Links“intellektuelle“ haben die abendländische Kultur wehrlos gemacht


Bettina Röhl beklagt in der „Wirtschaftswoche“ (7. Oktober), dass Linksintellektuelle die abendländische Kultur wehrlos gemacht hätten:

„Mit jeder Enthauptung eines Menschen … wird dem Westen ein weiteres Stück seiner Würde genommen. Der Westen wird im Sinne des üblich gewordenen Schimpfwortes, du Opfer, zu einem solchen Opfer degradiert … Der Westen hat schon lange keine Idee mehr. Er schwelgt überheblich, lässig, aber eben vor allem fahrlässig in Selbstverleugnung und hält dies für die höchste Stufe der kulturellen Entwicklung der Menschheit. Das ist vor allem das im Prinzip kriminell zu nennende Machwerk der Kaste der sogenannten Westintellektuellen, die man standardmäßig Linksintellektuelle nennt.“

 

Der britische Ökonom Paul Collier rät im „Spiegel“ (6. Ok­tober) zu drastischen Maßnahmen gegen die illegale Einwanderung:

Sobald ein „Flüchtling“ einen Fuß auf den Strand von Lampedusa setzt, hat er mehr Rechte, als wenn er die Reise nicht angetreten hätte … Wir müssen sie zurück in die Heimat schicken und dadurch die illegalen Routen nach Europa so unattraktiv wie möglich machen, auch wenn das hart klingt.

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paz 42-14

Der Westen pflastert den Weg zum Krieg mit Lügen


Aus offiziellen Stellungnahmen der russischen Regierung geht hervor, dass der Präsident und sein Außenminister weiterhin auf den guten Willen »unserer westlichen Partner« vertrauen, für die Probleme in der Ukraine, für die Washington verantwortlich ist, eine vernünftige Lösung zu finden. Aber in den westlichen Hauptstädten fehlt nicht nur jeder Hinweis auf diesen »guten Willen«, auch die feindseligen Maßnahmen gegenüber Russland nehmen zu. Darüber hinaus sind feindselige Maßnahmen geplant, obwohl ihr wesentlicher Effekt darin besteht, Europa zu schaden.

 

So gehorchte der sozialistische französische Staatspräsident Hollande den Anweisungen Washingtons und verweigerte die Auslieferung eines Schiffes, zu der er Russland gegenüber vertraglich verpflichtet war. Die Meldungen zu dieser Angelegenheit sind so nachlässig und inkompetent, dass aus ihnen nicht hervorgeht, ob Russland bereits für das Schiff bezahlt hat oder ob die Zahlungen erst nach Lieferung erfolgen sollten. Sollte Russland noch nicht bezahlt haben, müssen die Unternehmen den Verlust tragen, die für den Bau des Schiffes verantwortlich sind. Hat Russland bereits bezahlt, hat dieser törichte französische Präsident im Namen Frankreichs einen Vertragsbruch begangen, für den auf Frankreich nach dem Völkerrecht erhebliche Kompensationszahlungen zukommen.

Es lässt sich noch nicht sagen, ob Russland damit geschadet wurde. Der Westen muss vor allem die strategischen Atomstreitkräfte Russlands fürchten, aber keinen Hubschrauberträger. Auf jeden Fall hat Holland Russland deutlich gemacht, besser keine weiteren Geschäfte mehr mit Frankreich oder einem anderen NATO-Mitgliedsland abzuschließen.

Russland sollte in dieser Angelegenheit wegen Vertragsverletzung vor Gericht ziehen. Entweder wird Frankreich Strafgelder zahlen müssen, deren Höhe den Auftragswert übersteigen könnte, oder der Westen wird wieder einmal beweisen, dass aus seiner Sicht das Völkerrecht keine Bedeutung besitzt. Wäre ich in der Position Russlands, würde ich auf einen Hubschrauberträger verzichten, um diesen Sachverhalt vor aller Welt deutlich zu machen.

Marine Le Pen, die einzige führungsstarke Politikerin Frankreichs, ist noch nicht an der Macht, aber ihre Anhängerschaft und die öffentliche Unterstützung für sie wachsen. Le Pen erklärte, Hollands vorauseilender Gehorsam gegenüber Obama »wird Frankreich einen hohen Preis abverlangen: Millionen unbezahlter Arbeitsstunden und ein Strafgeld in der Größenordnung von fünf bis zehn Milliarden Euro«. Hollande versuchte seinen Kotau gegenüber Washington mit einer Lüge zu rechtfertigen: »Das jüngste russische Vorgehen im Osten der Ukraine verletzt die grundlegenden Prinzipien europäischer Sicherheit.«

Das Gegenteil ist der Fall. Es ist das törichte Vorgehen Hollands, Merkels und Camerons, das die europäische Sicherheit gefährdet, weil es Washington ermöglicht, seinen Kriegskurs gegenüber Russland fortzusetzen.

Den Nachrichten zufolge, was immer sie auch wert sein mögen, bereiten Washington und seine EU-Marionetten weitere Sanktionen gegen Russland vor. Angesichts der Dummheit und Inkompetenz Washingtons und der EU bleibt unklar, wer unter den Sanktionen mehr zu leiden hat – Russland oder Europa. Wichtig bleibt festzuhalten, dass Russland nichts getan hat, was die Verhängung von Sanktionen rechtfertigen würde.

Schon der Irak, Afghanistan und Libyen wurden auf der Grundlage unverblümter Lügen angegriffen, und im Falle Syriens und des Iran bereitet man auf der Grundlage offenkundiger Unwahrheiten einen Angriff vor. Auch die Sanktionen gegen Russland beruhen ausschließlich auf offenkundigen Lügen. Wie die britische Tageszeitung The Telegraph berichtete, sollen die neuen Sanktionen allen russischen staatlichen Erdöl und Rüstungsunternehmen den Zugang zu Krediten auf den europäischen Kapitalmärkten erschweren. Dies würde mit anderen Worten auch bedeuten, alle westlichen Erdölunternehmen, die in Russland geschäftlich tätig sind, wären von diesen Einschränkungen ausgenommen.

