberalen noch einmal ganz tief in den Dreck­kübel gegriffen und der AfD bräunliche Schatten angedichtet. Doch plötzlich hat die Lucke-Truppe völlig unerwartet mit gleicher (und gleich unfairer) Münze zurückgezahlt: Die Freidemokraten hätten schließlich noch immer einen Ehrenvorsitzenden, der mal in der NSDAP gewesen sei. Das ging gegen Walter Scheel, der, Jahrgang 1919, seit 1942 bei der Hitler-Partei eingetragen war. Ihm das heute noch vorzuhalten, ist natürlich weder taktvoll noch angemessen. Die Botschaft der AfD kam aber an bei den Liberalen: Ihr wollt unfaire Dreckwerferei? Gekauft, können wir auch. Batsch!

Wie soll es weitergehen mit der EU? Die Szene erinnert an Daffy Duck, meinen Lieblings-Antihelden aus den schönen alten Disney-Trickfilmchen. Die lispelnde schwarze Ente rennt da alle naselang über einen steilen Abgrund hinaus in die leere Luft, ohne zu merken, dass unter ihr schon lange kein fester Grund mehr ist. Irgendwann kriegt Daffy das aber doch mit, blickt erschrocken nach unten, danach dem Zuschauer blöde ins Gesicht und dann erst stürzt er sausend in die Tiefe.

Womöglich hat der europäische Daffy den festen Boden schon vor Jahren hinter sich gelassen. Die Wahl vom Sonntag war der entgeisterte Blick in die leere Tiefe. Nun glotzt er uns verdattert an und versichert mit zittriger Stimme: Das scheint nur so, alles halb so wild.

Wirklich? Die Staats- und Regierungschefs von Britannien bis Frankreich, von Österreich bis Griechenland wurden am Sonntag geteert und gefedert. Mal sehen, wie die das verkraften.

Für die Briten könnte die von vielen dort ersehnte Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft in greifbare Nähe rücken. Es ist ja wirklich zweifelhaft, was die Briten in der EU noch sollen. Seit Jahrhunderten folgte London der gleichen außenpolitischen Maxime: Säe Zwietracht unter den Festlandseuropäern, damit Britannien in Ruhe sein eigenes Spiel treiben kann. Zu diesem Behufe musste man schließlich auch in die von Anfang an wenig beliebte EWG/EG/EU eintreten, damit sich da nichts allzu fest zusammenfindet.

Doch wozu soll die Einmischung jetzt noch gut sein? Dank Euro und überbordendem EU-Zentralismus gehen Kontinentaleuropas Staaten und Medien so innig aufeinander los wie lange nicht. Die Euro-Krise trägt überdies dafür Sorge, dass das Zerwürfnis nicht auf der Ebene der Regierungen und Eliten hängenbleibt, sondern tief ins Volk hineinwächst. So bildet sich ein solides Hass-Fundament, das alle Spaltungsbemühungen von London aus überflüssig macht.

Ja, gut, da werden nachdenkliche Briten aber fragen: Wenn der Brüsseler Laden auseinanderfliegt, wird dann nicht Deutschland ganz automatisch die führende Macht sein? Was wir doch immer verhindern wollten?

Ach, keine Bange, liebe britische Freunde. Auch dagegen ist längst vorgesorgt. Zwar müssten alle wissen, dass der Euro eine französische Idee war. Damit wollte man den Deutschen die Vormacht ihrer D-Mark aus den Händen schlagen. Als Bonn die französische Zustimmung zur deutschen Vereinigung wollte, war es soweit, Paris forderte seinen Preis. Von da an lief alles wie am Schnürchen.

Wie gesagt, das sollten alle wissen. Das Gute ist: Sie tun es aber nicht! Stattdessen hat sich, gerade in den „Krisenländern“, eine Verschwörungstheorie fest eingenistet, dass der Euro eine deutsche List gewesen sei, um Europa zu unterjochen. Leiden die Deutschen (oberflächlich gesehen) nicht am wenigsten? Sagen nicht deutsche Politiker bei jeder Gelegenheit, dass die Deutschen „am meisten vom Euro profitieren“? Das muss man nur zitieren, was südlich der Alpen ausführlich praktiziert wird. Und ist es nicht bezeichnend, dass die deutschen Euro-Kritiker bei den EU-Wahlen im Vergleich so bescheiden abgeschnitten haben?

