Kurznachrichten 30-14. KW –—– der allgemeine GRÜNE- Globale- “EU”- Wahnsinn


kurznachrichten - alteundneuezeiten■    „EU“-Wahnsinn:

Färben von Ostereiern bald verboten:

Die EU-Kommission will verbieten, dass Eier aus Bio-Produktion künftig noch gefärbt werden dürfen, weil die Farben nicht biologisch seien oder mit der Biologie eines Eis nichts zu tun haben. »Wenn ich mir überlege, dass in Zukunft das Färben von Ostereiern nicht mehr möglich ist, dann ist das einfach absurd«, sagt dazu Österreichs Agrarminister Andrä Rupprechter.

■    Grüne Rüstungsgeschäfte:

Offiziell lehnen die Grünen Rüstungsgeschäfte ab. Aber für das damit verdiente Geld sind sie dann doch empfänglich. Die grün-rote Landesregierung hat sich jedenfalls die Berliner »Stallwächterparty« vom Rüstungsbetrieb Diehl sponsern lassen. Das geht aus der SponsorenübersicTit der Landesregierung hervor. Mit der Party wollte der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Berlin für sein Bundesland werben.

■    Lumpenproletariat:

Die mächtige Indu-strieländerorganisation OECD warnt in einer Studie vor drohenden Unruhen in Deutschland und spricht von einem »Lumpenproletariat«, welches durch den unlängst beschlossenen Mindestlohn ruhiggestellt werden solle. Aber auch die Mittelschicht werde in Deutschland wegen der steigenden Abgabenlast und schlechten Zukunftsaussichten zunehmend unruhig.

■    Eingeschränkte Pressefreiheit:

Manch einer, der unliebsame Gerichtspost bekommt und sich unschuldig wähnt, ärgert sich so sehr, dass er diese im Internet veröffentlicht – etwa eine Anklageschrift. Das wird jetzt auch strafrechtlich verfolgt.
Das Bundesverfassungsgericht hat jetzt entscheiden, dass es sich dabei um eine Straftat handelt, die nichts mit Pressefreiheit zu tun hat. Strafbar ist zudem auch die Wiedergabe wesentlicher Teile solcher Dokumente. (Az.: 2 BvR 429/12). Demnach ist die Veröffentlichung von amtlichen Dokumenten aus Ermittlungs- oder Gerichtsakten verboten, bevor diese in der Hauptverhandlung erörtert wurden oder das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen ist.

■    Irre:

Deutsche Steuerzahler müssen in Spanien einen Vergnügungspark für spanische Arbeitslose mitfinanzieren. Die Baufirma Murcia 5/1 hat 17 Millionen Euro Fördergelder aus dem EU-Fördertopf für regionale Entwicklung genehmigt bekommen, mit denen in Murcia ein Paramo unt-Vergnügungs-park gebaut wird. Dort sollen Arbeitslose sich die Zeit vertreiben können.

■    Nacktbilder:

Es ist inzwischen bekannt, dass bei Kontrollen an Flughäfen die Scanner Personen nackt zeigen. NSA-Whist-leblower Edward Snowden hat nun in der renommierten Londoner Zeitung Guardian enthüllt, dass die westlichen Geheimdienstmitarbeiter solche Nacktfotos von internationalen Flughafenscannern massenweise untereinander per Mail austauschen.

■    Aus für Mercedes:

Russland hat auf die Anfeindungen aus Deutschland in Zusammenhang mit der Ukraine-Krise reagiert. Premierminister Medwedew erließ eine Anordnung, nach der russische Offizielle nicht mehr in Mercedes-Limousinen chauffiert werden dürfen. Auch Präsident Putin, der bislang Mercedes-Fan war, will nicht mehr in deutschen Limousinen fahren.