Russland könnte auf diese Sanktionen mit der Beschlagnahmung aller westlichen, in Russland tätigen Unternehmen reagieren, um auf diese Weise den durch die westlichen Sanktionen angerichteten Schaden zu kompensieren. Eine andere Möglichkeit bestünde darin, sich zunehmend auf den chinesischen Finanzmärkten zu finanzieren. Darüber hinaus wäre es möglich, im Energie- und Rüstungsbereich zu einer Eigenfinanzierung überzugehen. Wenn die USA Geld drucken können, um den Untergang von vier oder fünf Großbanken zu verhindern, kann Russland den Geldhahn aufdrehen, um seinen Bedarf zu finanzieren.

Das Beispiel Washingtons lehrt den Rest der Welt, dass ein Land verrückt sein muss, um weiterhin noch Geschäfte mit dem Westen abzuschließen. Der Westen sieht die Wirtschaft als sein wichtigstes Werkzeug, um seine Vorherrschaft über Strafaktionen sowie Ausbeutung und Plünderung durchzusetzen. Es überrascht, dass nach so vielen Lektionen immer noch Länder Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) beantragen. Es ist derzeit unmöglich, die Augen davor zu verschließen, dass ein Kredit des IWF derzeit zwei Ziele verfolgt: die Ausplünderung des entsprechenden Landes durch den Westen und die Unterordnung des Landes unter die auf Vorherrschaft abzielende Politik des Westens. Nur eine törichte Regierung beantragt noch IWF-Kredite.

Alleinige Verursacher der Krise in der Ukraine sind die USA, die Europäische Union und Kiew. Offenbar interpretiert Washington die zurückhaltende Reaktion Russlands als Beweis dafür, dass sich die russische Regierung einschüchtern lässt. Aber wenn Putin alle Stiche in seiner Hand hält und Europa jederzeit schwersten Schaden zufügen kann, indem er die Lieferung von Erdgas einstellt und darüber hinaus die gesamte Ukraine innerhalb von zwei Wochen oder weniger Russland wieder anschließen könnte, wie will Washington dann seinen Willen durchsetzen?

Ist Russland tatsächlich so verzweifelt, dass es um jeden Preis Teil des Westens sein will und sich mit dem Status eines Vasallenstaates von Washingtons Gnaden zufriedengeben würde?

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/dr-paul-craig-roberts/der-westen-pflastert-den-weg-zum-krieg-mit-luegen.html

Bald geht der Krieg los – und wir sind mittendrin… von Eva Hermann


Serie: Frei gedacht

Eva Herman

von Eva Herman

Es scheint ein Wettlauf mit der Zeit zu sein: Wann beginnt ein Nato-Ukraine-Krieg gegen Russland? Es sieht nicht günstig aus für friedliche Zeiten. Doch was wissen wir im Westen eigentlich über den „Ukraine-Konflikt“ und seine Ursachen? Weitgehend das, was uns die Medien Tag für Tag verabreichen: Als bestehende „Tatsachen“ wären da der „Diktator“ Putin, die „Krim-Annexion“, die Kämpfe der „pro-russischen Rebellen“. Aber wieso hören und lesen wir kaum von Begriffen wie „Neurussland“? Oder von dem eigentlichen Kriegsgrund: Der Abwendung der BRICS-Staaten von der Federal-Reserve-Leitwährung?

Derzeit überschlagen sich die Ereignisse: Mehr als tausend russische Soldaten seien auf ukrainischem Boden aktiv, behauptet die Nato. Der ukrainische Milliarden-Schokoladen-Präsident Poroschenko klagt, das russische Militär sei im Osten der Ukraine einmarschiert. Das wird vom OSZE-Vertreter Russlands in Wien bestritten. Bundeskanzlerin Merkel verlautbart, Russlands Vorgehen in der Ukraine dürfe „nicht folgenlos“ bleiben. Sofort wird eine Dringlichkeitssitzung des UN-Weltsicherheitsrats einberufen, der Russland scharf kritisiert. Die EU will über weitere Sanktionen beraten. So beginnen Kriege …

Das Damoklesschwert über dem Geschick Europas senkt sich, die Ereignisse werden beschleunigt. Wer gestern noch verlacht wurde wegen geäußerter Kriegsbefürchtung, erhält heute volle Zustimmung. Ja, es könnte wirklich bald Krieg geben zwischen dem Westen und Russland.

Zum Westen gehören die USA, die Ukraine und Europa, also auch Deutschland. Wenn dieser Krieg Wirklichkeit wird, dann ist es bei uns mit den ruhigen Zeiten vorbei. All das, was unsere Vorfahren mühselig nach zwei Weltkriegen wieder aufbauten, wird in kurzer Zeit zunichte gemacht. Viele Menschen können sich das noch nicht vorstellen: Zerbombte Häuser, zerstörte Infrastrukturen, kein fließendes Wasser mehr, kaum Strom. Und so weiter. Krieg bedeutet viele Tote und Verletzte, Leid und Tränen, die Verluste werden vor keiner Familie halt machen.

