DIE GRÜNEN – Gender Mainstreaming, Multikulturalismus, Homoehe und Pazifismus – Mehrteiler Nr. 1


Die zersetzende Kraft der Emanzipation

 

Einleitung

Die Grünen – keine Partei hat die gegenwärtig in Deutschland herrschenden Auffassungen stärker geprägt als Bündnis 90/Die Grünen. Die Themen, mit denen sie vor bald 35 Jahren angetreten sind, um die Bundesrepublik zu verändern, sind mittlerweile im Mainstream angekommen und größtenteils in Gesetzen fixiert worden. Das gilt nicht nur für die Ökologie, mit der die Grünen bis heute in Verbindung gebracht werden, sondern vor allem auch für Themen wie Gender Mainstreaming, Multikulturalismus, Homoehe und Pazifismus – eine Agenda, die nicht zuletzt von CDU-geführten Regierungen durchgesetzt wurde.

Die Grünen konnten sich dabei in einem gesellschaftlichen Klima bewegen, das es ihnen ermöglichte, sich zu entfalten. Dabei nutzten sie geschickt ihre Sonderrolle aus als einzige nicht von den alliierten Besatzern lizensierte, sondern aus einer Bewegung heraus entstandene Partei, die im Bundestag vertreten ist. Sie gelten bis heute als Alternative zum »System«, obwohl sie längst dazugehören. Hinzu kommt, daß sich die Grünen mittlerweile auf die Unterstützung durch die Medien ebenso verlassen können wie auf die Folgsamkeit des vermeintlichen politischen Gegners. Denn auch der Widerstand gegen die Grünen in der CDU (in den achtziger und neunziger Jahren noch sehr stark)1 ist gebrök-kelt. Schwarz-grüne Koalitionen hat es auf Länderebene bereits gegeben und bundespolitisch werden sie in Zukunft eine Option sein, auch wenn die Grünen offiziell nur mit SPD koalieren wollen. Selbst ein Thema wie die Verstrickungen der Grünen in Bestrebungen, Sex mit Kindern und Jugendlichen zu legalisieren, führt deshalb nicht dazu, daß eine Koalition mit den Grünen ausgeschlossen werden würde. Zu einem Abbruch der Beziehungen kann es schon deshalb nicht mehr kommen, weil man sich mittlerweile zu gut kennt.

Dabei wird natürlich weiterhin, besonders in Wahlkampfzeiten, behauptet, daß die Unterschiede zu den Grünen groß seien. Bei gewissen, nicht mehrheitsfähigen Themen wie dem verunglückten Versuch, in öffentlichen Kantinen einen »Veggie-Day« einzuführen, mag das so sein. Jedoch handelt es sich hierbei um Oberflächenphänomene, die über die wirklich vorhandenen Gemeinsamkeiten nur hinwegtäuschen. Denn mittlerweile betreiben auch die sogenannten Volksparteien das Geschäft der Zersetzung durch die grüne Emanzipationsideologie.

Das wäre weniger schlimm, wenn es bei den Grünen um das ginge, was man mit grün gemeinhin assoziiert: Naturschutz, Heimatschutz, eine ressourcenorientierte Wirtschaft und einen skeptischen Blick auf den Menschen. Doch darum ging es von Beginn an nur einer Minderheit der Grünen. Der Rest war vor allem daran interessiert, das Label »grün« zu einem Mantel für alle möglichen Emanzipationsbestrebungen zu nutzen. Die Strategie der Melonenpartei – innen rot, außen grün – stand von Beginn an symptomatisch für dieses Bestreben. Ob es darum geht, Minderheiten auf Kosten der Mehrheit zu päppeln, das Geschlecht bzuschaffen oder die Kinder von ihren Eltern zu trennen – all das geschieht unter dem Banner der Emanzipation, der Befreiung des Menschen von seinen natürlichen Lebenszusammenhängen. Wer hier die Haltung der restlichen Parteien wiedererkennt, liegt nicht falsch. Auch diese haben ihren Freiheitsbegriff, den sie vielleicht einmal hatten, der Emanzipation geopfert. Mit verheerenden Folgen.

2. Wie man Zersetzung tarnt

 

2.1 Das Beispiel »Pädosexualität«

 

Neben den fundamentalistischen Strömungen innerhalb der Grünen, die nicht weniger als eine Abschaffung des Systems wollten, gab es schon früh auch eine realistische. Deren Ziele nahmen sich aus damaliger Perspektive nicht weniger verwegen und absurd aus, sie schätzten nur den mühevollen und langwierigen Weg realistisch ein und nahmen auch taktische Umwege in Kauf.

Ein extremes Beispiel dafür ist der skandalisierte Text von Volker Beck, den dieser 1988 in einem Sammelband veröffentlichte, der sich die Legalisierung der sogenannten Pädosexualität, sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern sowie Jugendlichen, auf die Fahnen geschrieben hatte.

Darin machte Beck deutlich, daß er das angestrebte Maximalziel, eben die Legalisierung, durch öffentlichen Druck auf den Bundestag für illusionär halte, weil es sich um eine Minderheitenposition handelte, die eines Vehikels bedurfte, um von der Öffentlichkeit überhaupt als Problem gesehen zu werden.

Beck sieht, daß mit der aus der Schwulenbewegung erhobenen Forderung nach Streichung des Sexualstrafrechts nichts erreicht wurde. Im Gegenteil folgte daraus »die zunehmende gesellschaftliche Irrelevanz dieser Diskussion und die daraus folgende Randstellung der Schwulenbewegung innerhalb der neuen sozialen Bewegungen«.2 Er bemängelt die Beschäftigung mit sich selbst und empfiehlt die Ausweitung auf die allgemeine Emanzipationsdebatte: »Eine inhaltliche Umsetzung der schwulenpolitischen Programmatik blieb die Schwulenpolitik schuldig, eine Ausweitung der gesellschaftlichen Debatte über (Homo-)Sexualität unterblieb, eine Bündnispolitik wurde nahezu unmöglich.

Von einigen sehr wenigen Einzelkämpfern abgesehen, blieb bis zum heutigen Tag die inhaltliche Arbeit unterhalb der programmatischen Ebene auf der Strecke: Themenkomplexe wie Arbeitswelt/DGB; Asyl, Menschenrechte/Amnesty International; Mietrecht, Sozialwohnungen/Mieterverbände; Lebensformen; Datenschutz, Polizei, Kriminalistik; Männergewalt, Anti-Schwule Gewalt/Männerbewegung blieben bis heute liegen […].«3

Beck fordert nicht weniger als die Ausweitung der Schwulenbewegung zu einer Bewegung für »sexuelle Emanzipation« und damit zur Emanzipation überhaupt. Nur wenn man die Frage nach Liberalisierung mit den Emanzipationsbestrebungen bezüglich der Abschaffung von § 175 sowie §218 und der Ent-kriminalisierung von Prostitution verknüpfe – Forderungen, die eine wesentlich größere Zustimmung in der Öffentlichkeit erwarten können -, habe man Aussicht auf Erfolg: »Solange es noch einen § 175 gibt, wird man sich bei einer Liberalisierung des § 176 die Zähne ausbeißen. Aufklärung ist ein Prozeß und kein Handstreich!«4 Allein die Streichung von § 175 verhindere »das Zementie

ren eines sexualrepressiven Klimas« – »eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können«.5

Entscheidend sei die Frage, »wie wir es schaffen, mit der Formulierung einer sachgerechten aktuellen und bündnisfähigen Politik die Schwulenbewegung -angesichts der Neuaufrüstung der Rechten – zu einer relevanten politischen Kraft zu machen«.6 Der Schlüssel zur Beantwortung liege im Bündnis mit anderen Bewegungen und in umsetzbaren, nichtutopischen Forderungskatalogen. Beck sieht weiterhin die Notwendigkeit politischer Klein- bzw. Wühlarbeit, konkreter Debatten, und nicht in überzogenen Heilserwartungen politischer Maximalforderungen.

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Familienfeinde in Brüssel: Wie die EU Europa tötet


 

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Es ist nicht zu übersehen: Europa stirbt aus. Es werden zu wenig Kinder geboren. Seit Jahrzehnten, seit den sechziger Jahren. Die Kinder, die nicht geboren wurden, werden ebenfalls keine Kinder bekommen. Auf den Straßen, in den Wäldern und Feldern, wo sie einst spielten und lärmten, wird es ruhig. Das Sterben unserer alten europäischen Kultur geht schnell, so schnell, dass es da oben offenbar niemand bemerkt. Oder nicht merken will? Ist schon in Ordnung, heißt es entspannt aus Brüssel und Berlin, denn wir sind jetzt modern. Wer die erste Silbe betont, erschrickt: modern….Es stimmt, Europa modert.