■    Perverses Töten:

Durch genetische Veränderungen werden im deutschsprachigen Raum in Agrarfabriken immer mehr Sauen gehalten, welche wesentlich mehr Tiere auf die Welt bringen, als sie ernähren können: 20 Ferkel bei 14 bis 16 Zitzen. Die »überschüssigen« Tiere werden aus Kostengründen weggenommen und ohne Betäubung auf dem Steinboden erschlagen. Darüber berichtet Karl Fikuart, ein ehemaliger Kreis-veterinärdirektor. Er sagt: »Das ist eine Verrohung, die kaum noch zu übertreffen ist. Ich schäme mich als Tierarzt, dass wir nicht
aufgepasst haben, dass dieses System sich nicht in dieser Form ausbreiten konnte und praktisch zum Standard geworden ist.« Ein Bauer verdient demnach an einem Schwein nur noch fünf bis zehn Euro, weil der Kunde extrem billiges Schweinefleisch will.

■    Propaganda:

Beim Absturz des Passagierflugzeuges MH17 waren nach NATO-Angaben keine Aufklärungsflugzeuge des westlichen Bündnisses im Einsatz. Dieser offiziellen Angabe widerspricht allerdings der russische Militärgeheimdienst. Danach waren zum Absturzzeitpunkt zwei Aufklärer des Typs AWACS an den östlichen NATO-Grenzen, einer im rumänischen Luftraum und ein weiterer über Polen.

■    Versicherung zahlt:

Auch wenn Rauchmelder in Privatwohnungen in vielen Bundesländern vorgeschrieben sind, werden keine Kontrollen durchgeführt. Kommt es zum Brand und zur Beschädigung von Hausrat, dann hat das Fehlen von Rauchmeldern keinen Einfluss auf mögliche Versicherungsleistungen. »Kontrollen sind derzeit nicht geplant«, sagt Hermann Schreck, Vizepräsident des Feuerwehrverbandes.

■    Pädophil:

Der britische Geheimdienst hat Tauschbörsen für Pädophile gegründet und finanziert. Das wurde bei Anhörungen in einem Gerichtsverfahren bekannt. Demnach sollten so vor allem pädophile Prominente, Politiker und Wirtschaftsführer gefunden werden, welche man mit ihren Neigungen erpressen und für die Interessen der Geheimdienste einspannen konnte. Am Regierungssitz wusste man demnach, wer aus diesen Reihen wann und wo Kinder missbrauchte, half diesen aber nicht.

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Gesundheit: Warum Antibiotika bald nicht mehr helfen


Der vor genau 100 Jahren ausgebrochene Erste Weltkrieg forcierte rund 17 Millionen Menschenleben. Die ihm in den Jahren 1918 bis 1920 folgende Pandemie »Spanische Grippe« haben wir vergessen. Sie raffte zwischen 25 und 70 Millionen Menschenleben dahin.

Bestimmte Seuchen können eine weitaus größere Gefahr darstellen als große Kriege. Inzwischen hat der an der US-Universität von Madison/Wisconsin tätige Virenforscher Yoshihiro Kawaoka Kawaoka_Yoshi_hs01das Virus der Spanischen Grippe aus in der Arktis eingefrorenen Leichen isoliert und nachgebaut.

Man will so verstehen lernen, warum es so gefährlich war. Davon ausgehend konstruiert er einen Super-Virus. Der soll die Antikörper des menschlichen Immunsystems austricksen. Angeblich, um bessere Anti-Grippe-Medikamente entwickeln zu können.

Doch ein beträchtlicher Teil der Fachwelt steht der Arbeit Kawaokas wegen der Gefahr eines Missbrauchs sehr kritisch gegenüber. Weitaus weniger kontrovers ist die Suche nach neuen Antibiotika, die nicht gegen Viren, sondern gegen Bakterien und ähnliche Krankheitskeime wirksam sind. Die Entdeckung des Penicillin durch Alexander Fleming im Jahre 1928 gilt als Geburtsstunde der modernen Medizin.