Es passt alles zusammen. Sollte der Euro dereinst an seinen angeborenen Fehlern bersten, was kaum zu vermeiden sein wird, werden die übrigen Europäer die „Befreiung vom deutschen Joch“ feiern, und keiner will mit den Teutonen mehr was zu haben. Da kann England seinen „Festlandsdegen“ also getrost wieder in die Scheide fahren lassen. Es geht alles wie von selbst, die Mühen früherer Jahrhunderte darf man sich sparen.

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paz 22-14

Karlsruhe: Bundesverfassungsgericht ganz im Sinne der Euro-„EU“-Fantiker…


Brisante Neuigkeiten aus Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht drückt sich vor der bisher wichtigsten Entscheidung. Bestseller-Autor Dr. Michael Grandt Michael Grandtzeigt sich im Interview mit KOPP Online nicht überrascht, aber enttäuscht und spricht vermutlich vielen Tausend Euro-Kritikern aus dem Herzen.

http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg14-009.html

 

 

 KOPP Online: Das Bundesverfassungsgericht überweist die Entscheidung über die Verfassungsmäßigkeit der Anleihenkäufe durch die EZB dem Europäischen Gerichtshof EuGH – wegen Zweifeln an der Vereinbarkeit mit EU-Recht. Wie ordnen Sie diesen Vorgang ein?

 Die Entscheidung des BVerfG ist sogar noch dramatischer als Sie mit Ihrer Frage implizieren: Das umstrittene Anleihenkaufprogramm der EZB verstößt – laut BVerfG – möglicherweise gegen EU-Recht und dürfte nicht vom Mandat der Europäischen Zentralbank gedeckt sein. Das ist ein Hammer! Dies bestätigt zunächst mal die Ansichten der Euro-Kritiker, die dafür häufig medial kriminalisiert werden, siehe AfD, die genau dieses Gebaren der EZB schon immer beklagt hat. Nun dürften den größten Schönrednern langsam die Argumente ausgehen.

 Bedauerlicherweise hatten die Bundesverfassungsrichter aber nicht den Mumm, eine eigenständige Entscheidung zu treffen, und geben den Schwarzen Peter nun an den EuGH ab. Da Deutschland der größte EU-Finanzier ist, hätte ich mir gewünscht, dass auch das höchste deutsche Gericht eine zügige Entscheidung treffen wird. Wie der Europäische Gerichtshof dann entscheiden wird, kann ich mir vorstellen oder glauben Sie im Ernst, der EuGH will für den Zerfall der EU verantwortlich gemacht werden? Doch für mich steht zweifelsfrei fest: Der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB ist rechtswidrig und stellt eine Staatsfinanzierung durch die Hintertür dar.

 KOPP Online: Wenn die EZB-Anleihenaufkäufe verboten würden – was passiert dann mit dem Zins? Und was mit dem Euro?

 Der Zins für die Anleihen der Krisenstaaten wird in die Höhe schnellen und die Länder ohne erneute Hilfskredite in den Bankrott treiben. Der Euro kommt dann immer mehr unter Beschuss.

 KOPP Online: Welche Konsequenzen ergeben sich für normale Sparer aus der jetzt offenen Situation?

 Wie viele Denkzettel muss man noch bekommen, bevor man begreift: Die Tage des Euro sind gezählt! Wollen Sie Ihre Ersparnisse noch retten, dann raus aus dem Euro und rein in Sachanlagen. Der Euro ist Geschichte – basta!

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/euro-kritiker-enttaeuscht-bundesverfassungsgericht-hat-keinen-mumm-.html

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Kirche anti-deutsch und linksextrem: Erzbischof Zollitsch gegen Euro-Kritiker im Bundestag


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WAS HAT DIE KIRCHE IM WAHLKAMPF ZU LABERN??????

DAS IST AUF DAS HÖCHSTE ZU VERACHTEN::::::::

DIE KIRCHE MUSS MIT ENTSPRECHENDEN BESCHWERDEN MASSIV EINGEDECKT WERDEN::::::

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bischof wahlkampf kirche

Robert Zollitsch: Keine Euro-Kritiker im Parlament

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BADEN-BADEN. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hofft, daß die Alternative für Deutschland (AfD) nicht in den Bundestag einzieht. „Unsere Zukunft liegt in Europa und nicht in der Rückkehr in die Nationalstaaten“, laberte er den Badischen Tagblatt.