Wer heute als verantwortungsvoller Unternehmer rote Zahlen schreibt, der wird fieberhaft nach der Wurzel des Übels suchen. Hat er sie gefunden, reißt er sie heraus, lernt und macht es künftig besser, er will schließlich überleben. Die Regierungen Europas, vor allem Deutschlands, denken anders. Anstatt nach den Ursachen unseres Aussterbens zu suchen, verbreitet man blinden Aktionismus: Es werden „Demografie-Gipfel“ anberaumt, doch bleiben sie sinnlos, denn die wahren Gründe interessieren nicht. Schließlich gibt’s ja noch Millionen Zuwanderer aus Afrika, Arabien und Asien. Wer dagegenhält, er wolle aber Europas eigene alte Kultur mit seinen europäischen Bürgern erhalten, wird als Rassist diffamiert. Noch 2014 wird es Gesetze geben, die ihn für solche Aussagen ins Gefängnis bringen können, als „Gesinnungsstraftäter“. Die Medien sensibilisieren uns schon mal vorsorglich.

Was läuft schief? Haben die Menschen in Europa den Mut für Kinder, für Familie, verloren? Sind sie gar familienfeindlich? Egoistisch und karrieregeil? Von allem mag etwas dabei sein, doch sind das nur die logischen Folgen einer jahrzehntelangen, vernichtenden Bevölkerungspolitik, welche die Rechte der Familie Schritt für Schritt aushebelte: Steuer-und Sozialgesetze sind inzwischen zu einem Albtraum für jede Familie geworden. Das Einkommen eines Hauptverdieners reicht hinten und vorne nicht, jeder muss arbeiten und verdienen!

Seit Jahrzehnten geht das so, und doch ist das noch längst nicht alles. Denn es ist nur schlüssig, dass mit der Einführung von Antibabypille und Hormonspirale ebenso nicht mehr jedes Baby das Licht der Welt erblickte, welches sonst gekommen wäre. Dessen weiterer Feind: Die straffreie Abtreibung. Sie hatten sich auf den Weg gemacht, sahen schon aus wie Miniaturkinder, doch sie landeten im Abfall. Zeitgleich mit diesen Entwicklungen peitschten rot-grün-linke-Fanatikerinnen den Feminismus wie ein wildgewordenes Ross durch die Manege: „Hey, Frauen, Ihr seid besser als die Männer, macht Euch unabhängig von den Machos! Und von den Kindern, die Euch nur blockieren. Holt Euch Eure eigenen Rechte, erkämpft sie!“ Politisch werden diese Vernichtungsmaßnahmen durch sogenannte Gleichstellungsgesetze befürwortet. Denn wir sind modern.

Es war die Geburt der Karrierefrauen. Wir alle wollten dazu gehören, denn die Versprechen klangen verheißungsvoll: Unabhängigkeit! Persönliche Autonomie! Freiheit! Bye-bye, Unterdrückung! In die Gesichter der Feministinnen, die uns anfeuerten, schauten wir dabei nicht. Sonst hätten wir vielleicht die Warnung verstanden: Sie hatten keine Kinder, sie waren unfähig, Männer zu mögen. Sie waren ganz anders. Wir erkannten es nicht, waren wie im Rausch, überließen ihnen bereitwillig das Feld. Als sie sich selbst ermächtigten, das Medienkommando zu übernehmen, ließen wir auch dies zu. Es klang alles so modern, sie sollten es ruhig verbreiten…

Manche von uns schafften den Absprung trotzdem noch rechtzeitig. Sie fanden einen Mann, liebten ihn und planten die gemeinsame Zukunft, mit ihren Kindern. Job und Karriere waren plötzlich nicht mehr so wichtig. Mit dem ersten Kinderlachen kam das Glück, gleichgültig, wie groß die Probleme auch waren. Dass als die daheimgebliebene Mutter als altbacken, fantasielos, gar als Gesellschaftsschmarotzer diskriminiert wurde, schmerzte sie das dennoch tief. Doch danach fragte niemand, schon gar nicht die Karrierefrau. Diese wurde nur manchmal stutzig, wenn sie an den Wochenenden mit dem Rennrad schnell an den Familienausflüglern vorbeiwollte: Die fröhlich lärmende, bunte Schar mit Kind, Hund und Kegel hatte alle Zeit der Welt und blockierte, ohne es zu merken, mit lebendiger Freude den Weg. Mit dem hässlichen Gespenst der Einsamkeit, das sich in ihr Genick krallte, setzte die moderne Raserin ihre Sonntagsfahrt nachdenklich fort.

Europa stirbt aus. Auch deswegen, weil Mann und Frau ihre Kraft eingebüßt haben, die sie einst begehrenswert und gegenseitig anziehend machte. Die männliche und weibliche Energie ist raus, sie wurde getötet. Natürlich, es waren wieder die schwarzen Einpeitscherinnen: „Bekämpft die Männer, sie sind entweder gewaltbereite Machos oder nichtssagende Weicheier“. Kein Prinz! Kein Ritter! Kein edler Kampf für die Liebe: „Das braucht Ihr nicht, Frauen, Ihr seid selber stark, Ihr müsst selber kämpfen!“

Stumm stehen sich die Geschlechter nun gegenüber, desillusioniert, verwirrt. Eigentlich will keiner mehr kämpfen. Nur noch seine Ruhe haben. Gibt es den Mann und die Frau überhaupt noch? Sagen Politik und moderne Wissenschaft nicht sogar, wir seien sogar irgendwie alle gleich, von Geburt an?

Ehen werden heute nicht mehr geschlossen, sondern vertagt. Kinder werden nicht geboren, sie werden vertagt. Familien nicht mehr gegründet: Vertagt! Das ersehnte Glück, nach welchem doch alle streben, wird vertagt: Keine Zeit, erst Karriere machen, Geld verdienen! Von der Politik wird dieses moderne Modell gefördert.

Und die Kinder? Sie werden immer früher in fremde Hände gegeben. Wir haben nichts gelernt. Schaut in die Natur: Jede Löwin bringt den um, der seine Finger nach den Jungen ausstreckt. Jeder Vogel würde sein Leben lassen, um die kleinen Piepser gegen fremde Kräfte zu verteidigen. Wir geben unsere Kinder einfach weg, töten die innere Stimme ab, die mahnt und sagen will: „Tu es nicht! Dein Kind braucht Dich, und Du brauchst Dein Kind!“ Wir tun es doch, denn wir sind modern, wie die in Brüssel.

Wer seine Kinder früh abgibt, fragt sich bald: Wozu brauche ich dann überhaupt welche? Wer die Männer bekämpft, vertreibt sie. Wer für sein Glück nicht kämpft, sondern sich von modernen Strömungen treiben lässt, wird unglücklich werden. Wer sich vom Zentralstaat widerspruchslos auch noch die letzte Butter vom Brot nehmen lässt, dem kann man nicht mehr helfen. Wer sich zum Sterben entschieden hat, den kann man nicht mehr retten. Europa stirbt, und niemand greift ein.

Gibt es noch Rettung? Gewiss, aber sie kann nur radikal und konsequent sein: Aufwachen! Alle! Gefahren in Brüssel erkennen! Wurzeln des Übels rausreißen! Umdenken! Ausbrechen! Jetzt! Sofort! Und immer, nicht nur heute! Wir müssen radikal für unser Glück und die Zukunft unserer Kinder kämpfen! Und für die Liebe, die diese Menschheit heute so nötig braucht wie niemals je zuvor!

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http://german.ruvr.ru/2014_04_28/Familienfeinde-in-Brussel-Wie-die-EU-Europa-totet-6424/

 

Konservative Kommentare Mai ´14


von Peter Helmes

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Liebe Leser,
an dieser Stelle veröffentliche ich regelmäßig einmal im Monat meist kritische und bissige Kommentare – aus konservativer Sicht versteht sich – zu Themen bzw. Vorgängen, die in den Medien selten oder gar nicht besprochen oder verzerrt dargestellt werden.

Meinungsfreiheit oder Vernichtungskultur
Wir alle wissen, daß wir von dem Großteil der Medien ´mal hemmungslos, ´mal subtil manipuliert werden. Die Infamie, vor allem politisch Inkorrekten gegenüber, wächst ins Schamlose. Aber gleichzeitig scheint auch die Feigheit der Betroffenen zu wachsen. Wer wehrt sich – auf Deutsch: Wer macht´s Maul auf?

Natürlich, wer sich wehrt, bekommt kübelweise Schmutz entgegengeschleudert und/oder wird niedergebrüllt. Sarrazin und jüngst Akif Pirinçci können ein garstig Lied davon singen. Die Gegner bieten statt Argumente nur Gebrüll, manchmal auch Steine und schieren Haß. Wer gar „rechts“ ist, dem drohen Verfolgung (bis in die Wohnung) und Ächtung, gerade auch von den Medien. „Rechte“ – das haben die Linken geschafft! – sind eo ipso Extremisten und Faschisten. Dieser Stempel „sitzt“ und wird zum Stigma.