Denn viele mit einem hohen Infektionsrisiko verbundene Eingriffe wie Knochenmarktransplantationen sind erst vertretbar geworden, seitdem die Chirurgen davon ausgehen konnten, dass ihnen im Falle eines Falles starke Antibiotika zur Verfügung stehen. Doch mit dieser Gewissheit ist es inzwischen nicht mehr weit her.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor dem Überhandnehmen von Krankheitskeimen, die auf keines der heute zur Verfügung stehenden Antibiotika mehr ansprechen. Schon ist die Rede von einer »Post-Antibiotika-Ära«.

25000 Infektionstote in einem Jahr

In den letzten 30 Jahren ist weltweit keine neue Gruppe von Antibiotika mehr ausgemacht worden. Und in Europa sterben bereits jedes Jahr mehr als 25000 Menschen an früher eher harmlosen Infektionen, weil sie von multiresistenten Keimen befallen sind, gegen die keines der bislang entwickelten Antibiotika mehr hilft.

So beschäftigte sich nun sogar der letzte Gz-Gipfel in Brüssel unlängst mit dem Thema und forderte öffentlich verstärkte globale Forschungsanstrengungen. Dass die Suche nicht aussichtslos ist, zeigt die kürzlich durch eine Veröffentlichung im angesehenen britischen Wissenschaftsmagazin nature bekannt gewordene Entdeckung eines Doktoranden der kanadischen Mc Master University in Ontario.

In einer Bodenprobe aus einem Nationalpark im ostkanadischen Neuschottland entdeckte der Student einen gemeinen Pilz (Aspergillus versicolor), der einen Stoff namens Aspergillomarasmin A, abgekürzt AMA produziert. AMA ist in Kombination mit einem bereits bekannten Antibiotikum imstande, ein Enzym namens New Delhi Metallo-beta-Lactamase-1, abgekürzt NDM-1, zu blockieren.

NDM-1 macht
Krankheitskeime wie Escherichia coli, Aci-netobacter oder Pseudomonas gegenüber Antibiotika resistent.

Es benötigt für seine Stabilisierung Zink. AMA löst jedoch das Zink aus dem Enzym. Das fanden Forscher heraus.

Das zeigt, dass wir uns bei der Suche nach neuen Antibiotika zuerst in der freien Natur umsehen müssen.

die Gefahr von Bürgerkriegen wächst mit jedem illegalen Eindringling…Flüchtlingsströme zerstören den Rest unserer Zukunftshoffnungen…


Mit den anhaltenden weltweiten Immigrationsströmen wachsen Gefahren, welche wir in Europa längst überwunden geglaubt haben. Für die jüngere Generation heißt das künftig: Bürgerkrieg.

Die Flüchtlingsdramen, die Europa in Atem halten, nehmen rund um den Globus zu. Wir beobachten eine weltweite Krise, die von Australien über die USA bis hinein in die Europäische Union reicht. Während quer durch Europa Zeltstädte, Notunterkünfte und Aufnahmelager überquellen, sorgen 80000 Flüchtlingskinder aus Zentralamerika in den USA für ein politisches Beben.

Dieses hält seit Wochen die Hauptstadt Washington in Atem. Die meist unter zwölf Jahre alten Kinder werden allein über die schwach gesicherte Grenze in die USA geschickt, ohne Begleitung von Familienangehörigen, die oft bereits in den USA leben. Die meisten dieser Kinder kommen aus Honduras, El Salvador oder Guatemala.
Das sind Länder, in denen die Gewalt eskaliert ist wie anderswo im Krieg. In Honduras werden 90 von 100000 Einwohnern ermordet. Das ist fast fünf Mal mehr als in Mexiko, wo Drogenkriege ganze Regionen in Todeszonen verwandelt haben. In den USA liegt diese Mordrate trotz der für Europäer unvorstellbaren Waffengewalt unter fünf pro 100000 Einwohnern.