Worum geht es in diesem Krieg? Ja, wir haben es, trotz zahlreicher Nebelbomben unserer Mainstream-Medien, doch schon hin und wieder gehört: Der Westen will sich die Ukraine unter den Nagel reißen. Wegen der Rohstoffe, sagen investigative Journalisten. Wegen der russischen Abwendung vom Petro-Dollar, sagen Kenner. Wegen der wogenden Getreidefelder, sagen die Älteren, weil man die Ukraine früher immer als Kornkammer Europas bezeichnete. Das ist sie auch, beziehungsweise sie war es. In letzter Zeit ist dort nicht mehr so viel los, heißt es, denn viele Männer, vor allem aus dem Osten und Süden der Ukraine, seien nun im Krieg. Ja, liebe Leute, dort herrscht Krieg! Tausende Tote hat die Ukraine inzwischen zu verzeichnen, die Zahl der Verletzten geht in die Hunderttausende. Die Flüchtlinge werden mit über einer Million beziffert, die bereits in Russland angekommen sein sollen. Sie kommen meist aus Neurussland.

Neurussland? Wo liegt das? Was ist das? Warum erfahren wir in den Mainstream-Medien so wenig über Neurussland? Zwar wird das Gebiet Donbass und Umgebung genannt, doch was steckt in Wahrheit hinter den erbitterten Kämpfen in dieser Region?

Die ukrainische Armee, die weitgehend vom Westen und den Rechtsextremen orchestriert wird, kämpft gegen die „pro-russischen Separatisten“, heißt es. Man müsste aber sagen, gegen die Armee Neurusslands. Erst vor kurzem hat sich „Noworossija“ als Staat gegründet, durch einen selbsternannten Ministerrat. Bei einer Pressekonferenz wurden die Ansichten und Werte der Menschen dort der Welt vorgestellt. Der Verteidigungsminister der Donezker Nationalen Republik betont, dass sie jetzt erbittert gegen die eindringende,  Putsch-Regierung der US-Marionetten kämpften. Die Neurussen hatten vor Monaten um Föderalisierung gebeten, denn sie wollten auf keinen Fall, wie Kiew, zu Europa gehören. Doch sie erhielten diese Chance nicht. Danach erbaten sie ein Referendum: Abgelehnt!

Nun, sagt der Vorsitzende des Ministerrats, Alexander Sachartschenko, „müssen wir eben kämpfen, wenn es sein muss, bis zum letzten Blutstropfen!“ Sie hätten versucht, auf friedliche Weise die Unabhängigkeit von der zunehmend westlich beeinflussten Ukraine zu realisieren. Darüber haben unsere Westmedien so gut wie nie berichtet! Nun ist dort Krieg, „Kiew hat es nicht anders gewollt“. „Was ist unser Makel?“, fragt Sachartschenko, „warum bekämpft ihr uns, was haben wir falsch gemacht? Dass wir darum gebeten haben, unabhängig zu sein? Dass wir so leben wollen, wie es uns gefällt? Worin besteht unsere Schuld: Weil wir Schiefergas haben und man uns deswegen vom Angesicht der Erde fegen will?“

Während die Neurussen nun verzweifelt um ihre Kultur, um ihre Identität, ihre (russischen) Traditionen, um ihr Land kämpfen, findet über ihren Köpfen allerdings eine ganz andere Auseinandersetzung statt: Der russische Präsident Wladimir Putin lässt sich nicht mehr von der US-Regierung auf der Nase herumtanzen, die seit Jahren, gegen jede Vereinbarung, die Nato-Osterweiterung vorantreibt, in Rumänien, Bulgarien, Tschechien und Polen Raketenschilde aufgebaut und sie gegen Russland gerichtet hat.

Nun hat Putin sich mit den BRICS-Staaten zusammengetan und eine Bank gegründet, die der Federal-Reserve-Währung ordentlich Beine macht. Auch wird Russland künftig seine Öl- und Gasexporte nicht mehr in US-Dollar, sondern in Rubel abrechnen, ließ Moskau verlautbaren. Der russische Energie-Riese Gazprom hat dort allein Förderrechte von über 230 Millionen Tonnen Erdöl und 270 Milliarden Kubikmeter Erdgas.

Wer sich je mit der anglo-amerikanischen Administration anlegte, wer es wagte, dem Dollar eine Alternative gegenüberstellen zu wollen, der hat dies stets bitter bezahlt, denken wir an das Schicksal Iraks, an Saddam Hussein, der im Angesicht der Weltöffentlichkeit gehenkt wurde, nachdem man ihm die inzwischen längst widerlegte Lüge über Massenvernichtungswaffen angehext hatte. Denken wir auch an das einst blühende, aufstrebende Libyen unter Muammar al Gaddafi, der nicht nur Massen von Sklaven zu selbstbestimmten Bürgern machte, der nicht nur ein Wüstenbewässerungssystem entwickeln ließ, welches nahezu den gesamten arabischen Raum fruchtbar machen sollte, sondern der auch mit dem Gold-Dinar dem blutigen Dollar zu Leibe rücken wollte. Sein Schicksal endete ähnlich wie das Saddams. Beide Länder wurden völlig destabilisiert, ihre reichen Ölvorkommen unter Europäern und US-Firmen „brüderlich“ aufgeteilt.

Was wird aus Russland? Aus Neurussland? Aus der Ukraine? Was wird aus Europa? Es muss das Schlimmste befürchtet werden. Die Kriegstrommeln werden lauter, das westliche Kriegsbündnis sammelt sich, die Positionen werden verteilt: Norwegen hat ein 450-Mann starkes Panzerbataillon zu zweimonatigen „Übungen“ an die Grenze zwischen Lettland und Russland entsandt. Die Nato stellt jetzt eine rasche Eingreiftruppe auf, unter dem Oberkommando der Briten: Zehntausend Mann werden aus dem Baltikum und den Niederlanden entsandt. Das ist erst der Anfang. Jetzt geht der Krieg los. Und wir sind mittendrin!