Seiner Ansicht nach handele es sich dabei um ein „paar Nostalgiker“, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern sollten. Der Erzbischof sieht keine Alternative zum Euro. „Denn der zwingt uns, weiter zusammenzukommen.“ Zugleich sprach er sich für einen EU-Beitritt Serbiens aus. Für das Land gebe es keine Alternative zur Europäischen Union.

Am Freitag wird Zollitsch 75 Jahre alt. Gemäß dem Kirchenrecht werde er dem Papst seinen Rücktritt als Erzbischof anbieten. Er betonte jedoch: „Mich würde es freuen, wenn ich mein Amt noch weiterführen darf, solange ich Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz bin.“ Seine Amtszeit endet im März 2014.

Von Storch weist Kritik zurück

Die Berliner AfD-Kandidatin und Vorsitzende der Zivilen Koalition, Beatrix von StorchBeatrix von Storch wies die Kritik Zollitschs in einem offenen Brief zurück und warf ihm vor, sein Amt zu mißbrauchen. Die Bürger erwarteten vom Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz die Verteidigung christlicher Werte, schrieb von Storch. Zollitsch aber warne vor der AfD, und nicht vor Parteien wie Piraten oder Grüne, die anders als die AfD klar unchristliche Werte verträten.

„Herr Erzbischof Zollitsch, was vertritt die AfD, daß Sie so unkontrolliert gegen sie vorgehen? Für die AfD ist zum Beispiel Familie die Keimzelle der Gesellschaft, also Vater, Mutter, Kind. Die Piraten werben mit `Vater, Vater, Kind´ – und sie wollen – als katholischer Bischof – daß wir scheitern“, fragte die AfD-Kandidatin.

Die Grünen dagegen seien für die Homo-Ehe. „Und Sie warnen – als katholischer Bischof – nicht vor den Grünen, sondern der AfD? Was ist Ihre Aufgabe“, ergänzte sie. Die Bürger seien die Lügen, den Betruges und den Machtmißbrauch der Politik zu Lasten ihrer Freiheit und ihrer Ersparnisse müde. „Wir, die Alternative für Deutschland, treten am 22. September 2013 dagegen zur Wahl an. Sie wollen, daß wir scheitern? Erzbischof Zollitsch – wir werden Sie enttäuschen“, versprach von Storch.

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aus JF 10.08.2013

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Meinungen…18-13 paz


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Nicht dumm

von Jan Heitmann

Die Deutschen sollen sich mehr mit dem Islam beschäftigen, damit sie ihn nicht mehr als Bedrohung empfinden. Das ist das Fazit, das Politiker und ausgerechnet Vertreter der christlichen Kirchen aus dem Ergebnis des „Religionsmonitors“ der Bertelsmann-Stiftung ziehen. Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Diese dummen, uninformierten Deutschen. Sie haben den Islam schließlich als Bereicherung unserer bunten Republik zu empfinden.

Aber die Deutschen sind nicht so dumm, dass sie der Aufklärung über den Islam bedürften. Ganz im Gegenteil. Die Unfrage zeigt, dass sie sehr wohl darüber informiert sind, was sie vom Islam zu erwarten haben. Und das ist nichts Gutes. Breitet sich der Islam hierzulande weiter aus, ist irgendwann unsere Werte- und Rechtsordnung bedroht. Zweifellos darf man nicht alle in Deutschland lebenden Muslime mit dem Islam und schon gar nicht mit dem Islamismus gleichsetzen.

Man darf aber auch nicht so dumm sein, die Gefahren, die von einer schleichenden Islamisierung ausgehen, nicht zu erkennen.

Die Mehrheit der von der Bertelsmann-Stiftung befragten Deutschen hat diese Bedrohung erkannt und benannt.

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Loyalitätspflicht?

von Manuel Ruoff

Nachdem die Deutschen im Ersten Weltkrieg besiegt worden waren, einverleibte sich die Tschechoslowakei (CSR) ein Gebiet, das mehrheitlich nicht von einer Titularnation, sondern von Deutschen bewohnt war. Diese Sudetendeutschen wurden nicht nur gegen ihren Willen Staatsangehörige der Tschechoslowakei, sondern von dieser als Angehörige einer nationalen Minderheit auch noch diskriminiert. Trotzdem argumentiert der tschechische Präsident Miloš Zeman, die Sudetendeutschen seien Bürger der CSR gewesen und wären deshalb gegenüber der CSR zur Loyalität verpflichtet gewesen. Sie hätten diese Loyalität aber nicht gezeigt, sondern vielmehr mit dem Landesfeind kollaboriert und könnten von daher also noch froh sein, dass sie nicht getötet, sondern nur vertrieben wurden.