Immer mehr Armutsflüchtlinge

Der Kinderflüchtlingsstrom lässt die vorhandenen Unterkünfte der US-Behörden entlang der Grenze zwischen Texas und Mexiko aus allen Nähten platzen und sorgt für umfangreiche Transporte in. den Rest des Landes. Australien patrouilliert derweil in
seinen Küstengewässern, um Flüchtlinge aus Asien abzufangen. Und in Europa ist der Strom an Kriegs- und Armutsflüchtlingen so groß geworden, dass Italiens Premier Mat-teo Renzi im Rahmen der Kampagne »Mare Nostrum« die Grenzen stärker sichern lässt und die Europäische Union gewarnt hat: Europa müsse mehr helfen, oder es drohe eine Zerreißprobe für die Gemeinschaft.

Seitdem die Verfassungsrichter in Karlsruhe 2012 entschieden haben, dass jeder in Deutschland lebende Ausländer Anspruch auf Sicherung eines menschenwürdigen Existenzminimums hat, ist die Zahl der Asylanten um fast 140 Prozent auf 127000 im vergangenen Jahr explodiert.

Nur Kanada hat ein Luxusproblem. Das Land wird mit dem Atlantik und dem Pazifik von zwei riesigen Ozeanen eingerahmt, hat im Norden schneebedeckte Berge und im Süden den einzigen Nachbarn, die USA. Nach Kanada strömt asiatisches Bargeld, das die Immobilienpreise in die Höhe treibt, aber keine Boatpeople. Ein Vergleich zwischen den genannten Ländern zeigt eine bedrückende Gemeinsamkeit: Die Flüchtlingskrise beginnt in fast allen Zielländern, die lokalen Ressourcen zu überlasten.

Es entsteht der Eindruck, dass man an der eskalierenden Völkerwanderung kaum etwas ändern kann. Denn die Konfliktzonen, aus denen Menschen flüchten, ändern sich immer nur. Gestern der Irak und Südeuropa, heute Syrien, Sri Lanka und Honduras. Morgen vielleicht Palästina und Nordkorea. Gemeinsam scheint auch, dass die Politik in den Zielländern des Flüchtlingsstroms überfordert ist und eine ungebremste Fortsetzung der Wanderung zu schweren gesellschaftlichen Auseinandersetzungen führen kann. In der kalifornischen Stadt Murrieta, die zwischen San Diego und Los Angeles liegt, haben in den vergangenen zwei Wochen wütende Bürger schon drei Mal Busse mit illegalen Einwanderern aus Notunterkünften an der texanischen Grenze blockiert.

Weiter Ausnahmezustand in den USA

Und was macht die politische Elite? In den USA so gut wie nichts. Obama hat jetzt vom Kongress Milliarden gefordert, um die Luftüberwachung an der Grenze zu Mexiko zu verstärken, mehr Richter einzustellen und die Auffanglager an der Grenze auszubauen. Obama hat zudem den Heimatschutzminister Jeh Johnson sowie Generalstaatsanwalt Eric Holder beauftragt, bis zum Ende des Sommers einen Maßnahmenkatalog auszuarbeiten. Bis dahin herrscht Ausnahmezustand. Und wenn der Kongress weiter blockt, wasvu erwarten ist, gibt es auch danach keine Lösung. Australien geht gegen die vielen Asylbewerber – überwiegend aus Sri Lanka – harsch vor. Patrouillenboote fangen die Flüchtlingsschiffe ab, um auf hoher See Schnellbefragungen
durchzuführen und den Status der Bootsflüchtlinge

Afrika boat_people
Afrika boat_people

zu sondieren. Anschließend werden Asylsuchende, die keine überzeugende Erklärung liefern, an die Marine von Sri Lanka übergeben. In Sydney soll zudem in Kürze das höchste Gericht Australiens entscheiden, was mit 153 Flüchtlingen aus Sri Lanka passiert, die derzeit auf einem Boot des Zolls festgehalten werden. Australiens Premier Tony Abbott gewann vor einem Jahr die Wahl mit dem Versprechen, hart gegen Asylanten vorzugehen und »die Boote zu stoppen«, dass dies gelingt, wird fast überall bezweifelt.