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paz 36-14

Endgame – Deutschland als Schlüssel zum Krieg


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Die gegenwärtige politische Situation ist weitaus gefährlicher als die Kuba-Krise von 1962. Das wird einem bewusst, wenn man die Fakten betrachtet. Damals bildete der Ostblock eine schier unüberwindbare Grenze quer durch das östliche Europa. Die Atomwaffen waren auf beiden Seiten stationiert und hielten sich gegenseitig in Schach. Die Kriegsschauplätze waren in jener Zeit woanders, weit weg von der amerikanischen Küste und auch noch weit genug vom russischen Territorium entfernt. Die Stationierung von Atomwaffen in Kuba, direkt vor der Nase der USA, brachte den Kalten Krieg kurz zum Kochen. Der Westen war empört, dass der Russe es wagte seine Raketen auf Kuba zu stationieren. Man möge sich gar nicht vorstellen wenn der böse Russe, z. B. seine Raketen auch noch in Mexiko oder Kanada hätte stationieren können!

Heuer unterhalten die angloamerikanischen Streitkräfte Militär-Basen rund um Russland (Polen, Bulgarien, Rumänien usw.). Eines der letzten Puzzleteile, um das strategische Spiel zu gewinnen, ist für die NATO, die Ukraine. Ausgerechnet dort, wo jeder auffällig russisch spricht und sich viele eigentlich zur großen Mutter Russia hingezogen fühlen. Russland hätte somit gegnerische Atomwaffen direkt vor der Tür. Zur Erinnerung, als die Osmanen damals vor Wien standen, war die Mitteleuropäer erschreckt und es bedurfte eines riesigen Kraftaktes um die Türken nach Süden zurückzutreiben.

False Flag – Operationen, zum Kriegseintritt!krieg

Wenn dann nun all das Kriegsgerät in Stellung gebracht ist, fehlt nur noch ein Kriegsgrund, um den Gegner anzugreifen. Obwohl die Briten und Amerikaner wahre Meister für Operationen unter falscher Flagge sind, ist eine solche durch die Deutschen in die Geschichte eingegangen. Der Überfall auf den Sender Gleiwitz wurde von alliierter Seite, als eine False Flag-Operation und dem Angriff der Deutschen auf Polen und damit den Beginn des 2. Weltkrieges betrachtet. Dies war nun kein Meisterstück der Strategie, sondern eher ein Zeichen für die Unerfahrenheit des deutschen Militärs.

Nun, die größten Intriganten der letzen 500 Jahre sind wohl neben den Amerikanern, die Briten. Den Kolonialkriegen, dem Burenkrieg und den Kriegen mit Frankreich und Holland, gingen meistens False-Flag – Operationen voraus. Das hat bei ihnen Methode und ihre intriganten Wurzeln gediehen später in der jungen amerikanischen Nation. So verwickelten die Amerikaner 1898 durch einen selbstinszenierten Sprengstoff-Anschlag in Havanna auf ihr eigenes Kriegsschiff USS Maine, Spanien in einen Krieg und besetzten daraufhin deren Kolonial-Gebiete. Dazu ist die Beweisführung schwer, doch alleine schon die natürliche Logik lässt gar keinen anderen Schluss zu. 2 Monate nachdem Szenario, den angeblich spanische Truppen mit einem Torpedo ausgeführt hatten, erklärte die kriegs-vorbereiteten USA dem kriegs-unvorbereiteten Spanien den Krieg!

Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der angloamerikanischen Elite schon lange an einem globalen Krieg gebastelt, der auch u. a. die starke wirtschaftliche Konkurrenz aus Mitteleuropa mit Unterwerfen sollte! Um mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, sollte der unterernährte russische Bär, gleich mit in einen Krieg gedrängt werden. Zuerst sollte Russland als Ostfront gegen die Mittelmächte dienen, um ihre kontinentale Militärmacht zu spalten. Nach einem Sieg, wie ihn die Geheimdienste der Briten und Franzosen schon geplant hatten, sollte gleichzeitig die Monarchie in Russland, durch die weiße Armee gestürzt werden. Auch diese Armee unter General Koltschak war eine von westlichen Bankern finanzierte False-Flag-Operation. Die Rote Armee unter Lenin und Trotzki wiederum, wurde von reichen Adligen aus Deutschland finanziert und sollte den Plan des Westens vorerst vereiteln.

In der Geschichte finden sich genug Beweise um diesen „unter falscher Flagge“ laufenden Operationen den Ursprung und das Motiv einer kleinen Elite zuzuschreiben. Napoleon war damals der Erste, der im Auftrage dieser Strippenzieher, Russland unterwerfen sollte, was jedoch nicht gelang.

Deutschland als Schlüssel!

Vorher kapitulierte in Deutschland nur die Wehrmacht, denn die komplette Executive wurde verhaftet, hingerichtet oder beging Suizid. Es war niemand da, der einen Friedensvertrag aushandeln konnte und somit gibt es bis heute nur einen Waffenstillstand mit dem deutschen Volk.

Wie Deutschland, ist auch Italien nur eine Marionette der Amerikaner und Briten.

Das Grundgesetz ist im Grunde genommen eine Verordnung der Besatzungsmächte und wird immer mehr ausgehöhlt.

Viele Artikel sind weggefallen und andere angeblich neuen Gesetze wurden hinzugemogelt, die das Bundesverfassungsgericht weitgehend für nichtig erklärte. Selbst die Bundestagswahlen rückwirkend bis 1956 sind für ungültig erklärt worden!

Also wenn diese Regierung nicht rechtsfähig ist, darf sie auch keine Gesetze beschließen, das ist sonst eine diktatorische Willkür.