Bewundernswert, wie „bürgerliche“ Politiker reagieren: Ungefragt beeilen sie sich, jedermann zu erklären, sie seien selbstverständlich nicht rechts, sondern „aufgeschlossen“ und „offen“
– was immer das auch bedeuten mag. Ergo beteiligen sie sich an Programmen „gegen rechts“ und stimmen allen möglichen Volksbeglückungsprogrammen in den Parlamenten zu. Feigheit, wo immer man hinschaut! Daß die wirkliche Gefahr für unser Staatswesen von den (selbsternannten) Antifaschisten – den tatsächlichen Faschisten – ausgeht, erschließt sich nur dem, der die Augen nicht vor dem Terror dieser Gruppen verschließt: Gewalt gegen Personen und Sachen, Rufmorde, Beleidigungen usw. Jeder Andersdenkende wird gnadenlos mit einer Art „Nazometer“ gemessen und abgestraft.

Eine geistige Auseinandersetzung findet nicht statt. Wie auch? Wenn die große Mehrheit der Medienmenschen Toleranz mit Dumpfheit und Wissen mit Google verwechselt, kann kein Dialog zustandekommen. Wollen die auch gar nicht! Es ist ja so einfach, die miese Platte vom Faschisten aufzulegen. Einer schreibt die Meinung vom anderen ab. So entsteht die neue „politisch korrekte“ Volksmeinung – von BILD bis STERN, eine linke Meinungsvorschrift. Sie sind so verbohrt und selbstgerecht, nicht einmal mehr zu merken, daß sie letztlich die Sarrazins unseres Landes in der Sache bestätigen.

So haben wir also heute in diesem unserem Lande das Phänomen, zwar nach dem Grundgesetz (Art. 5) Meinungsfreiheit zu haben, sie aber nicht ausüben zu können. Denn diese grundgesetzliche Meinungsfreiheit wird immer weiter umgebogen, ausgehebelt und durch die politisch korrekte Meinung (p. c.) ersetzt. Was das ist, geben uns die einschlägigen Medien vor. Das eigentlich Alarmierende an dieser Entwicklung ist, daß der Staat, der die Freiheit garantieren sollte, nicht einschreitet. Und mehr noch, daß eine immer blindere Justiz sich beeilt, den Meinungsvorschreibern den Weg freizumachen. Der Paragraph 130 StGB bietet dazu hervorragendes Handwerkszeug. Sie haben Voltaire vergessen, oder – was wahrscheinlicher ist – nie von ihm gehört: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, daß Du es sagen darfst.“

Nun ja, um Voltaire zu kennen, müßte man wenigstens ein bißchen Bildung aufweisen. Das aber scheint vielen pc-Menschen offensichtlich schwer zu fallen; denn mit „BILD Dir Deine Meinung“ allein geht noch kein STERN am Bildungshimmel auf.

„Vergeben“ und „Gnade“ war gestern
So kommen wir von der Meinungsfreiheit zur Vernichtungskultur. Ein aufklärender, gar bildender Journalismus ist zunehmend einem Kampagnenjournalismus gewichen. Und dreimal darf man raten: Tonangeber von Kampagnen sind wieder die PC-Menschen. Ein Beispiel gefällig?

Da haben wir den „Fall Mappus“, dem vorgeworfen wurde, Staatsgeld vernichtet zu haben, weil er die EnBW-Anteile viel zu teuer eingekauft habe. Alle fielen über ihn her, natürlich auch die Partei“freunde“. Doch sehr bald stellte sich heraus, daß der Vorwurf der Untreue gegen Mappus nicht aufrechtzuhalten war. Das ging jedenfalls aus einem vom BW-Finanzministerium bestellten Gutachten hervor.

Vor der Vorlage dieses Gutachtens hatte SPD-Finanzminister Nils Schmid noch getönt, „der Geruch des Skandals“ sei „schwefelhaltiger“. Bereits im Juni 2012 (!) kam das Gutachten und – verschwand in einer Ministeriums-Schublade. Sozusagen Rufmord auf Raten. Mappus´ Verteidiger Bernd Schünemann erklärte nach einer Meldung der FAZ v. 24.4.14 u. a.: „Schmids Ministerium hat nicht nur Informationen zurückgehalten, sondern auch versucht, den Gutachtern den eigenen Rechtsstandpunkt zu soufflieren.“

Wie nennt man ein solches Verhalten der grün-roten Regierung? Schmierig? Bösartig? Mappus ist jetzt zwar rehabilitiert, aber physisch und psychisch ruiniert. Ach ja, von den alten Parteifreunden findet er niemanden an seiner Seite. Der Vorgang war der FAZ immerhin ein Zweispalter und einen kleinen Kommentar wert, die ZEIT begnügte sich mit einem kleinen Einzeiler. Das ist Journalismus heute. Und die grün-rote Politik in Baden-Württemberg komponierte dazu den passenden Tugendterror.

Daß dieses „Spiel“ Methode hat, zeigten auch die „Fälle“ Mixa, Wulff und Tebartz van Elst: Erst verurteilen, dann anhören. Gnade und Vergebung waren einmal. So sieht p.c.-Vernichtungskultur aus! Wieso heißen diese Leute eigentlich „Gutmenschen“?
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Abgabenlast und Einwanderung – eine Absage an Gebildete
Deutschland stöhnt unter einer enormen Steuer- und Abgabenlast. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, daß wir zu den Ländern gehören, die ihren Bürgern am meisten abpressen (49,6 Prozent vom Einkommen), wie jüngst der Bericht der OECD zeigte. Nur in Belgien ist die Zahllast höher als bei uns. Das heißt, daß wir faktisch von jedem verdienten Euro 50 Cent abführen müssen. Grund dafür sind nicht die Steuern, sondern die gestiegene Belastung durch Sozialabgaben.

Wer die OECD-Zahlen auswertet – und das ist ein neuer Aspekt – braucht sich nicht darüber zu wundern, daß wir kaum gebildete Zuwanderer, sondern mehr ungebildete registrieren, die unser Sozialsystem noch mehr belasten. Gebildete Ausländer machen einen Bogen um Deutschland; denn die hiesige Abgabenlast wirkt besonders abschreckend für die, die „ordentlich Geld verdienen“ wollen. Es spricht also alles dafür, die Einwanderungsschranken anzuheben statt zu senken – womit ich aber wieder bei Sarrazin und Pirinçci wäre.
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Kurze Einführung in muslimische Sozialromantik
Über die Gutmenschen habe ich eigentlich schon oft genug geschrieben. Trotzdem finde ich, wenn ich ´mal wieder im Internet unterwegs bin, ständig neue Stolpersteine. Man fragt sich unwillkürlich, ob die Gehirnwäsche der p.c.-Generation schon erfolgreich abgeschlossen ist.
Da fiel mir z. B. zum Thema Gender ein geradezu süßer Kommentar ins Auge, eine fast poetische Liebeserklärung an die muselmanische Familie: „Mir sind moslemische Familien sympathisch. Es freut mich, jeden Tag zu sehen, daß dort die ganze Familie für die Kinder verantwortlich ist. Kinder sind das Wichtigste in den Familien. Entsprechend werden diese gehätschelt und geliebt. Es gefällt mir, daß die Frauen sich nicht jedem Mann als Sexualobjekt präsentieren. Mir gefällt, daß diese Menschen sich an Werte halten…“ usw., usw. Allhamdu lillahi!

Wenn man das liest, möchte man doch glatt eine muslimische Familie gründen oder gleich zum Islam übertreten. Aber ein Blick in die raue Wirklichkeit dürfte solche Gedanken sofort vertreiben. Die Familienwirklichkeit im Islam ist kurz gefaßt so: Vater ist zugleich Tyrann, Mutter hat draußen nichts zu sagen und darf auch nicht alleine raus, die lieben Kleinen sind nur solange die lieben Kleinen, bis sie größer werden. Dann wird sortiert: Jungen dürfen Männer werden, Mädchen werden weggesperrt. Vorher werden die Jungs beschnitten und die Mädels ihrer genitalen Reize beraubt. Irgendwann kommen die Jungs frei, und die Mädels werden mittels Zwangshochzeit verschachert. Die jungen Männer lernen derweil, daß „Ehrenmord“ eine Frage der Familienehre und die Verwandten-Ehe keine menschliche Unart ist. In manchen Ländern sind die Mädchen so frei, daß sie „Stundenehen“ eingehen können, und die Jungen so frei, „Kindersoldaten“ werden zu dürfen. Auf daß sie bald Allahs gelobtes Land erreichen – Insha ´Allah!
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Gefördert, gewendet, gedeckelt – die „Energiewende“
Wer hat eigentlich die Bundestagswahl gewonnen? Schaut oder besser: hört man sich die politischen Geräuschemacher an, heißen die wahren Sieger Gabriel, Nahles, Steinmeier und Maas – allesamt Mitglieder der Minderheitspartei SPD, die auch aktuellen Umfragen zufolge mit 23-25 Prozent weiterhin im politischen Keller hockt. „Ich will da raus!“, schreit Frontmann Gabriel, und mit ihm seine Mannen (und Frauen). Aber da fehlt wohl noch Substanz. Die will Gabriel nun mit der „Energiewende“ beweisen. Aber der große Wurf, er will nicht gelingen. Das Hauptproblem bei dieser EEG-Rolle rückwärts ist nämlich, daß durch die Wende faktisch zwei parallele Energieversorgungssysteme installiert werden. Da haben wir zum einen das System, das aus Wind und Sonne gespeist und in Bälde 80 Prozent unserer Energie liefern sollte. Zum anderen gibt es noch das System, das sich aus fossilen Stoffen nährt.