In Europa und den USA fürchten manche bereits die weit verbreitete Entstehung von großen Flücht-
lingslagern. Während Obama Milliarden beantragt, um unter anderem weitere Unterkünfte an der Landesgrenze in Texas zu bauen, wird in Hamburg über die Nutzung ausrangierter Kreuzfahrtschiffe nachgedacht. Und Schmuggelbanden bringen die Ärmsten und Verzweifeltsten aus Syrien, Ägypten und anderswoher ohne Unterlass über den Kanal auf die britische Insel.

Dort nimmt der Widerstand in der Bevölkerung zu. Laut einer Einwanderungsstudie, die
der britische Channel 4 kürzlich publizierte, sprechen 83 Prozent der Briten im Zusammenhang mit der Einwanderung von einer »Bevölkerungskrise«. 84 Prozent der Briten votieren für eine Einschränkung.

Es ist kein Zufall, dass es das Londoner Verteidigungsministerium war, das schon vor sieben Jahren eine Zukunftsstudie entwarf, die unsere Welt nach anhaltendem Flüchtlingsstrom und dem fortgesetzten Verfall der Mittelschicht beschreibt. Das 90 Seiten lange Papier illustriert eine Welt, in der Menschen mit hirnimplantierten Chips herumlaufen, in der ein dezimierter Mittelstand die Rolle des Proletariats von Karl Marx übernommen hat und in der die Globalisierung im Zusammenwirken mit grenzüberschreitender Migration Kriege zwischen Staaten weniger wahrscheinlich macht, dafür aber die Gefahr innerstaatlicher Konflikte verstärkt. »Flash-Mobs«, die von kriminellen Banden in kürzester Zeit mobilisiert werden können, machen in diesem Szenario das Leben unsicher.

Widerstand gegen den Kapitalismus

Ethnische Communities und Nationalitäten, die über die ganze Welt verteilt sind, könnten in Zukunft zu Gewalt greifen, um ihre Ziele durchzusetzen. Massives Bevölkerungswachstum im Nahen Osten und -etwas weniger – in Nordafrika sorgen für anhaltende Wanderungsbewegungen. Wut und Zorn – vor allem bei jungen Menschen – über undemokratische Regime werden laut der Prognose zunehmend in Militanz, extremistischen Islam und Widerstand gegen den Kapitalismus Umschlägen. Darauf sollte man sich schon jetzt vorbereiten.

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kopp 30-14

die Gründe für den Erfolg islamischer Terror-Organisationen


Das Erfolgsrezept islamischer Terrorkonzerne

Politiker haben uns Demokratie im Nahen Osten und ein friedliches Zusammenleben mit Muslimen versprochen. Stattdessen haben wir mehr Terror als je zuvor bekommen. Was steckt wirklich dahinter?

Was haben uns Politiker in den letzten Jahren nicht alles suggeriert: Mit dem Einmarsch im Irak sollte das Land befriedet werden. Heute gibt es dort mehr Gewalt als jemals zuvor. Mit dem Einmarsch in Afghanistan sollte unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt werden. Ganz leise haben wir uns inzwischen aus dem Terrorland zurückgezogen. Die Revolutionen von Libyen bis Ägypten sollten Freiheit und Demokratie bringen.

Stattdessen kamen Terror und Unterdrückung. Von Pakistan über Afghanistan, den Irak und Syrien bis hin nach Mali und dem Norden Nigerias beherrschen immer mehr islamische Terrorgruppen die Schlagzeilen. Dabei ist Bin Laden doch tot. Aber der Kampf gegen den Terror hat damit offenkundig kein Ende gefunden, obwohl wir Soldaten geschickt und Milliarden für den Terrorabwehrkampf ausgegeben haben. Wie passt das alles zusammen? Und wer zieht im Hintergrund die Fäden?