Die Türkei als weiteres Puzzle

Auch in der Türkei sind im Moment Kräfte im Hintergrund am Werk um sie durch Intrigen als Initiator einer False-Flag-Operation zu missbrauchen. Es liegt im Bereich des Möglichen, dass an Erdogan vorbei dieser Plan durchgesetzt werden soll. Westliche Hetzmedien berichteten schon von einem angeblichen Kriegseintritt gegen Syrien. Erdogan will das mit Sicherheit nicht, aber wie wir aus der Geschichte wissen, kann so etwas mit Intrigen und Bestechungen sehr schnell von statten gehen. Wenn die Türkei gegen Syrien in den Krieg zieht, kommt es mit großer Wahrscheinlichkeit zur Konfrontation mit dem dort vorhandenen russischen Stützpunkt und schon ist der gewollte Dominoeffekt der NATO im Gange.

Der Vorwand um Russland anzugreifen ist dann perfekt. Und wieder einmal würde sich die Geschichte wiederholen und die Briten, Franzosen und Amerikaner als Unschuldig darstellen. Dazu schürt man z.B. in Deutschland einen Bürgerkrieg mit den dort ansässigen Türken und die Besatzungsmächte übernehmen dadurch als sogenannte Wächter, wieder die Gewalt in ihrem deutschen Besatzungsgebiet. Der Waffenstillstand wird dann von anderer Seite gebrochen und die Deutschen befinden sich mit über 50 Nationen ohne zutun wieder im Krieg. Der nächste Weltkrieg hat dann begonnen und Europa ist wieder Schauplatz eines inszenierten Genozids. Die meisten wissen zwar bereits wer die wahren Kriegstreiber sind, aber es nützt nichts das stillschweigend hinzunehmen.

Wir stehen nach 100 Jahren vor der Fortsetzung eines Krieges denn wir selber nicht wollten und wollen, der aber sukzessive näher kommt. Vor allem werden wir Augenzeuge wie Russland in einen Krieg getrieben werden soll, den es mehr als offensichtlich nicht will. Die jungen, investigativen Medien bringen die Wahrheit immer mehr an das Tageslicht. Es gibt einige die Annehmen, dass Vladimir Putin krieg3auch nur eine Marionette der Rothschilds und Rockefellers ist, was man aber durchaus bezweifeln könnte. Schließlich erließ Russland 2012 schon Haftbefehle gegen einige Vandalen der Hochfinanz wie George Soros und Rothschild-Henchmann. In Russland kann man die freien Wahlen (inklusive Auszählung) sogar über Kameras in den Wahllokalen verfolgen, (Was hier wohl nicht möglich ist).

Russland will sich vom IWF lösen und hat schon in Sankt Petersburg eine eigene Rohstoff-Börse. Es wird von russischen Oligarchen, die in London leben, enorm viel Geld in die russische Opposition investiert um Putin zu stürzen. Aber das russische Volk liebt ihn und momentan wird er als Heilsbringer weltweit verehrt. Viele Dinge sprechen dafür, dass er einer dieser Dirigenten ist, der sich gegen die Hochfinanz stellt, aber das noch nicht genau beurteilt werden! Eines ist gewiss, Russland ist kein Kriegstreiber in diesen Tagen. Vielleicht sind die Interessen von Russland und China auch nur ein Teil der NWO, wer weiss das schon mit Sicherheit.

Nur wäre es an der Zeit unsere Köpfe aus dem Sand nehmen und unsere eigenen noch vorhandenen Rechte auf eine Souveränität wahrnehmen und uns wenn nötig eine neue Verfassung geben die vom Volk ausgeht und durch das Volk kontrolliert wird.

Friedensverträge müssen mit anderen Nationen gemacht werden, die längst überfällig sind. Nur ein souverän geführter Staat durch das Volk kann in keinen Krieg gezogen werden. Ganz Europa muss sich erheben um die feigen Gestalten die von oben herab uns mit ihrer Hetzpresse manipulieren und kontrollieren zu vertreiben! Viel Zeit bleibt vielleicht nicht mehr, bevor die Notstandsgesetze ausgerufen werden und die letzen Rechte auf Freiheit in einem grellen Blitz verschwinden.

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http://www.neopresse.com/politik/endgame-deutschland-als-schluessel-zum-krieg/

Der Westen gegen Putin: Wie weit sind wir von einem Dritten Weltkrieg entfernt?


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Par7825559Zwischenfall auf Militärbasis: Kiew sieht „militärische Phase“ der Krim-Krise angebrochen

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Zwei Tote hat es am Dienstagabend nach Unruhen auf der Krim gegeben, nachdem Putin die Entscheidung des Referendums der Halbinsel besiegelt hatte. Bleiben solche Ausschreitungen Ausnahmen, oder lauert in dem anhaltenden Konflikt die Gefahr eines flächendeckenden Krieges?

Mit der Unterzeichnung des Vertrags zum Anschluss der Krim an Russland hat Präsident Wladimir Putin die Lage auf der ehemals ukrainischen Halbinsel weiter verschärft. Der Westen reagiert bestürzt auf die Besiegelung der Referendums-Entscheidung. US-Vizepräsident Joe Biden sprach von Landraub. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in der Aufnahme der Krim durch Russland einen Verstoß gegen internationales Recht. Nicht wenige Beobachter fürchten den Beginn eines neuen Kalten Krieges. Ist das wirklich das Worst-Case-Szenario?

Keine Wiederherstellung des Waschauer Pakts

Am Dienstagabend wurden ein ukrainischer Soldat und ein Mitglied der prorussischen sogenannten Selbstverteidigungskräfte auf der Krim aus dem Hinterhalt erschossen. Eine Eskalation blieb aus. Der Vorfall zeigt jedoch, welche potenzielle Gefahr herrscht. Auf der Krim stehen sich derzeit zwei verfeindete Armeen auf engem Raum gegenüber. Eine Situation, die es so an der Grenze zu Europa seit langem nicht gegeben hat. Wie lange noch wird es sich bei der gegenseitigen Provokation lediglich um Säbelrasseln handeln? Birgt die Krim-Krise größere Gefahren? Könnte sich aus der tiefen Kluft zwischen Ost und West ein richtiger Krieg entwickeln?