Da Deutschland weder ein Sonnenland ist noch insgesamt genügend Wind hat, entsteht eine Komposition, die an Hirnrissigkeit nicht zu übertreffen ist: Wir geben rund zwei Billionen Euro dafür aus, ein Sonne- und Windsystem zu etablieren, das dann mit „konventionell“ erzeugter Energie unterstützt werden muß, weil es sonst zusammenbräche. Es liegt aber auf der Hand, daß die konventionelle Energie als Lückenbüßer für fehlenden Wind und Sonne viel zu teuer wird.

Verrapst und vermaist
Statt nun eine wirkliche „Rolle rückwarts“ zumindest anzudenken, nämlich konventionelle Kraftwerke (auch aus Atomkraft) zu stärken, wird geradezu krampfhaft mehr Wind „herbeigeredet“, also das Land zugespargelt, versiegelt, verrapst und vermaist. Aber alle Gewaltanstrengung wird nicht helfen. Wir werden also wohl noch mehr Energie vom Ausland kaufen müssen, aus Rußland Gas, aus China die Steinkohle und Atomstrom von unseren Nachbarstaaten.

Derweil soll der Ausbau der erneuerbaren Energie „gedeckelt und günstiger“ (Gabriel) werden, weil die Preise durch das EEG ins Unermeßliche steigen. Statt „80 Prozent“ heißt das neue Ziel „40 % bis 2025 und 55 % bis 2035“. Welch´ ein Fortschritt! Aber der ist „geplant“! Gabriel und die Koalitionsregierung fallen also wieder zurück in die alte Planwirtschaft. Ob und wie das die Kosten der Ökostromförderung für die kommenden Jahre berechenbar macht, darüber läßt uns der Wirtschaftsminister im Unklaren. Daß der Unsinn ein „Konstruktionsfehler“ des damaligen Trittinschen Gesetzesentwurfs ist, wird auch verschwiegen: Je mehr Ökostrom produziert wird, desto teurer wird die Umlage.

Das gesamte EEG gehört abgeschafft. Doch diese Regierung macht nicht einmal den Versuch, über Alternativen nachzudenken (die frühere rot-grüne natürlich schon gar nicht). Politik folgt anderen Gesetzen: Zuerst läßt man sich (auch Gabriel) für die Einführung des EEG frenetisch bejubeln, nun läßt man sich (auch wieder Gabriel) für die Rückführung feiern. Die Folge, frei nach Heinrich Heine (1844): „Denke ich an Deutschlands Nacht, ist sie bald ums Licht gebracht!“
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Deutsch verlernt? Immer mehr Sprachklagen
Deutschland gerät immer mehr in einen Sprachnotstand. Wer „beherrscht“ eigentlich noch die deutsche Sprache? Ich fürchte, bald niemand mehr. In den Schulen soll den Kindern die Schreibsprache entwöhnt und eine Drucksprache angewöhnt werden. Das ist nicht nur eine Folge von Twitter und Genossen, sondern entspringt einem Denkschema, das die Schaffung des neuen Menschen und die Entnationalisierung vorantreiben soll. Wir werden uns bald mit diesem Thema beschäftigen müssen; denn immer mehr Kinder werden verlernen, sich im wahrsten Sinne des Wortes “flüssig“ schriftlich zu äußern. Daß die Verwendung der deutschen Sprache auch mündlich zu wünschen übrig läßt, erfährt man allüberall – in der Bahn, im Bus, auf der Straße.

Der Genetiv ist schon so gut wie tot, die Beherrschung insbesondere der Interpunktion gehört ins Reich der Fabelwesen: Kennt noch jemand den richtigen Gebrauch von Komma, Semikolon, Binde- oder Gedankenstrich? Die Kunst der Deklination ist dem Zufall überlassen, ebenso die Herstellung korrekter sprachlogischer Bezüge – offenbar eine schwierige Angelegenheit. Das beweist wieder einmal der von mir arg strapazierte SWR. So hörte ich am 7.3. um 18.o1 Uhr in der Sendung „Nachrichten“ des SWR1 zu den Problemen des Nürburgringes u. a. folgende Meldung: „…Die insolvente Rennstrecke soll in Kürze von… übernommen werden…“ Gütiger Himmel! Ich habe noch nie eine „insolvente Rennstrecke“ oder ein „insolventes Auto“ usw. gesehen; denn eine Rennstrecke kann nicht insolvent werden, allenfalls der Betreiber oder Eigentümer.

Gleich kriegte ich noch einen Tritt in mein Sprachkreuz: „Wir gedenken heute den Opfern…“ Und solche Fehler am laufenden Band. Man muß nur ´mal aufmerksam zuhören, und dann kann man getrost der Opfer des schludrigen Gebrauchs der deutschen Sprache gedenken. Wohlgemerkt, niemand sollte ´was gegen Sprachschnitzer oder Tipfehler haben – ist ja alles menschlich. Aber hier werden strukturelle Fehler einer „verschlankten“ Bildungspolitik allzu deutlich. Da sollten sich Politik und Lehrerschaft viel stärker arrangieren …äh, ich meinte engagieren.

Das deutsche Bildungssystem hat unübersehbare Schwächen und schwächelt immer stärker. Fragen Sie ´mal Ausbilder oder Professoren, was da an Abiturienten abgeliefert wird! Die „allgemeine Hochschulreife“ umfaßt offenbar mitnichten die Beherrschung der deutschen Rechtschreibung. Und nur herzinfarktwilligen Sprachliebhabern kann ich die Lektüre verschiedener Blogs empfehlen: Den oft guten Inhalten steht ein geradezu unglaubliches Deutsch gegenüber, und das auch von Akademikern. Und so geht das täglich, nicht nur im Rundfunk oder in Blogs. Merke: Wer mit seiner Sprache schlampig umgeht, geht auch mit seiner Heimat so um. Aber das paßt dann wieder zu den Gutmenschen!
http://www.conservo.wordpress.com
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, das mag für heute genügen. Ich wünsche Ihnen eine frohe Maienzeit, den Schutz Gottes und – wie stets an dieser Stelle – uns allen eine bessere Politik.

Mit herzlichen Grüßen und bestem Dank für Ihre Treue,
Ihr
Peter Helmes

Und wie immer ein kleines P.S.: Der Fluch der bösen Tat
Wer Friedrich Schillers „Wallenstein“ kennt, der kennt auch den Generallieutenant Octavio Piccolomini und dessen schon legendären Satz: „Es ist der Fluch der bösen Tat, daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären…“ Das klingt wie die Überschrift zu einem Artikel über die europäische Währungsunion. Die geht nämlich, kurzgefaßt, so: Der Kurs des Euro ist für den Süden Europas zu hoch und für den Norden zu gering. Beide Seiten sind also unzufrieden. Bei den Zinsen sieht´s genauso aus, was die Nordländer allmählich um die Substanz bringt und den Südländern stetige Depression (Rezension). Wenn Draghi den Wechselkurs drückt, verteuern sich die Importe und damit die Löhne. Dem gegenzusteuern, müßte er die Zinsen anheben. Das geht wiederum nicht, weil dann die Südländer kollabieren. Hier steckt der Teufel also nicht im Detail, sondern ist ein Geburtsfehler der Währungsunion – was aber die Väter des Euro niemals zugeben werden.

Peter Helmes
15. Mai 2014

Eurabisch-afrikanischer Freieinreise-Korridor nach Deutschland gefordert


 

Von Peter Helmes

„Wir brauchen legale Zugangsmöglichkeiten zur Europäischen Union“, fordert eine mir bis dato unbekannte Grüne. Also das bewegt mich, echt. Nachdem ich mich in den letzten fünf Jahren intensivst an den Grünen abgearbeitet und mehrere 100-Seiten-Publikationen über diese komische Partei rausgeschwitzt habe, wähne ich mich sozusagen den höchsten Sphären dieser Gesellschafts-, Umwelt- und Kulturzereicherer nahe und stehe kurz vor dem grünen Olymp: das „andere Deutschland“, mehr noch: der „neue Mensch“. Und die Endstufe werde ich wohl bald packen, „Ska“ sei Dank.

