Die Nachrichtenmagazine Spiegel und Focus behaupten, dass sie völlig unabhängig seien. Natürlich arbeiten dort nur Journalisten, welche unbestechlich sind und nur der reinen Wahrheit verpflichtet. So jedenfalls sieht man das in den eigenen Redaktionen. Natürlich sind Redaktionen und Anzeigenabteilungen auch getrennt. Und selbstverständlich haben die Werbekunden keinen Einfluss darauf, wie im redaktionellen Teil über sie berichtet wird.

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So lauten jene Märchen, die man den Bürgern da draußen verkauft, um den guten Ruf zu wahren.

Das Ergebnis zeigt sich, dass über Unternehmen sowohl im Spiegel als auch im Focus erstens häufiger, zweitens freundlicher, drittens mit mehr Produktnennungen berichtet wird, je mehr Anzeigen diese Unternehmen

Konzerne bekommen Sonderbehandlung

Die Wahrheit aber ist offenkundig eine völlig andere. Nur haben wir das nicht erfahren. Denn in der Vergangenheit gab es keine systematischen Studien an deutschen Universitäten zu diesem Thema. Das ändert sich derzeit. Eine erste Studie der TU Dresden befasst sich mit Spiegel und Focus. Die Inhaltsanalyse erfasst alle Anzeigen aus dem Jahr 2011 und die gesamte Berichterstattung über ausgewählte Unternehmen im gleichen Zeitraum.

Im Klartext: Konzerne, welche viel Geld in die Anzeigenabteilungen von Spiegel und Focus pumpen, bekommen in den Redaktionen auch eine positive Sonderbehandlung. Die Wissenschaftler haben einen kompletten Jahrgang der gedruckten Ausgaben von Spiegel und Focus näher ausgewertet und dabei erfasst, welche Anzeigen es von großen Unternehmen wie beispielsweise Mercedes-Benz, Siemens, Vodafone und Adidas gibt und wie diese Firmen im redaktionellen Teil in Artikeln beurteilt wurden. Man fand in beiden Blättern 949 Artikel zu diesen Firmen.

»Im Focus sind über diese wichtigen Anzeigenkunden rund zweieinhalbmal mehr, im Spiegel rund viermal mehr Beiträge erschienen als über Unternehmen, die wenig Anzeigen schalten.

Die Dresdner Forscher stellten auch fest dass der Spiegel 2011 kein einziges Mal eine Firma positiv bewertete, die in diesem Nachrichtenmagazin nicht inseriert hatte.

Und: Wer dort eifrig Anzeigen schaltete, der bekam häufig auch ein günstiges Urteil in den redaktionellen Berichten. Das Ergebnis ist eindeutig: »Über Unternehmen wird sowohl im Spiegel als auch im Focus erstens häufiger, zweitens freundlicher, drittens mit mehr Produktnennungen berichtet, je mehr Anzeigen diese Unternehmen schalten.« Das Ergebnis hat in dieser Deutlichkeit wohl selbst die Autoren der Studie überrascht. Die bezeichnen übrigens, wohl etwas verharmlosend, diese Art des käuflichen Journalismus als »Synchronisation von Nachricht und Meinung«.

Im Fazit der Studie heißt es: »Dieser Befund ist bedenklich. Nicht nur, weil er mit dem Spiegel ein Urgestein der deutschen Qualitätsmedienlandschaft trifft.«

Finanzielle Interessen von Journalisten

Berliner Tagesspiegel nicht nur „anti-deutsch“ und PEGIDA-feindlich, sondern käuflich und nur im Sinne der politischen Anordnungen.

Es wird gehetzt, gelogen und massiv versucht die Leser gegen ein jeweils angeordnetes Ziel zu fokussieren und deren Menschen-Rechte in den Schmutz zu treten.

Diese Käuflichkeit hat unlängst auch der renommierte Berliner Tagesspiegel in unrühmlicher Art unter Beweis gestellt. »Agenda 2015 – Das Politik-Briefing für Deutschland« – unter diesem Motto stand eine vor allem finanziellen Interessen dienende Zusammenkunft von Politikern, Lobbyisten und Journalisten in Berlin.

Veranstaltet wurde die Konferenz von der Berliner Zeitung.  Der Tagesspiegel – laut Selbstauskunft »die Nr. 1 der Politikentscheider in der Hauptstadt«.

Der Tagesspiegel lieferte Lobbyverbänden mit der Konferenz eine Plattform, über welche sie gegen Bezahlung ihre Themen und Interessen gegenüber der Politik und den Redakteuren platzieren und wichtige Kontakte knüpfen konnten.

Kaum zu glauben ist es, dass Der Tagesspiéÿel die teilnehmenden Verbände dafür bezahlen ließ, dass diese ihre Themen den hauseigenen Journalisten präsentieren durften. Für 9600 Euro konnten die Verbände »Briefings« buchen. Diese umfassten fünfminütige Vorträge mit anschließendem Feedback durch das »Hauptstadt-Politik-entscheider-Panel«.

Damit kauften sich die zahlenden Lobbyisten ein Diskussionsforum, das auf ihre Interessen ausgerichtet ist und von einem Tagesspiegel-]ournalisten moderiert wird. Außerdem erhielten sie unter dem Titel »Politik-Briefing« eine halbe Anzeigenseite im Tagesspiegel.

Genutzt hat diese Möglichkeit etwa der Verband der Chemischen Industrie zusammen mit der Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Propaganda für Industriekonzerne

Moderiert wurde das Forum vom geschäftsführenden Tagesspiegel-Redakteur Moritz Döbler. Da schließt sich der Kreis: Anzeigenabteilung, Redaktion und Industrie verschwimmen untrennbar miteinander. Und der Bürger da draußen bekommt davon nichts mit und bezahlt Geld für die Produkte in der Annahme, wahrhaftig, neutral und unabhängig »informiert« zu werden.

Journalismus ist eben heute oftmals in den »Qualitätsmedien« nichts anderes als der verlängerte Arm von Lobbygruppen. Anders formuliert: Journalisten sind PR-Clowns. Man sieht das heute deutlich an der Personalpolitik der großen Medien.

Drei Viertel vertrauen Journalisten nicht

Lobbyisten der Industrie in Medienverlagen, Journalisten als PR-Clowns und eine nicht mehr existierende Grenze zwischen Redaktion und Anzeigenabteilung, das ist heute die Realität in den »Qualitätsmedien«.

Einen wohl noch größeren Skandal deckte vor wenigen Tagen der frühere Kanzlerberater Albrecht Müller auf. Er wurde von Journalisten zu den aktuellen Montagsdemonstrationen befragt und hat dokumentiert, dass viele der jeweils am Dienstag früh nach solchen Demonstrationen erscheinenden Zeitungsartikel am Montag lange vor dem Beginn der jeweiligen Demonstration verfasst wurden.

Demnach setzen die »Journalisten« ihre Demonstrationsberichte aus vorgefertigten Bausteinen zusammen, in denen Wörter wie »Verschwörungstheoretiker«, »neue Rechte«, »Rechtspopulisten«, »Islamhasser«, »Wirrköpfe« und »Putin-Fans« so gemischt werden, dass für den Leser der Eindruck entsteht, der jeweilige Journalist selber einer Demonstration gewesen. In der Realität wurden die Artikel schon gedruckt, während die Menschen demonstrierten.

Das Ergebnis dieses Verhaltens ist eindeutig: 63 Prozent der Deutschen haben kein Vertrauen mehr in die deutschen Medien. Und jeder dritte Deutsche fühlt sich inzwischen durch »Qualitätsmedien« vorsätzlich falsch informiert.

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