Zemans Behauptung, dass Bürger ihrem Staate zur unbedingten Loyalität verpflichtet sein, ist umso bemerkenswerter, als viele Nationalhelden und Staatsheilige der Tschechei den Staat bekämpften, dem sie angehörten. Man denke nur an die Gründungsväter der CSR. Dass sie Bürger des Habsburgerreiches waren, hinderte sie nicht daran, an der Seite der Kriegsgegner Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg an der Zerschlagung des Landes mitzuwirken. Haben damit auch sie das Recht auf Heimat verwirkt? Folgt man Zemans Logik, müss­ten die Tschechen ob dieser Kollaboration mit dem Landesfeind noch froh und dankbar sein, dass sie 1939 nicht wie später die Sudetendeutschen vertrieben oder gar hingerichtet worden sind, sondern unter dem Schutz des Reiches in ihrer Heimat verbleiben durften.

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Zu: „Gender-Ansatz übertrieben“

Im Vorwort zu seinem Wörterbuch der modernen Blähsprache hat der legendäre Sprachkritiker Eckhard Henscheid vor Jahren eine Definition des „Dummdeutschen“ versucht. Diese definiert er als „gallertartige Aufschüttung aus Neo- und Zeitlosquatsch, aus verbalem Imponiergewurstel, modisch progressistischem Gehabe wie gleichzeitig bürokratieseligem Geschwafel“, die sich nahezu inflationär ausbreitet. „Dieses Dummdeutsche bekommt am Ende etwas über die lässliche Verfehlung weit hinaus konstitutionell Hirnzerbröselndes, fast eine Ästhetik auch des Scheußlichen, des Ruinösen und des Desaströsen alles Phonetischen.“

Aus dem „Ampelmännchen“ werden nun immerhin „Ampelmenschen“, vielleicht ein feministisches Zugeständnis an das andere Geschlecht, um Verwechslungen mit „Hampelmännchen“ zu vermeiden. An der Spitze dieses Denkens steht übrigens das rot-grün regierte Hannover, das die „Fußgängerzone“ in Flaniermeile umbenannte. Eine riesige Beamtenschar hatte sich im Verkehrsministerium auf die neue Verordnung zu stürzen, mussten doch 53 Paragraphen geschlechtergerecht gestaltet werden.

Humorvolle Beamte lachen bekanntlich zuerst auf dem Dienstweg. Und so witzelt man in Berlin, dass der einzig politisch korrekte Verkehr in Deutschland der Geschlechtsverkehr sei. Schließlich seien an diesem gesetzlich immer noch ungeregelten Gefühlsaustausch beide Geschlechter beteiligt, so dass sich neue Begriffsbestimmungen erübrigten.

„Die geschlechtsneutrale Umformulierung ist unnötig“, sagt der Journalist und Honorarprofessor für Linguistik Wolf Schneider, „weil bei den 1,3 Millionen Einwohnern von München die Einwohnerinnen selbstverständlich auch heute immer mit dabei sind – und weil auf die Herstellung der Geschlechterneutralität 98 Prozent der Deutschen absolut nicht gewartet haben

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Zu: „,Die Deutschen sind keine Menschen‘“

In den Kriegswirren kam es vor, dass Tier- und Menschenquäler, Sadisten, Sexualverbrecher sowie Mörder sich schrankenlos austoben. Aber woher kamen so viele Verbrecher, die in der UdSSR zu Friedenszeiten ein ganz „normales“ Leben geführt haben, in diesem Ausmaß in die Rote Armee?

Dafür gibt es eine Erklärung: Hass, geschürt durch Lügen und Hetze, führten zu diesen „unnormalen“ Verbrechen. Führend und am erfolgreichsten war dabei meiner Meinung nach der von einigen Kommunisten noch heute hochgeschätzte und sehr verehrte Schriftsteller Ilja Ehrenburg mit seiner Hasspropaganda gegen die Deutschen.

Ich habe aber auch von Russen gehört, die von ihren eigenen Kameraden erschossen wurden, weil sie Vergewaltigungen verhindern wollten.