„Ska“? Na ja, ist nichts Technisches, sondern eine Person, eine grünes Persönchen, Spitzenkandidatin ihrer Partei zur Wahl des Europa-Parlaments. Der Name ist unwichtig; denn wenn Sie bei „Grüne“ ein Kreuzchen machen, kriegen Sie die Spitzenfrau gratis als Beigabe dazu. Und für ganz Doofe: „Ska“ steht für Franziska – wie ich der bedeutenden Provinz-Postille „Bonner General-Anzeiger“ (3. Mai) entnehmen durfte. Da gab Ska nämlich ihre Sicht der Dinge zum Besten, will heißen, sie hat mich aufgewühlt.grüne

Sie meint, wir sollten endlich aufhören, „in Themensilos“ zu denken. Ich weiß zwar nicht, was das ist, aber „Silo“ klingt nach Bio. Und ganz so kompostiert wie ein Misthaufen fordert Ska, „eine Grüne durch und durch“ (GA), ein neues Themenmonstrum – von wegen Themensilo: eine Wirtschafts-Umweltschutz-Gleichberechtigungs-Politik, „gleichzeitig“, betont sie. Vermutlich ist sie also die Wirtschaftsumweltschutzgleichberechtigungseuropabeauftragte der Grünen und findet es „faszinierend, daß wir oft in dieselbe Richtung denken“. Protest, Frau Ska, ich denk da nicht mit, weil, wissen Sie, ich bin simplen Gemüts und Themensilo-resistent. Fehlt nur noch der Schlußpunkt zu dem Themensilo der Frau Ska: Wir müßten „nachhaltig investieren, also nicht in den Straßenbau, sondern in den ökologischen Umbau der Wirtschaft“. Fürwahr, wie sie nachschiebt, „das bringt unsere Gesellschaft nach vorn“. Man muß halt nur fest dran glauben!

Asyl im Heimatsprachland

Aber verlassen wir ´mal die ökologischökonomische Weltordnung der Ska und wenden uns dem grünen Herzstück zu, dem sie im Interview auch gezielt zustrebt: Den Asyl- und sonstigen Migranten – ein Thema, man merkt´s sogleich, das auch Ska am Herzen liegt. Eigentlich keine neue Platte, die sie da auflegt, aber mit einer gänzlich neuen Strophe, die mich elektrisiert hat: „Wir denken, dass die Flüchtlinge dort Asyl beantragen sollen, wo sie z. B. die Sprache sprechen oder Familie haben.“ Dann funktioniere auch die Integration viel besser. Es sei doch absurd, daß jemand, der Französisch spreche, in Griechenland Asyl beantrage. Eine große Idee!

Doch wie so oft bei großen Ideen: In den Mühlen des Kleingedruckten wird sie zerrieben. Ich fing an nachzudenken – immer ein schwieriger Prozeß: Ich vermute zunächst einmal, daß Ska bewußt oder unbewußt Flüchtlinge (bzw. Asylberechtigte) nicht von Ausreisewilligen unterscheidet. Denn wenn ich Asyl benötige, ist mir zunächst mal völlig egal, welches Land mich aufnimmt. Hauptsache, ich fühle mich sicher. Wenn aber Ska auch ganz allgemein Ausreisewillige meint – auf gut Deutsch: sowohl die Asyl- als auch die Wohlstands-Touristen – liegt sie mit ihrer Idee goldrichtig.

Aber die Sache hat noch ´nen Haken: Ska meint ja, sie sollten dahin gehen, „wo sie z. B. die Sprache sprechen…“ Ja, liebe Frau Ska, sollen die etwa zuhause bleiben? Denn nur da wird im Allgemeinen ihre Sprache gesprochen. In Deutschland gibt es ja (immer noch) nur wenige, die Arabisch sprechen (dafür Islamisch umso mehr, mit wachsendem Anteil). Und es dürfte eine dürftige Zahl von Deutschen geben, die z. B. (Ki-)Suaheli beherrschen. Das bleibt wohl einer kleinen Schar Negrophiler vorbehalten. Also, liebe Frau Ska, dieses Kriterium hilft uns auf dem Weg ins gelobte Land nicht weiter.

Aber Sie haben mir zu einem Heureka-Erlebnis verholfen! Als sie forderten, wir bräuchten „legale Zugangsmöglichkeiten zur EU“, kam mir eine Idee, deren honorarfreie Verwertung und ggbfs. Verwirklichung ich Ihnen gerne anbiete: die Schaffung einer „Freieinwanderungszone“, also einen freien Einwanderungskorridor – aus den islamischen und afrikanischen Gefilden „offiziell“ in die EU, gemeint ist aber: nach Deutschland. Denn hier bei uns kriegen alle Einwanderer reichlich Segnungen aus den Sozial-Töpfen des Bundes, der Länder, der Kommunen, der Kirchen – schlicht, von allen „Menschen guten Willens“. Deutschland, das Land der Barmherzigkeit. (Jedenfalls, solange es hier genügend Deppen gibt, die noch arbeiten und in die Töpfe einzahlen.)

Zurück zu ihrer Idee: Um realisieren zu können, daß – wie Sie fordern – „Integration viel besser funktioniert“, muß zuvor dringend einiges beseitigt werden. Sie sprechen von „Zäunen“ mit „messerscharfen Drähten“ und „Grenzschutzeinsätzen“. Richtig, junge Frau, all so´n Zeugs bräuchten wir nicht mehr, wenn wir einen freien Einwanderungskorridor schaffen: zu Lande, zu Wasser und in der Luft!

„Kommt alle zu mir!“ GD*7578991

In der Praxis wäre das ganz einfach: Da, wie Sie sagen, jeder das Recht habe, Asyl zu beantragen, brauchen wir zum einen nicht mehr die umständliche Asylanerkennungsverfahrensprozedur. Hier bei uns sind alle willkommen, hier werden sie geholfen. Deshalb werden die Ankunftsstellen mit neuen Willkommensschildern ausgestattet, frei nach Matthäus 11,28: „Kommt alle zu uns, die ihr mühselig und beladen seid! Wir werden Euch erquicken!“

Zum anderen wird die Einreisemöglichkeit wesentlich freundlicher gestaltet. Ein entsprechender Gesetzentwurf bekäme im Deutschen Bundestag gewißlich die erforderliche, wenn nicht sogar eine Zweidrittel-Mehrheit; denn mitstimmen würden selbstverständlich alle Gutmenschen, also die Masse der Abgeordneten von CDUCSUSPDGRÜNLINKE. (Die vielleicht zwölf Gegenstimmen können nichts erreichen.) Das neue Gesetz sähe vor, daß deutsche Reise- und Touristikunternehmen verpflichtet sind, Einreisewillige aus dem eurabischislamischafrikanischen Raum nach Deutschland zu transportieren. Die Kosten übernimmt die öffentliche Hand – solange es genug Deppen…(aber den Spruch kennen Sie ja schon). Gleiches gelte für die Einreise zu Fuß oder per Kfz: Straße frei für alle, die nach Deutschland streben!

Sehen Sie, so könnte Integration funktionieren – und Deutschland endgültig ruinieren. Gemeinsam werden wir es schaffen! Oder, um es mit Ihren eigenen Worten zu sagen: „Unsere grünen Themen sind europaweit ähnlich (…) Wir greifen z. B. die Frage auf, wie wir aus der Krise kommen…“

So jedenfalls, werte Frau Ska, wie Sie möchten, werden die Grünen nicht aus der Krise kommen.
(Alle Zitate aus Bonner GA 3./4.14)

8.5.14
http://www.conservo.wordpress.com

Adolf Hitler als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg….Michael Wittmann und sein Tiger… der beste Panzerfahrer aller Zeiten…


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Für fremde Kinder alles und für deutsche?


Den Rest? Was übrig bleibt?taschenleer Eine Milliarde geht mal eben in diesem Jahr noch raus an Kinder irgendwo in Europa. Und wenn sie gleich nur auf dem Antragspapier stehen, denn wer sollte es schon nachprüfen aus dem deutschen Kindergeldbüro heraus. Zumal noch als frisch Angeheuerter. 90 Mitarbeiter hat Schäuble ad hoc bewilligt samt der dafür notwendigen vier Millionen zusätzlicher Gehälter. Müssen das vorzugsweise ausländische sein? Denn die Antragsteller dürfen die Formulare in ihrer Sprache ausfüllen, so sie denn schreiben können. Ansonsten bräuchten wir ja noch jede Menge Dolmetscher.

Ob da die 10 Milliarden neue Schulden dieses Jahr ausreichen?