Carlo Masala, Professor für internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München empfindet derartige Bedenken als unberechtigt. „Man kann anknüpfend an Putins Rede sagen, dass es nicht zu einer Art Neuauflage des Kalten Krieges kommen und noch weniger ein dritter Weltkrieg ausbrechen wird“, sagt er im Gespräch mit FOCUS Online.

Putin gehe es nicht um die Großmachtrolle, sondern um eine regionale Vorherrschaft im unmittelbaren Umfeld Russlands. „Somit ist die strategische und geopolitische Dimension des Konflikts viel geringer als damals, als es während des Kalten Krieges um die Vorherrschaft auf dem Globus ging“, so Masala. „Russland hat keinen Appetit auf eine Wiederherstellung des Waschauer Pakts.“

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http://www.focus.de/politik/ausland/der-westen-gegen-putin-wie-weit-sind-wir-von-einem-dritten-weltkrieg-entfernt_id_3701582.html

„Diese Todesliste gibt es wirklich“


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aaaFoto: Soldaten einer amerikanischen Spezialeinheit im „Anti-Terror“-Kampf: „Meine Intention war zu beschreiben, was wirklich vor sich geht – ohne anzuklagen, ohne zu rechtfertigen.“

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medien, audio

Mit einem vielgelobten Bestseller ist der Altmeister des Thriller-Genres, der Brite Frederick Forsyth, zurückgekehrt. Sein Roman entfaltet das atemberaubende Panorama des weltweiten „Krieges gegen den Terror“.

Herr Forsyth, „Die Todesliste“ lese sich „wie das Skript zu einem Dritten Weltkrieg, der längst im Gang ist“, schreibt ein Rezensent. Was macht Ihr Buch so aktuell?

Forsyth: Nun, eigentlich muß man gar nicht lange suchen, um auf die erstaunlichen technischen Neuerungen, bizarren Krisen und Ausbrüche von Gewalt und Beinahe-Kriegen unserer Zeit zu stoßen. Ich habe schon lange des Gefühl, daß die Ära, in der wir seit etwa fünfzig Jahren Leben, eine der außergewöhnlichsten der Geschichte ist. Also, warum erst lange nach Themen für ein neues Buch suchen?

In „Die Todesliste“ erhält man einen Einblick in die „Architektur“ des globalen Anti-Terror-Kampfes des Westens. Ist das alles detailgetreu rekonstruiert oder doch teilweise Fiktion?

„Nur Europäern verursacht
das Gewissenskonflikte“

Forsyth: Die Figuren und Ereignisse sind natürlich erfunden – allerdings basieren sie auf tatsächlichen Menschen und Geschehnissen. Was aber die Hintergründe angeht, auf die Ihre Frage ja wohl abzielt: Bei meinen Recherchen war ich immer wieder überrascht über die Vielzahl an Informationen, die bereits bekannt sind, sprich: die schon irgendwo publiziert wurden – wenn man weiß, wo man nachschlagen muß.

Liest man Ihr Buch, erscheint die Welt als eine globale Kampfzone – mit Todeslisten, extralegalen Hinrichtungen, dem Rechtsstaat nur noch als Kulisse für Geheimdienste. Ist das tatsächlich unsere Zukunft?

Die Todesliste

Forsyth: Nein, beruhigen Sie sich, so schrecklich ist es nicht. Aber natürlich stimmt es, daß geheime, verdeckte Konflikte existieren. Nach dem Zweitem Weltkrieg und dem Kalten Krieg ist es heute im Zeitalter des Kampfs gegen den Terror ein neuer religiöser Fanatismus, der den Westen bedroht, erwachsen aus dem Herzen einer der großen Weltreligionen. Der Westen mag ja die reichste, demokratischste und wohl auch zügelloseste Gesellschaft sein, die die Welt je gesehen hat – aber er ist eben dennoch bedroht.

Vordergründig erzählen Sie die Geschichte der Jagd amerikanischer Spezialkräfte auf einen islamistischen Terror-Prediger. Tatsächlich wirkt Ihr Buch allerdings so beeindruckend, weil es das Szenario globaler Überwachung und Kriegführung entfaltet. War das Ihre Absicht?

Forsyth: Ja, natürlich. Bei meiner ersten Recherche zum Thema dschihadistischer Fanatismus stieß ich auf einen Mann namens Anwar al-Awlaki, einen halb amerikanischen, halb jemenitischen Prediger, der seine Predigten online rund um die Welt schickte. Allerdings: Der Mann sprach perfekt Englisch, und seine Predigten zielten nicht auf die Jugend in der moslemischen Welt, sondern auf die moslemische Jugend in der westlichen Welt. In „Die Todesliste“ greife ich diese Figur auf, indem ich quasi ihren fiktionalen Nachfolger schildere, nachdem Awlaki 2011 im Jemen von Raketen einer US-Drohne liquidiert worden ist.

Am beeindruckendsten ist vielleicht die Szene, als ein eingeschleuster US-Agent seinem Führungsoffizier durch Kopfnicken das Zeichen gibt, den Terror-Prediger gefunden zu haben. Allerdings nickt der Mann im innersten Asien – während der Führungsoffizier an seinem Schreibtisch in den USA sitzt. Via Drohnen, Satelliten und Internet kann mit einer Geste rund um die Welt kommuniziert und verraten werden. Einer nickt und ein anderer drückt den Knopf – daß dazwischen drei Kontinente liegen, spielt keine Rolle mehr.