Heinz-Dietrich Koske, Köln

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Meinungen…. paz 17-13


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Bundesfinanzminister Wolfgang SchäubleSchäuble

bestätigt gegen­über der „Wirtschaftswoche“ (22. April), dass Sparguthaben nach dem Modell Zypern auch in Deutschland bei Bankenpleiten herangezogen werden:

„Die Beteiligung von Eigentümern, nachrangigen Anleihegläubigern und dann ungesicherten Anlegern muss der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät.“

Ulf PoschardtUlf Poschardt

sieht in der Aufregung über die Mafia-Verstrickung des „Skandal-Rappers“ Bushido nur die „Heile-Welt-Gelüste“ unserer Zeit entlarvt, wie er in der „Welt“ (20. April) schreibt:

„Bushido ist der Albtraum für Politiker wie Claudia Roth, die glauben, Integration sei ein endloser Karneval der Kulturen. Diese Trugbilder räumt Bushido ab und macht sich im selben Atemzug lustig über die Spießer aus den bürgerlichen Parteien … Als wandelnde Provokation für die Lebenslügen der deutschen Gesellschaft erfüllt Bushido, systemtheoretisch betrachtet, jede Menge wichtige Aufgaben.“

Für den FDP-Euro-Kritiker Frank SchäfflerFrank Schäffler

ist die neue Partei AfD nur Ausdruck einer Krise, deren Höhepunkt noch bevorsteht, wie er gegenüber „Focus online“ (17. April) erklärt:

„Ich bin überzeugt, wir stehen erst am Anfang der Finanzkrise und werden noch ganz andere Entwicklungen erleben als die bislang gekannten. Deshalb werden wir auch andere Entwicklungen des Parteiensystems erleben, wenn die etablierten Parteien auf die Sorgen der Menschen keine Rücksicht nehmen.“

 

Daniel StelterDaniel Stelter

von der Unternehmensberatung „Boston Consulting Group“, die Banken und Regierungen berät, sagt im Deutschlandradio (20. April) voraus, dass Privatvermögen massenhaft belastet werden dürften, um die Schulden der Staaten und Banken zurückzuzahlen:

„Dann muss irgendjemand dafür bezahlen und dann ist es in der Tat so, dass es naheliegend ist, diejenigen, die Vermögenswerte besitzen, die letztlich auch faktisch der Illusion unterliegen, dass die (Schulden) noch völlig zurückgezahlt werden, entsprechend an diesen Kosten zu beteiligen und auf diese Art und Weise die Party aufzuräumen, die Hinterlassenschaft der letzten 30 Jahre.“

Bettina RöhlBettina Röhl

geißelt in „Wirtschaftswoche online“ die aggressiven Versuche, die „Alternative für Deutschland“ in die rechtsradikale Ecke zu drücken. Der „Euro-Mainstream“ wolle sich bloß das eigene Scheitern nicht eingestehen. Doch eine Alternative zur Einheitswährung dürfe kein Tabu sein:

„Es ist schon etwas traurig, dass die Euro-Nomenklatura sich von einer AfD derart bedroht fühlt, dass inzwischen unter dem Stichwort der Wiedereinführung der unschuldigsten deutschen Mark Wolken aus brauner Vergangenheit herbei gerufen werden könnten. Wer argumentativ derart ins Niveaulose sinkt, ist auch dann, wenn diese Niveaulosigkeit nur zwischen den Zeilen transportiert wird, disqualifiziert.“

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Wie man Euro-Kritiker verächtlich macht: Die Tricks von Politik und Medien – eine Psychologie der Massentäuschung


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Kluge Köpfe als Ketzer

Die Welt ist ein Irrenhaus – und der Deutsche Bundestag ist eine der wichtigsten Zentralen dieses Irrenhauses. Bei deutschen Politikern ist Politik die Kunst, die Bevölkerung so schnell über den Tisch zu ziehen, daß die Bürger glauben, die dabei entstehende Reibungshitze sei Nestwärme. Dummerweise entstehen neben der Reibungshitze auch Reibungsverluste – und die uns von Politik und Medien mittels Lügen aufgebürdeten Reibungsverluste sind gewaltig. Langsam, ganz langsam werden wir nun an jene Verluste herangeführt, die mit der Aufgabe von harter D-Mark und hartem Schilling verbunden waren.

Eine Illusion bezeichnet eine Sinnestäuschung; eine andere Wahrnehmung als das, was in der Realität tatsächlich vorhanden ist. Der Euro ist eine permanente Sinnestäuschung. Er wird zumindest von Politik und weiten Teilen der Medien noch immer für etwas anderes gehalten als das, was er tatsächlich ist: die Illusion von Stabilität, Wohlstand und finanzieller Sicherheit.