Neben denen, die wir bei Zentralbanken und Rettungsfonds ohnehin und unbemerkt aufgedrückt bekommen. Anundfürsich sollte es ja mal eine schwarz-rote Null deutschland-taschen-leerwerden. Wir haben wohl schon viel zu viel davon – also von den Nullen – an den entscheidenden Stellen. Und es wird nicht der letzte Zahlungsbefehl der Europäischen Zentrale bzw. ihres Gerichtshofes in diesem Jahr sein. Sie werden uns weiter zusätzliche Milliardenforderungen um die Ohren hauen, daß es nur so kracht und uns dieselben – also die Milliarden – von ganz alleine aus der Nase laufen.

Mit deutschem Kindergeld spart das Ausland die eigene Sozialhilfe.

Ist doch clever umverteilt und wird – demnächst in diesem Theater – noch mittels Hartz 4 für alle weiter ausgebaut. Wetten, daß? Und bei uns? In Sachsen-Anhalt sind zwei Drittel der Landesstraßen marode, Tendenz steigend von Jahr zu Jahr. Wir schließen Universitäten und ihre Kliniken, Schulen auf dem Lande und den Kindergarten am Ort. Um die Theater möchte ich nicht mal trauern, denn die sollten anfangen das zu spielen, was die Deutschen sehen wollen und nicht ihre eigenen Ausgeburten. Wir warten vergeblich auf versprochene Minderung der Steuerprogression, sollen im Gegenteil noch zusätzlich für unsre Straßen mauten. Derweil deutsche Abermilliarden nach Europa für fremde Infrastrukturen, fetteste EU-Diäten – vom feisten Schulz angefangen bis ganz runter -, Korruption, Banken und Maffias abfließen. Täglich und stündlich. Dafür unsre Schuldenuhr kreiselt wie ein Propeller. Wie zum Hohn bei gleichzeitig ständig steigenden Steuereinnahmen, denn jede Teuerung bringt Schäuble doppelten Ertrag.

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http://www.hans-pueschel.info/politik/fuer-fremde-kinder-alles-und-fuer-deutsche.html

17. Mai 1933: Erste außenpolitische Rede Adolf Hitlers als Reichskanzler („Friedensrede“)


von EponaRhiannon

 

Abgeordnete, Männer und Frauen des Deutschen Reichstages!

Namens der Reichsregierung habe ich den Reichstagspräsidenten gebeten, den Reichstag einzuberufen, um vor diesem Forum zu den Fragen Stellung zu nehmen, die heute nicht nur unser Volk, sondern die ganze Welt bewegen.adolf_hitler-der_fuehrer_des_deutschen_volkes

Die ihnen bekannten Probleme sind von so großer Bedeutung, dass von ihrer glücklichen Lösung nicht nur die politische Befriedigung, sondern auch die wirtschaftliche Rettung aller abhängt. Wenn ich dabei für die Deutsche Regierung dem Wunsche Ausdruck gebe, ihre Behandlung der Sphäre jeder Leidenschaftlichkeit zu entziehen, dann geschieht es nicht zum Geringsten in der alle beherrschenden Erkenntnis, dass die Krise der heutigen Zeit ihren tiefsten Ursprung selbst nur jenen Leidenschaften zu verdanken hat, die nach dem Kriege die Einsicht und die Klugheit der Völker verdunkelt haben.

Denn alle die heutige Unruhe verursachenden Probleme liegen in den Mängeln des Friedensvertrages begründet, der es nicht vermochte, die wichtigsten und entscheidendsten Fragen der damaligen Zeit für alle Zukunft überlegen, klar und vernünftig zu lösen. Weder die nationalen noch die wirtschaftlichen oder gar die rechtlichen Angelegenheiten und Forderungen der Völker sind durch diesen Vertrag in einer Weise gelöst worden, dass sie vor der Kritik der Vernunft für alle Zeiten bestehen könnten. Es ist daher verständlich, dass der Gedanke einer Revision nicht nur zu den dauernden Begleiterscheinungen der Auswirkungen dieses Vertrages gehört, sondern die Revision sogar von seinen Verfassern als nötig vorausgesehen wurde und daher im Vertragswerk selbst eine rechtliche Verankerung fand.

Wenn ich hier kurz auf die Probleme eingehe, die dieser Vertrag hätte lösen sollen, dann geschieht es deshalb, weil durch das Versagen auf diesen Gebieten sich zwangsläufig die späteren Situationen ergeben mussten, unter denen die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der Völker seitdem leiden.

Die politischen Probleme sind folgende: Durch viele Jahrhunderte entstanden die europäischen Staaten und ihre Grenzziehungen aus Auffassungen heraus, die nur innerhalb eines ausschließlich staatlichen Denkens lagen. Mit dem siegreichen Durchbruch des nationalen Gedankens und des Nationalitäten-Prinzips im Laufe des vergangenen Jahrhunderts wurden infolge der Nichtberücksichtigung dieser neuen Ideen und Ideale durch die aus anderen Voraussetzungen heraus entstandenen Staaten die Keime zu zahlreichen Konflikten gelegt. Es konnte nach Beendigung des großen Krieges keine höheren Aufgaben für eine wirkliche Friedenskonferenz geben als in klarer Erkenntnis dieser Tatsache eine Neugliederung und Neuordnung der europäischen Staaten vorzunehmen, die diesem Prinzip im höchstmöglichen Umfang gerecht wurde. Je klarer durch diese Regelung die Volksgrenzen sich mit den Staatsgrenzen deckten, um so mehr musste damit eine große Reihe von künftigen Konfliktsmöglichkeiten aus der Welt geschafft werden. Ja, diese territoriale Neugestaltung Europas, unter Berücksichtigung der wirklichen Volksgrenzen, wäre geschichtlich jene Lösung gewesen, die mit dem Blick in die Zukunft vielleicht für Sieger und Besiegte die Blutopfer des großen Krieges als doch nicht ganz vergebliche hätte erscheinen lassen können, weil durch sie der Welt die Grundlagen für einen wirklichen Frieden gegeben worden wären.

Tatsächlich entschloss man sich aber teils aus Unkenntnis, teils aus Leidenschaft und Hass zu Lösungen, die ewig den Keim neuer Konflikte schon in ihrer Unlogik und Unbilligkeit tragen. Folgende waren die wirtschaftlichen Probleme, die dieser Konferenz zur Lösung vorlagen:

Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation Europas ist gekennzeichnet durch die Übervölkerung des europäischen Westens und durch die Armut des Bodens dieser Gebiete an gewissen Rohstoffen, die gerade in jenen Gebieten mit alter Kultur dem dort gewohnten Lebens-Standard unentbehrlich sind. Wollte man eine gewisse Befriedung Europas für menschlich absehbare Zeit herbeiführen, dann musste man. statt der unfruchtbaren und gefährlichen Begriffe wie Buße, Strafe, Wiedergutmachung usw. die tiefe Erkenntnis verfolgen und berücksichtigen, dass mangelnde Existenzmöglichkeit immer eine Quelle von Völkerkonflikten gewesen ist. Statt den Gedanken der Vernichtung zu predigen, musste man eine Neuordnung der internationalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen vornehmen, die den Existenznotwendigkeiten der einzelnen Völker im höchstmöglichen Umfange gerecht wurde.

Es ist nicht weise, die wirtschaftlichen Lebensmöglichkeiten einem Volke zu entziehen ohne Rücksicht darauf, dass die davon abhängige Bevölkerung darauf angewiesen ist, in diesem Gebiete weiterhin zu leben. Die Meinung aber, durch die wirtschaftliche Vernichtung eines 65-Millionen-Volkes anderen Völkern einen nützlichen Dienst zu erweisen, ist eine unsinnige. Sehr bald würden die Völker, die so verfahren wollten, nach den natürlichen Gesetzen von Ursache und Wirkung spüren, dass sie derselben Katastrophe zugeführt werden, die sie dem einen Volke bereiten wollten. Der Gedanke der Reparationen und ihrer Durchführung wird einmal in der Völkergeschichte ein Schulbeispiel dafür sein, wie sehr die Außerachtlassung der internationalen Wohlfahrt allen schädlich sein kann. Tatsächlich konnte die Reparationspolitik nur vom deutschen Export bezahlt werden. Im gleichen Ausmaß, wie Deutschland wegen der Reparationen als internationales Exportunternehmen betrachtet wurde, musste aber der Export der Gläubigerstaaten leiden. Der wirtschaftliche Nutzen der Reparationszahlungen konnte daher in keinem Verhältnis zu dem Schaden stehen, der den Einzelvolkswirtschaften mit den Reparationen zugefügt wurde. Der Versuch, eine solche Entwicklung dadurch abzuwenden, dass eine Beschränkung des deutschen Exports durch Kreditgewährungen zur Ermöglichung der Zahlungen ausgeglichen wurde, war wenig umsichtig und im Endergebnis falsch. Denn die Umschuldung der politischen in private Verpflichtungen führte zu einem Zinsdienst, dessen Erfüllung zu denselben Ergebnissen führen musste. Das Schlimmste aber war, dass die Entwicklung des binnenwirtschaftlichen Lebens künstlich gehemmt und vernichtet wurde. Der Kampf auf den Weltabsatzmärkten durch dauernde Preisunterbietungen führte zu einer Überspitzung der Rationalisierungsmaßnahmen in der Wirtschaft.