„Ich habe versucht, neue
Blickwinkel zu finden“

Forsyth: Eigentlich ist das gar nicht so neu. Schon 1914 flogen die Piloten des Ersten Weltkriegs über die Schützengräben der Gegner, um diese zu beobachten. Fügen Sie hundert Jahre und die Erfindung der Fernsteuerung hinzu – die übrigens Nikola Tesla 1898 erfand – und Sie haben eine Drohne. Eigentlich ist es eher ein Wunder, daß es so lange gebraucht hat.

Am Ende bleibt man ratlos zurück, vor was man sich mehr fürchten soll: den Terror der Islamisten oder der Fähigkeit des Westens, in Zukunft jeden Menschen überall auf der Welt zu verfolgen, zu finden und zu liquidieren. Was meinen Sie?

Forsyth: Wissen Sie, die dschihadistischen Fanatiker – im Verfolgen ihres unmöglichen Traums – sind trunken von Wut und Haß, nicht nur auf den Westen, sondern auch auf die moderaten moslemischen Regierungen. Und sie sind in der Tat furchterregend und lassen uns im Westen keine andere Wahl, als uns zu verteidigen. Allerdings hat jede Technologie zwei Seiten: eine aggressive, aber auch eine friedliche. Ferngesteuerte, luftgestütze Daueraufklärung, wie sie Sie so erschreckt, hat ebenso tausend friedliche, hilfreiche und lebensrettende Aspekte. Inzwischen wird ja sogar der Bergbau von Robotern erledigt, und der Kumpel sitzt in einem blütenweißen Kittel vor seinem Kontrollpult. Ich denke, es gibt keinen Grund, sich davor zu fürchten.

Ausgangspunkt für Ihr Buch ist die „Todesliste“. Gibt es diese wirklich?

Forsyth: Ja, diese Todesliste gibt es wirklich. Sie liegt in einem Panzerschrank des Oval Office, dem Büro des US-Präsidenten im Weißen Haus. Sie ist, was der Name sagt: eine Liste mit ultragefährlichen Terroristen, deren Liquidierung die USA beschlossen haben.

Was bedeutet es für den Westen als Wertegemeinschaft, daß die westliche Führungsmacht eine solche Liste extralegaler Hinrichtungen „abarbeitet“? Unterminiert das nicht unser moralisches Selbstverständnis?

Forsyth: Die Frage der zielgerichteten Tötung ist schon lange ein moralisches Thema. Ein britisches Militärgericht verurteilte kürzlich einen Marine-Bootsmann, der einem beinahe toten Taliban mit einem Schuß ins Herz den Rest gab, zu zehn Jahren Haft. Amerikanische „Seals“, also Marine-Kommandosoldaten, töteten dagegen einen unbewaffneten Saudi mittleren Alters und wurden als Helden gefeiert. Der Name des Mannes war Osama bin Laden. Amerikaner und Israelis haben nur geringe Skrupel dabei, einen Feind ihres Landes zur Strecke zu bringen. Nur den Europäern verursacht das Gewissenskonflikte.

Einem George W. Bush hätten die Deutschen solch eine Liste jederzeit zugetraut, einem Barack Obama nicht. Inzwischen ist Obama aber „der“ Drohnen-Präsident, der mehr Menschen mit diesem Mittel hat töten lassen als jeder seiner Vorgänger.

Forsyth: Die Transformation des Barack Obama war problemlos vorherzusagen. Bevor er das Amt antrat, konnte er sich freilich den Luxus einer hohen Moral erlauben. Alle Politiker tun das. Aber dann, als er die Arbeit aufnahm, wurde er beiseite genommen und in strikter Vertraulichkeit mit den wahren Fakten konfrontiert. Daraufhin wurde Guantanamo nicht geschlossen, und es gab mehr Kampfeinsätze mit Drohnen als je zuvor.

Überwiegende sollen den westlichen Drohnen-Angriffen unschuldige Zivilisten zum Opfer fallen. Ist das vertretbar? Oder möglicherweise selbst eine Form von Terror?

Forsyth: Der Vorwurf der zahlreichen zivilen Opfer ist einer der größten modernen Mythen – aber viele glauben eben daran. In Wirklichkeit ist eine intelligente Bombe oder Rakete unglaublich präzise, im Vergleich zu demjenigen, der sie lenkt. Die meisten zivilen Toten gibt es, wenn überhaupt, wenn ein falsches Ziel angegriffen wird. Dabei werden außerordentliche Bemühungen unternommen, die Zielperson aus der Luft zu observieren und erst zuzuschlagen, wenn sie mit ihren Wächtern alleine ist. Einige der schlimmsten Vorfälle mit zivilen Toten hat es gegeben, weil die Terroristen selbst das Durchsickern falscher Informationen arrangierten. Natürlich passieren aber auch echte Fehler, und eine Hochzeitsgesellschaft wird aus 15.000 Metern Höhe irrtümlich als Terror-Gruppe identifiziert. Allerdings, kein Krieg in der Geschichte hat je weniger zivile Tote gekostet.

Ist Ihr Buch eine Rechtfertigung globaler Überwachung, extralegaler Hinrichtung und Massendatensammlung – als notwendiger Mittel im Kampf gegen den Terror? War das Ihre Intention?

Forsyth: Meine Intention war zu beschreiben, was wirklich vor sich geht – ohne anzuklagen oder zu rechtfertigen.

Die islamistischen Prediger zeichnen Sie eindimensional während der US-Held differenziert geschildert wird, Privatleben hat, sympathisch und gebildet ist. Ist das nicht parteiisch?