Allen Ernstes schrieb die CDU in ihrem 2009er-Wahlprogramm, das den Titel „Für ein Europa mit soliden Finanzen“ trägt: „Es ist insbesondere ein Verdienst von Helmut Kohl und Theo Waigel, daß der Euro als stabile und sichere Währung zu einem wichtigen Baustein des europäischen Hauses geworden ist.“ Um uns herum brechen die Banken zusammen. Sie müssen mit unseren Steuergeldern gerettet werden – und die CDU spricht von einer „stabilen Währung“. Das ist die Perfektion einer Illusion.

Noch absurder klingt die Aussage im Regierungsprogramm 2013: „Der Einsatz für eine stabile Währung und für solide Staatsfinanzen sind Markenzeichen unserer nachhaltigen Politik.“ Wie wahnsinnig, verblendet oder betrunken von der eigenen Bedeutung muß man sein, um solche Unwahrheiten zu verbreiten?

Jene, die uns einst Wohlstand und Stabilität durch den Euro versprochcn haben, bereiten uns derweilen allmählich auf mögliche Kriegszeiten vor. So ermahnte Jean-Claude Juncker, Premierminister von Luxemburg und langjähriger Vorsitzender der Euro-Gruppe, zum Neujahrsempfang 2013 alle Journalisten, sie sollten sich schon einmal mit dem Jahr 1913 beschäftigen, dem letzten echten Friedensjahr vor dem Ausbruch des ersten großen Krieges im vergangenen Jahrhundert.

Das Jahr 2013, so Juncker, könnte für die Europäer wieder einmal ein Vorkriegsjahr werden. Angesichts einer solchen Aussage stellt sich die Frage, ob wir im Euro-Land jetzt wirklich schon wieder in einer Zeit leben, in der alle Menschen an Frieden glauben, bevor dann der Krieg kommt. Klar ist nur, daß wir beständig getäuscht werden. Hatten uns Politiker nicht versprochen, der Euro werde Frieden und Stabilitat bringen? Wie Gaukler im Zirkus haben uns Politik und Medien mit billigsten Taschenspielertricks hinsichtlich des Euro getäuscht. Wer die Tricks durchschaute und erklärte, der galt als Miesmacher und Störenfried. (…)

Rund ein Jahrzehnt lang haben uns Politik und Medien mit den Tricks der Massenpsychologie über die Wahrheit hinweggetäuscht. Der Betrug hat gut funktioniert – bis jetzt. Schauen wir einmal zurück: Eine gewaltige Propagandamaschinerie hatte in den 1990er-Jahren behauptet, der Euro werde „stabil wie die D-Mark“ sein und Euro-Kritiker seien „Ewiggestrige“, die sich der positiven und strahlenden Zukunft dreist in den Weg stellten. Man suggerierte uns Wählern in den Medien, Euro-Kritiker seien eine Art populistische Extremisten, die mit leicht zu widerlegenden Argumenten den Aufbruch zu noch mehr Wohlstand und Frieden in Europa zu verhindern suchten.

Kurzum: Man stempelte Euro-Kritiker ab. Man stigmatisierte sie. Wir erleben dieses geschickte Vorgehen in bezug auf Menschen, die eine andere Meinung vertreten, immer wieder in der Geschichte, aber auch in der Gegenwart. Das psychologische Spiel von Medien und Politik wurde inzwischen allerdings perfektioniert, und es gibt diese programmierte massenpsychologische Steuerung unserer Denkweise nunmehr überall. (…)

Doch die meisten Bürger schweigen dazu. Wir empfinden diesen Betrug, den kriminelle Politiker und Journalisten wie selbstverständlich an uns Bürgern verüben, inzwischen als völlig normal. Wir verhalten uns wie Irre in einem Irrenhaus. So weit haben uns Politik und Medien inzwischen gebracht.

Genauso war es damals in der Zeitphase vor der Euro-Einführung. Eine Mehrheit der Menschen im deutschsprachigen Raum wußte instinktiv, daß sie belogen und betrogen wurde. Doch dann lief tiefenpsychologisch bei den meisten Bürgern folgender, von Medien und Politik gesteuerter Mechanismus ab:

Kamen seinerzeit Informationen von außen, die mit dem propagierten Ziel der Aufgabe unserer stabilen D-Mark nicht übereinstimmten (etwa Informationen von Euro-Kritikern), dann entstand bei uns staatstreuen Bürgern psychologisch gesehen ein innerer Konflikt zwischen dem vorherrschenden und von der Gruppe geprägten politisch korrekten Bild und der externen Information. Dieser Konflikt wird von Psychologen kognitive Dissonanz genannt. Der Bürger erkennt tiefenpsychologisch, daß er eine neue Meinung serviert bekommt, die mit dem von der herrschenden politischen Gruppe geprägten Bild nicht vereinbar ist.

