Alfred Schaefer – Erster Inquisitionstag

Heute war es nun so weit, die erste Feuerprobe für Alfred Schaefer fand vor dem Amtsgericht in Dresden statt. Der Strafbefehl zur Zahlung von 4500 € nötigte Alfred keine andere Handlung ab, als diesen nicht für gerechtfertigt zu erachten. Deshalb erfolgte eine Ladung zum heutigen Termin, der mit dem (mutmaßlich) schon vorher festgelegten Urteil „100 Tagessätze je 50,00 €“ endete.

Gegen dieses Urteil wird natürlich Berufung eingelegt. Bis zu einem erneuten Termin vergehen wieder wichtige Tage, Wochen oder Monate, in denen immer mehr Menschen begreifen, welchem Irrsinn die Judikative sich verschrieben hat.

Lesen Sie die Anträge und urteilen Sie!

Ladung Bild

Das Theaterstück – der Volkslehrer betitelte es als „Muppet-show“ – begann mit etwas Verzögerung weil alle Gäste wieder einer besonderen Behandlung unterzogen werden sollten. Aus dem Zuschauerraum war zu vernehmen: „wenn die mal so genau die Invasoren prüfen würden….!“ Zur Last wurde Alfred folgendes gelegt:


Die Staatsanwaltschaft legt lhnen folgenden Sachverhalt zur Last:

Am 11 .02.2017 gegen 15.45 Uhr traten Sie anlässlich des 72. Jahrestages der Bombardierung der Stadt Dresden als Redner bei einer angemeldeten Versammlung des Gerhard lttner unter dem Motto ,,Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Zerstörung Dresdens“ im Bereich der Ostra-Allee bzw. des Zwingerteiches in 01067 Dresden auf. Dabei äußerten Sie voreiner unbestimmten Zahl von Menschen bewusst und gewollt u.a. Folgendes:

,,Meine Mutter hatte gesagt, in trauriger Stimme:
Wir konnten das nicht verstehen. Warum Dresden? Das waren doch nur Frauen und Kinder. Geflohen aus der Hölle von dem Osten. Das waren doch keine militärischen Ziele. Es waren Frauen und Kinder und Kulturgut. Höchstes Kulturgut. Venedig… Venedig von Deutschland. Und diese Erinnerungen wurden dann langsam wie eingeträufelt in unsere Gehirne. Ersetzt mit anderen Geschichten. Nämlich, dass die Deutschen waren so böse, sie hatten aus den armen Juden Schrumpfköpfe, Seide und Lampenschirme gemacht. Diese Stimme von meiner Mutter wurde mit diesen Geschichten ersetzt. Und dieses Einträufeln dieser Lüge hat nie aufgehört. Es wurde immer langsam gesteigert, mit Filmen wie ,,Schindlers Liste“ oder …..Es hört nie auf.

Und diese Märchen, die sie eingeträufelt hatten in unsere weichen Gehirne, wurden dann mit einem Namen versehen. Und das war ,,Nazi„. O.k.?
Und jedes mal wenn irgend jemand, irgend was tut, was unsere Weltbankmächten nicht gelegen ist, werden sie mit diesen Bezeichnungen nieder gemacht. Und was hier passiert ist diese Bezeichnung „Nazi“, das löst dann dieses Programm aus, das in unsere Gehirne eingeflößt wurde, unser gesamtes Leben lang. Und wir glauben, diese Programme entsprechen einer Realität. Dabei ist es nur eine Phantasie. Die Phantasie von dieser Weltmacht.“

Mit lhren Äußerungen wollten Sie bewusst zum Ausdruck bringen, dass der systematische Völkermord an den Juden entsprechend des gesicherten historischen Tatsachenwissen nicht oder nicht in der öffentlich bekannt gemachten Form stattgefunden habe. Sie wussten auch, dass lhre Äußerungen für eine Vielzahl von Zuhörern wahrnehmbar waren.
Sie werden daher beschuldigt, eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung gebilligt, geleugnet oder verharmlost zu haben, strafbar als Volksverhetzung gemäß § 130 Abs.3 StGB.


Auf diese Vorwürfe konnte Alfred in der Verhandlung durch gestellte Anträge, sowie sehr viele, frei vorgetragene Anregungen zum Thema „Recht“ reagieren. Die Anträge sollen Ihnen hier in vollem Umfang bekannt gegeben sein.

Der erste Einstellungsantrag

Verfahren von Alfred Schaefer
wegen „Holocaustleugnung”
AG Dresden

218 Cs 206 Js 8673/17

Ich mache wie folgt geltend (Antrag):

Der erste Einstellungsantrag LG Dresden

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Alfred Schaefer – Erster Inquisitionstag