Forsyth: Wenn wir nach der Moral fragen, muß eine Frage im Vordergrund stehen: Wer ist der Angreifer? Die Moral muß auf der Seite dessen stehen, der angegriffen wird. Al-Qaida begann den Angriff auf die USA im Jahr 1993. Eine große Zahl US-Amerikaner starb bereits vor dem 11. September 2001 bei Bombenanschlägen. Und seitdem sind weltweit weitere Tausende Unschuldiger in Diskotheken, Einkaufspassagen, Wohnblöcken, Zügen, Bussen und auf der Straße getötet worden. Keiner von diesen hatte zuvor einem Araber oder Moslem etwas angetan. Die Terroristen suchen ihre Opfer wahllos aus. Im Gegensatz dazu: Terroristen selbst sterben erst nach wochenlanger Planung und äußerst sorgfältiger Observation.

Ausführlich schildern Sie im Roman islamistische Attentate und den Haß der Islamisten. Dagegen kommen weder zynische noch ideologisch motivierte oder auch nur unsympathische Amerikaner oder Westler vor und auch keine westlichen Verbrechen oder Tötungen, wie es sie ja gibt, etwa das Massaker von Haditha, das Sergeant-Bales-Massaker, die Entrechtung in Guantanamo oder die Folter in Abu Ghuraib.

Forsyth: Moment, Sie bringen hier zwei Themen auf – und zudem den üblichen, weitverbreiteten Anti-Amerikanismus. Zum einen sprechen Sie Exzesse an, die in der Hitze des Gefechts passieren. Zum anderen Verbrechen, die in einer Situation, in der nicht gekämpft wird, verübt werden. Zum ersten: Es gab immer solche Fälle der Barbarei – denken Sie an My Lai in Vietnam – und es wird sie immer geben. Zumindest solange der Mensch nicht perfekt ist – dann aber wird es sowieso keine Kriege mehr geben. Nun zur Frage von Greueltaten außerhalb von Kampfsituationen. Es ist das Verdienst westlicher Regierungen, daß die Täter in beiden Fällen fast immer verfolgt und nach Möglichkeit bestraft werden. Dagegen hat man noch nie von einem Terroristen gehört, der von seinen Vorgesetzten zur Verantwortung gezogen wurde, egal wie faul seine Tat war. Denn darum geht es ja schließlich: um die Verbreitung nackten Terrors! Von seiten des Westens ist ein Akt der Barbarei die – gemeinhin bestrafte – Ausnahme. Beim dschihadistischen Terrorismus ist ein solcher Akt hingegen das Ziel der Übung. Die von Ihnen intendierte Gleichstellung der Barbarei beider Seiten ist also völlig verfehlt.

In Ihrem Buch spielt nicht al-Qaida die Hauptrolle, sondern – auch – die somalisch-islamistische al-Shabaab-Miliz. Kaum war Ihr Buch in Deutschland erschienen, machte die Meldung von einem Terroranschlag der al-Shabaab in Nairobi mit siebzig Toten weltweit Schlagzeilen. War Ihnen klar, wie sich die Gewichte des globalen Terrors künftig verschieben?

Forsyth: Der Anschlag auf die Einkaufspassage in Nairobi war lange vor Erscheinen meines Buches geplant worden, und ich habe ihn auch nicht vorausgesehen. Allerdings hatte al-Shabaab bereits die Touristin Judith Tebbutt in Kenia entführt und ihren Ehemann erschossen. Glücklicherweise kam sie gegen Lösegeld frei. Eine Französin allerdings, die im Rollstuhl saß, wurde ermordet. Tatsächlich sind die Morde der al-Shabaab in Somalia selbst mittlerweile kaum noch zu zählen. Da braucht es keine Kristallkugel, um weitere Morde eines dieser diversen Zweige des dschihadistischen Terrorismus – von den algerischen Wüsten bis hin zu den christlichen Kirchen in Nigeria oder Pakistan – vorauszusagen.

Eigentlich erstaunlich, daß Ihr Buch erst jetzt erscheint, schließlich findet der von Ihnen beschriebene Krieg schon seit Jahren statt. Zudem gelten Sie als „Altmeister des Genres“, eher als Autor des Kalten Krieges. Überrascht es Sie nicht selbst, daß nun ein Schlüsselroman für die literarische Beschreibung des Anti-Terror-Kampfs der Gegenwart – wie Ihnen ein Kritiker bescheinigt – gerade aus Ihrer Feder kommt?

Forsyth: Na ja, wie immer habe ich versucht, einen neuen Blickwinkel zu finden – so wie das ein Journalist stets tun sollte. Ich habe dreierlei Themen ausgewählt: den Online-Prediger, den Drohnen-Krieg und al-Shabaab. Andere Autoren scheinen diese drei Themen bislang ignoriert zu haben – ich kann mir nicht erklären warum.

Frederick Forsyth, Der Bestseller-Autor „von Weltruhm“ (NZZ) und „Scholl-Latour des Genres“ (Stuttgarter Zeitung) gilt als Schöpfer der „Faction“-Literatur, der Verbindung von journalistisch recherchierten Fakten zeitgeschichtlicher Sujets und Roman. Er veröffentlichte über ein Dutzend Thriller (60 Millionen Exemplare weltweit) – darunter „Der Schakal“ (1971), „Die Akte Odessa“ (1972), „Hunde des Krieges“ (1974) und „Das vierte Protokoll“ (1984), die alle auch verfilmt wurden. 1938 geboren, wird Forsyth mit 19 Jahren jüngster Düsenjägerpilot der Royal Air Force. Später verarbeitete er einen einsamen Flug in der Novelle „Der Lotse“ (1975), die in Kanada bis heute zu Weihnachten im Radio gelesen wird. Mit der Welt der internationalen Politik kommt er in Berührung, als er für Reuters aus Frankreich, Deutschland, dem Ostblock und für die BBC aus Afrika berichtet. Dort soll er gar in einen Putsch verwickelt gewesen sein. Nun ist sein neues „alarmierendes Buch“ erschienen: „Die Todesliste“

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nachzulesen bei Junge Freiheit 06-2014