Da gab es also Euro-Kritiker, die uns eine gegenteilige Sicht der Dinge präsentierten. Wir ahnten, daß es im Gegensatz zur Propaganda von Politik und Medien die Wahrheit war. Doch wie verhielten wir uns? Wir benahmen uns, um ein Beispiel zu geben, wie ein grundsatzlich vernünftig handelnder Raucher, der wieder einmal hört, daß er durch das Rauchen die eigene Gesundheit stark gefährdet. Der Raucher hört das nicht gern. Er verdrängt es lieber. Er raucht trotz dieser Information weiter – bis er Lungenkrebs, einen Herzinfarkt oder eine andere schwere Krankheit bekommt.

Nicht anders war es vor der Euro-Einführung. Obwohl es viele Fachleute gab, die vor der Aufgabe von D-Mark und Schilling gewarnt und auf die klar erkennbaren Risiken hingewiesen hatten, wollten wir Staatsbürger das lieber nicht hören. Schließlich erklärten Politik und Medien einen anderen Weg für „normal“.

Psychologisch betrachtet reagieren wir auf unangenehme und von der herrschenden politischen Korrektheit abweichende Informationen defensiv. Wir versuchen, solche Informationen so weit umzuinterpretieren oder in Frage zu stellen, daß sie nicht mehr bedrohlich für die Stabilität des Bildes unserer politischen Umgebung sind. Durch diese Abwehrreaktion soll vor allem die Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Information vermieden werden.

So wie ein Raucher aufgrund jahrelanger Beeinflussung durch Werbung fest davon überzeugt ist, daß er selbst keine gesundheitlichen Schäden davontragen wird, so haben wir Bürger die Werbung jener Politiker und Medien geschluckt, die behauptet haben, der Abschied von der stabilen D-Mark werde an der Sicherheit unserer Sparguthaben rein gar nichts ändern. Die Euro-Kritiker haben wir damals innerlich so betrachtet wie ein Raucher die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln. Wir haben sie bestenfalls ignoriert – oder abgelehnt. Das geschah, obwohl uns eine innere Stimme zuflüsterte, daß sie die Wahrheit sagten. (…)

Milch und Honig, die in Mengen fließen, hat man uns mit dem Euro versprochen. Doch Blut und Tränen werden wir bekommen. Angeblich war der Euro das große Friedensprojekt in der europäischen Geschichte. In Wahrheit liegt er als Deckel auf dem Vulkan, in dessen Tiefe es bereits gefährlich brodelt und der demnächst mit ungewissen Folgen explodieren wird.

Der frühere Ministerpräsident von Luxemburg, Jean-Claude Juncker, war einer der skrupellosesten Wegbereiter des Euro. Seine Anhänger nennen ihn „Europhoriker“. Der Mann, der bis Januar 2013 Chef der Euro-Gruppe war, ist bei näherer Betrachtung ein Versager – und zwar einer von vielen „da oben“. Jean-Claude Juncker hat lange vor der Einführung des Euro auf die Sorgen des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten, Edmund Stoiber, bei einer Währungsunion bestehe die Gefahr dauernder Transferleistungen, geantwortet: „Transferleistungen sind so absurd wie eine Hungersnot in Bayern.“

Heute haben wir zwar keine Hungersnot in Bayern, aber Deutsche und Österreicher müssen sich daran gewöhnen, wie selbstverständlich ständig das Portemonnaie für bankrotte EU-Staa-ten zu öffnen, die auf Transferleistungen angewiesen sind. Somit werden Erinnerungen wach an jene, die vor Menschen wie Jean-Claude Juncker und den vielen anderen Euro-Schergen gewarnt haben.

Jeder dritte Deutsche hat noch D-Mark-Münzen oder -Scheine, beinahe jeder Österreicher besitzt noch Schillinge. Rund zwei Drittel der Deutschen sehnen sich nach der D-Mark zurück. Eine D-Mark-Partei hätte immerhin ein Wählerpotential von mindestens 18 Prozent – in Ostdeutschland sogar von 25 Prozent.