Auf den ersten Blick scheinen islamische Terrorgruppen, die wie Boko Haram in Nigeria Mädchen versklaven oder wie ISIS im Irak und in Syrien reihenweise »Ungläubigen« den Kopf abschneiden, nur ein Haufen verrückter Menschen zu sein, welche den Weg ins tiefste Mittelalter beschritten haben. Verstehen kann man den Erfolg, den die in ihren Zielen mittelalterlich anmutenden Kämpfer haben, nur, wenn man eine unbequeme Wahrheit akzeptiert: so profitieren die islamischen Terrorgruppen heute vom wirtschaftlichen Niedergang der westlichen Staaten, von der Finanz- und Wirtschaftskrise, die irgendwann wohl nur noch in einer Katastrophe enden kann.

Denn je stärker der radikale Islam mit all seinen verschiedenen Terrorablegern wird, umso schwächer ist in der Realität die westliche Welt. Der rasante Aufstieg der Terrorgruppen ist nichts anderes als ein brutales Spiegelbild unseres Niedergangs. Wir wollen das allerdings nicht hören. Denn bei näherer Betrachtung haben die scheinbar so mittelalterlichen Gruppen unsere wirtschaftlichen Erfolgsrezepte nur kopiert und setzen sie rücksichtslos ein.

Alle erfolgreichen islamischen Terrorgruppen arbeiten heute schließlich nach dem Erfolgsrezept westlicher Unternehmen. Wie multinationale Konzerne haben sie Geschäftspläne, Expansionspläne und vor allem eine perfekte Marketingabteilung. Ihre Öffentlichkeitsarbeit und ihre Strukturen wurden einfach von westlichen Firmen kopiert. Und zwar perfekt. Nur haben Terrorgruppen im Gegensatz zu Konzernen keinerlei Beschränkungen, weder eine Börsenaufsicht noch Kartellämter oder andere Wettbewerbshüter.

Der auf uns dümmlichmittelalterlich wirkende neue ISIS-Führer al-Baghdadi listet in jährlich veröffentlichten Rechenschaftsberichten für seine Anhänger ganz genau auf, wie viel Munition man bei welchem Terrorakt (»Märtyrer-Einsatz«) verbraucht und wie viel man zugleich an Gegenwerten etwa in Form von Ölfeldern oder ausgeraubten Banken erobert hat. Und er präsentiert Expansionspläne, welche Schritt für Schritt die Übernahme des »Marktes« durch seine Anhänger vorgeben. Der Islam ist dabei nur ein Bindeglied.

Zur Hochzeit ein Geländewagen Geländewagen

In Wahrheit sind die Terrorgruppen multinationale Terrorkonzerne, welche Massen junger Männer eine wirtschaftliche Perspektive geben, welche ihnen die Regierungen vor Ort schon lange nicht mehr bieten können. Alle jungen Männer, die sich Terrorgruppen wie ISIS anschließen,-bekommen schließlich ein monatliches Gehalt von umgerechnet mindestens 290 Euro. Das ist in Ländern wie dem Irak, wo es mehr als 80 Prozent Jugendarbeitslosigkeit und kein Sozialsystem gibt, eine anständige Summe.

Zur Hochzeit gibt es einige Zehntausend Euro und für die neue Familie gleich auch noch einen Geländewagen als Geschenk. Das erklärt, warum auch immer mehr Jugendliche aus Europa den Verlockungen der Terrorgruppen erliegen, welche mit martialischen Bildern von Hinrichtungen vor allem an den Männlichkeitskult appellieren. Für Jugendliche, die in Europa oder der islamischen Welt außer Sozialhilfe bis ans Lebensende schlicht keine Lebensperspektive haben, ist das alles verlockend.

Es bedeutet aber auch, dass unser im Niedergang trudelndes Wirtschaftssystem keine Antworten mehr für jene Menschen hat, welche bei uns nicht gebraucht werden.

Der Dschihadismus der Terrorkonzerne hätte also ohne unseren wirtschaftlichen Niedergang keinen Erfolg.

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Kopp 30-14