Die Millionen unserer Arbeitslosen sind das letzte Ergebnis dieser Entwicklung. Wollte man aber die Reparationsverpflichtungen auf Sachlieferungen beschränken, dann musste dies zu einer nicht minder großen Schädigung der Binnenerzeugung der also beglückten Völker führen. Denn Sachlieferungen in dem in Frage kommenden Umfange sind nicht denkbar, ohne den Bestand der eigenen Produktionen der Völker auf das Stärkste zu gefährden. Es ist die Schuld des Versailler Vertrages, eine Zeit eingeleitet zu haben, in der finanzielle Rechenkunst die wirtschaftliche Vernunft umzubringen scheint.

Deutschland hat diese ihm auferlegten Verpflichtungen trotz der ihnen innewohnenden Unvernunft und der vorauszusehenden Folgen geradezu selbstmörderisch treu erfüllt. Die internationale Wirtschaftskrise ist der unumstößliche Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung. Der Gedanke der Wiederherstellung eines allgemeinen internationalen Rechtsempfindens ist durch den Vertrag nicht minder vernichtet worden. Denn um die gesamten Maßnahmen dieses Ediktes zu motivieren, musste Deutschland zum Schuldigen gestempelt werden. Dies ist ein ebenso einfaches wie allerdings unmögliches Verfahren. In Zukunft wird also die Schuld an Auseinandersetzungen immer der Besiegte tragen; denn der Sieger hat ja immer die Möglichkeit, diese Feststellung einfach zu treffen. Dieser Vorgang führte deshalb zu furchtbarer Bedeutung, weil er damit zugleich eine Begründung gab für die Umwandlung eines am Ende dieses Krieges vorhandenen Kräfteverhältnisses in eine dauernde Rechtsform. Die Begriffe Sieger und Besiegte wurden damit förmlich zum Fundament einer neuen internationalen Rechts- und Gesellschaftsordnung gemacht. Die Disqualifizierung eines großen Volkes zu einer Nation zweiten Ranges und zweiter Klasse wurde in einem Augenblick proklamiert, in dem ein Bund der Nationen aus der Taufe gehoben werden sollte.

Diese Behandlung Deutschlands konnte in der Folge nicht zu einer Befriedung der Welt führen. Die damit für nötig erachtete Abrüstung und Wehrlosmachung der Besiegten, ein in der Geschichte europäischer Nationen unerhörter Vorgang, war noch weniger geeignet, die allgemeinen Gefahren und Konflikte zu vermindern, sondern führte nur in den Zustand jener ewigen Drohungen, Forderungen und Sanktionen, die als fortdauernde Unruhe und Unsicherheit zum Grabe der gesamten Wirtschaft zu werden drohen. Wenn im Völkerleben jede Überlegung hinsichtlich des Risikos bei bestimmten Handlungen ausfällt, wird nur zu leicht die Unvernunft über die Vernunft siegen. Der Völkerbund hat zum Mindesten bisher gerade den Schwachen, Nichtgerüsteten bei solchen Anlässen keine merkliche Hilfe zukommen zu lassen vermocht. Verträge, die zur Befriedung des Lebens der Völker untereinander abgeschlossen werden, haben nur dann einen inneren Sinn, wenn sie von einer wirklichen und aufrichtigen Gleichberechtigung aller ausgehen. Gerade darin liegt die Hauptursache der seit Jahren die Welt beherrschenden Gärung. Dass aber die heute vorliegenden Probleme eine vernünftige und endgültige Lösung erfahren, liegt im Interesse aller. Kein neuer europäischer Krieg wäre in der Lage, an Stelle der unbefriedigenden Zustände von heute etwas Besseres zu setzen.

Im Gegenteil, weder politisch noch wirtschaftlich könnte die Anwendung irgendeiner Gewalt in Europa eine günstigere Situation hervorrufen, als sie heute besteht. Selbst bei ausschlaggebendem Erfolg einer neuen europäischen Gewaltlösung würde als Endergebnis eine Vergrößerung der Störung des europäischen Gleichgewichts eintreten und damit so oder so der Keim für spätere neue Gegensätze und neue Verwicklungen gelegt werden. Neue Kriege, neue Unsicherheit und eine neue Wirtschaftsnot würden die Folge sein. Der Ausbruch eines solchen Wahnsinns ohne Ende aber müsste zum Zusammenbruch der heutigen Gesellschafts- und Staatsordnung führen. Ein im kommunistischen Chaos versinkendes Europa würde eine Krise von unabsehbaren Ausmaßen und nicht abzuschätzender Dauer heraufbeschwören.

Es ist der tiefernste Wunsch der nationalen Regierung des Deutschen Reiches, eine solche unfriedliche Entwicklung durch ihre aufrichtige und tätige Mitarbeit zu verhindern. Das ist auch der innere Sinn der in Deutschland vollzogenen Umwälzung. Die drei Gesichtspunkte, die unsere Revolution beherrschen, widersprechen in keiner Weise den Interessen der übrigen Welt.

Erstens: Verhinderung des drohenden kommunistischen Umsturzes und Aufbau eines die verschiedenen Interessen der Klassen und Stände einigenden Volksstaates und die Erhaltung des Begriffs Eigentum als Grundlage unserer Kultur.

Zweitens: Lösung des schwersten sozialen Problems durch die Zurückführung der Millionenarmee unserer bedauernswerten Arbeitslosen in die Produktion.

Drittens: Wiederherstellung einer stabilen und autoritären Staatsführung, getragen von dem Vertrauen und Willen der Nation, die dieses große Volk endlich wieder der Welt gegenüber vertragsfähig macht.

Wenn ich in diesem Augenblick bewusst als deutscher Nationalsozialist spreche, so möchte ich namens der nationalen Regierung und der gesamten Nationalerhebung bekunden, dass gerade uns in diesem jungen Deutschland das tiefste Verständnis beseelt für die gleichen Gefühle und Gesinnungen sowie für die begründeten Lebensansprüche der anderen Völker. Die Generation dieses jungen Deutschlands, die in ihrem bisherigen Leben nur die Not, das Elend und den Jammer des eigenen Volkes kennen lernte, hat zu sehr unter dem Wahnsinn gelitten, als dass sie beabsichtigen könnte, das gleiche anderen zuzufügen. Indem wir in grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum hängen, respektieren wir die nationalen Rechte auch der anderen Völker aus dieser selben Gesinnung heraus und möchten aus tiefinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben. Wir kennen daher auch nicht den Begriff des Germanisierens. Die geistige Mentalität des vergangenen Jahrhunderts, aus der heraus man glaubte, vielleicht aus Polen und Franzosen Deutsche machen zu können, ist uns genau so fremd, wie wir uns leidenschaftlich gegen jeden umgekehrten Versuch wenden. Wir sehen die europäischen Nationen um uns als gegebene Tatsache. Franzosen, Polen, usw. sind unsere Nachbarvölker, und wir wissen, daß kein geschichtlich denkbarer Vorgang diese Wirklichkeit ändern könnte.

Es wäre ein Glück für die Welt gewesen, wenn im Vertrage von Versailles diese Realitäten auch in Bezug auf Deutschland gewürdigt worden wären. Denn es müsste das Ziel eines wirklich dauerhaften Vertragswerkes sein, nicht Wunden zu reißen oder vorhandene offen zu halten, sondern Wunden zu schließen und zu heilen. Eine überlegte Behandlung der Probleme hätte damals im Osten ohne Weiteres eine Lösung finden können, die den verständlichen Ansprüchen Polens genau so wie den natürlichen Rechten Deutschlands entgegengekommen wäre. Der Vertrag von Versailles hat diese Lösung nicht gefunden. Dennoch wird keine deutsche Regierung von sich aus den Bruch einer Vereinbarung durchführen, die nicht beseitigt werden kann, ohne durch eine bessere ersetzt zu werden.