Angeblich sollte der Euro Wohlstand schaffen. In Wahrheit hat er den Menschen im deutschsprachigen Raum nur Schaden gebracht. Das sehen inzwischen auch die bekanntesten deutschen Manager so. Der Unternehmer Bernd Scheifele, Chef von Heidelberg-Cement, erklärte im Januar 2013: „Der Euro schafft keinen Wohlstand: Die Kosten der Währungsunion sind einfach zu hoch, das müssen die Politiker endlich einsehen.“

Der Börsen-Guru André Kostolany war einer der wenigen, die das früher auch schlichteren Gemütern zu erklären versuchten. Kostolany verglich die Euro-Währung im Jahr 1998 mit einem „ungeborenen Kind“ und sagte, niemand wisse, ob es ein Genie oder ein Dummkopf werde. Mittels dieser Formulierung wies er auf das große Wagnis hin, die stabile D-Mark aufzugeben. Der gebürtige Ungar war der festen Überzeugung, mit dem Euro werde es in Europa „schreckliche Turbulenzen“ geben. (…)

Können Sie sich an den 6. Januar 2013 erinnern? An jenem regnerischen Tag erklärte man in Brüssel die Euro-Krise offiziell für beendet. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barro-so untersagte fortan Diskussionen über Finanzkrise und Euro-Schwäche. Die Sparguthaben gelten seither angeblich als sicher – die weise Führung der Europäischen Union hat uns dieses politisch korrekte Denken zumindest verordnet. Doch wer intelligent ist, der läßt sich sein Denken nicht vorgeben. Wer intelligent ist, der sorgt jetzt vor und lernt aus den Fehlern der Vergangenheit.

Übrigens: An jenem Tag, an dem Barroso die Euro-Krise offiziell für beendet erklärte und forderte, daß wir Bürger nicht länger darüber sprechen, prophezeite uns einer der bekanntesten Großinvestoren der Welt einen absehbaren großen Krieg: der Hedgefonds-Manager Kyle Bass. Er erwartet gewaltige bewaffnete Auseinandersetzungen aufgrund der Euro-Schuldenkrise. Er erklärte am 6. Januar 2013, noch nie habe die Menschheit bei einer derart hohen Schuldenlast den Frieden bewahren können. Die enorme weltweite Verschuldung, vor allem in den USA und in Europa, werde nicht nur zu gewaltigen Steuererhöhungen, Renten- und Lohnkürzungen führen, sondern auch direkt in den Krieg münden: „Ich weiß noch nicht, wer gegen wen kämpfen wird, aber ich bin mir sicher, daß in den nächsten Jahren Kriege ausbrechen werden, und nicht nur kleine.“

Sofort fielen Politiker und Medien über den erfolgreichen Manager her und erklärten ihn zu einem „Wichtigtuer“ und „Schwarzseher“. Bekanntermaßen hat man auch in den 1990er Jahren jene, die uns schlechte Zeiten mit dem Euro voraussagten, zu „Schwarzsehern“ gestempelt. Jegliche Kritik am Abschied von D-Mark und Schilling wurde unterdrückt. Euro-Skeptiker wurden damals stigmatisiert. Inzwischen wissen wir, daß die „Schwarzseher“ recht hatten.

Tatsächlich stand die überwältigende Mehrheit der Fachleute der Euro-Wäh-rungsunion von Anfang an skeptisch gegenüber. Sie wurden zwei Jahrzehnte lang als „Europafeinde“ gebrandmarkt. Man hetzte den Verfassungsschutz auf sie, und die Medien schrieben sie nieder. Heute, wo sie mit ihren schlimmsten Prognosen recht behalten haben, besitzen Politik und Medien auf einmal große Erinnerungslücken. Doch damit nicht genug: Politik und Medien machen immer noch so weiter wie bisher – und orientieren sich an falschen Propheten.

 

Dr. Udo Ulfkotte, Jahrgang 1960, ist Politologe und Publizist. In der JUNGEN FREIHEIT warnte er 2011 vor sozialen und ethnischen Unruhen in Deutschland (JF 34/11).

Unser Text ist – mit freundlicher Genehmigung von Autor und Verlag – ein Auszug aus dem neuen Buch von Udo Ulfkotte: Raus aus dem Euro – rein in den Knast. Kopp Verlag 2013, gebunden, 304 Seiten, 19,95 Euro

Foto: Drakonische Strafen im Mittelalter (zeitgenössische Darstellung): „Wer die Tricks durchschaute und erklärte, der galt als Miesmacher und Störenfried“

Euro-Kritiker

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