Allein dies Bekenntnis zum Rechtscharakter eines solchen Vertrages kann nur ein allgemeines sein. Nicht nur der Sieger hat den Anspruch auf die ihm darin gegebenen Rechte, sondern auch der Besiegte. Das Recht aber, eine Revision des Vertrages zu fordern, liegt im Vertrage selbst begründet. Die deutsche Regierung wünscht dabei als Motiv und Maß für ihr Verlangen nichts anderes als die vorliegenden Resultate der bisherigen Erfahrungen sowie die unbestreitbaren Erkenntnisse einer kritischen und logischen Vernunft. Die Erfahrungen, die in den 14 Jahren gemacht worden sind, sind politisch und wirtschaftlich eindeutige. Das Elend der Völker wurde nicht behoben, sondern es hat zugenommen. Die tiefste Wurzel dieses Elends aber liegt in der Zerreißung der Welt, in Sieger und Besiegte, als die beabsichtigte ewige Grundlage aller Verträge und jeder kommenden Ordnung. Die schlimmsten Auswirkungen findet diese Ordnung in der erzwungenen Wehrlosigkeit der einen Nation gegenüber den übersteigerten Rüstungen der anderen. Wenn Deutschland seit Jahren unentwegt die Abrüstung aller fordert, so aus folgenden Gründen:

Erstens ist die Forderung nach einer tatsächlich zum Ausdruck kommenden Gleichberechtigung eine Forderung der Moral, des Rechts und der Vernunft, eine Forderung, die im Friedensvertrage selbst anerkannt worden ist, und deren Erfüllung unlöslich verbunden wurde mit der Forderung der deutschen Abrüstung als Ausgangspunkt für die Weltabrüstung.

Zweitens, weil umgekehrt die Disqualifizierung eines großen Volkes geschichtlich nicht ewig aufrechterhalten werden kann, sondern einmal ihr Ende finden muss. Denn wie lange glaubt man, ein solches Unrecht einer großen Nation zufügen zu können? Was bedeutet der Vorteil eines Augenblicks gegenüber der dauernden Entwicklung der Jahrhunderte? Das deutsche Volk wird bleiben, genau wie das französische und, wie uns durch die geschichtliche Entwicklung gelehrt wurde, das polnische.

Was sind und was bedeuten Erfolge einer vorübergehenden Unterdrückung eines 65-Millionen-Volkes gegenüber der Gewalt dieser unumstößlichen Tatsachen? Kein Staat kann mehr Verständnis haben für die neu entstandenen jungen europäischen Nationalstaaten als das Deutschland der aus dem gleichen Willen entstandenen nationalen Revolution. Es will nichts für sich, was es nicht auch bereit ist, anderen zu geben. Wenn Deutschland heute die Forderungen nach einer tatsächlichen Gleichberechtigung im Sinne der Abrüstung der anderen Nationen erhebt, dann hat es dazu ein moralisches Recht, durch seine eigene Erfüllung der Verträge. Denn Deutschland hat abgerüstet, und Deutschland hat diese Abrüstung unter schärfster internationaler Kontrolle durchgeführt. 6 Millionen Gewehre und Karabiner wurden ausgeliefert oder zerstört, 130.000 Maschinengewehre, riesige Mengen Maschinengewehrläufe, 91.000 Geschütze, 38,75 Millionen Granaten und enorme weitere Waffen- und Munitionsbestände hat das deutsche Volk zerstört oder ausliefern müssen. Das Rheinland wurde entmilitarisiert, die deutschen Festungen wurden geschleift, unsere Schiffe ausgeliefert, die Flugzeuge zerstört, unser Wehrsystem aufgegeben und die Ausbildung von Reserven dadurch verhindert. Selbst die nötigsten Waffen der Verteidigung blieben uns versagt.

Wer heute versucht, gegenüber diesen nicht wegzuleugnenden Tatsachen mit wahrhaft armseligen Ausreden und Ausflüchten aufzutreten und zu behaupten, Deutschland hätte die Verträge nicht erfüllt und hätte gar aufgerüstet, dessen Auffassung muss ich von dieser Stelle aus als ebenso unwahr wie unfair zurückweisen.

Ebenso unrichtig sind die Behauptungen, dass Deutschland etwa personell den Verpflichtungen des Vertrages nicht nachgekommen wäre. Die Angabe, dass die SA und SS der Nationalsozialistischen Partei in irgendeiner Beziehung zur Reichswehr in dem Sinne stünden, dass es sich hier um militärisch ausgebildete Bestände oder Reserven der Armee handele, ist unwahr!

Die unverantwortliche Leichtfertigkeit, mit der solche Behauptungen erhoben werden, mag man nur aus einem Beispiel ersehen: Im vergangenen Jahre fand in Brünn der Prozess gegen Angehörige der Nationalsozialistischen Partei in der Tschechoslowakei statt. Durch vereidete Sachverständige der tschechoslowakischen Armee wurde damals die Behauptung aufgestellt, die Angeklagten stünden in Beziehungen zur Nationalsozialistischen Partei Deutschlands, befänden sich in Abhängigkeit von ihr und seien als Mitglieder eines Volkssportvereins damit gleichzusetzen den Mitgliedern der SA und SS in Deutschland, die eine von der Reichswehr ausgebildete und organisierte Reserve-Armee darstelle.

In derselben Zeit besaßen aber die SA und SS genau so wie die Nationalsozialistische Partei überhaupt nicht nur keine Beziehungen zur Reichswehr, sondern sie wurden im Gegenteil als staatsfeindliche Organisationen verfolgt, verboten und endlich aufgelöst. Ja darüber hinaus: Mitglieder der Nationalsozialistischen Partei, Angehörige der SA und SS, waren nicht nur von allen staatlichen Amtsstellen ausgeschlossen, sondern sie durften nicht einmal als Arbeiter in einen Heeresbetrieb aufgenommen werden. Die Nationalsozialisten in der Tschechoslowakei aber wurden auf Grund dieser falschen Darstellung zu langen Zuchthausstrafen verurteilt! Tatsächlich sind die SA und die SS der Nationalsozialistischen Partei ohne jede Beihilfe, ohne jede finanzielle Unterstützung des Staates, des Reiches oder gar der Reichswehr, ohne jede militärische Ausbildung und ohne jede militärische Ausrüstung entstanden, aus rein parteipolitischen Bedürfnissen und nach parteipolitischen Erwägungen. Ihr Zweck war und ist ausschließlich die Beseitigung der kommunistischen Gefahr, ihre Ausbildung ohne jede Anlehnung an das Heer, nur berechnet für Zwecke der Propaganda und der Aufklärung, psychologischen Massenwirkung und Niederbrechung des kommunistischen Terrors. Sie sind Institutionen zur Anerziehung eines wahren Gemeinschaftsgeistes, zur Überwindung früherer Klassengegensätze und zur Behebung der wirtschaftlichen Not.

Der Stahlhelm ist entstanden aus der Erinnerung an die große Zeit des gemeinsamen Fronterlebnisses, zur Pflege der Tradition, zur Erhaltung der Kameradschaft und endlich ebenfalls zum Schütze des deutschen Volkes gegen die seit dem November 1918 das Volk bedrohende kommunistische Revolution, eine Gefahr allerdings, die die Länder nicht ermessen können, die nicht so wie wir Millionen organisierter Kommunisten besessen haben und nicht, wie in Deutschland, unter Terror litten. Denn der wirkliche Zweck dieser nationalen Organisationen wird am Besten gekennzeichnet durch die tatsächliche Art ihres Kampfes und durch ihre Opfer. SA und SS hatten zufolge kommunistischer Mordüberfälle und Terrorakte in wenigen Jahren über 350 Tote und gegen 40.000 Verletzte zu beklagen. Wenn heute in Genf versucht wird, diese ausschließlich innerpolitischen Zwecken dienenden Organisationen auf die Wehrstärken anzurechnen, dann könnte man genau so gut die Feuerwehr, die Turnvereine, die Wach- und Schließgesellschaften, die Ruderklubs und andere Sportverbände als Wehrmacht anrechnen.

Wenn man aber weiter im gleichen Augenblick die ausgebildeten Jahrgänge der übrigen Armeen der Welt im Gegensatz zu diesen militärisch vollkommen unausgebildeten Menschen nicht in Anrechnung bringt, wenn man die bewaffneten Reserven der anderen bewusst übersieht, aber die unbewaffneten Angehörigen politischer Verbände bei uns zu zählen beginnt, dann liegt hier ein Verfahren vor, gegen das ich den schärfsten Protest einlegen muss!

Wenn die Welt das Vertrauen in Recht und Gerechtigkeit zerstören will, dann sind dies dazu die geeigneten Mittel. Denn Folgendes habe ich namens des deutschen Volkes und der deutschen Regierung zu erklären: Deutschland hat abgerüstet. Es hat alle ihm im Friedensvertrag auferlegten Verpflichtungen weit über die Grenzen jeder Billigkeit, ja jeder Vernunft hinaus erfüllt. Seine Armee beträgt 100.000 Mann. Die Stärke und die Art der Polizei sind international geregelt. Die in den Tagen der Revolution aufgestellte Hilfspolizei hat ausschließlich politischen Charakter. Sie musste in den kritischen Tagen des Umsturzes den von dem neuen Regime zunächst als unsicher vermuteten Teil der anderen Polizei ersetzen. Nun, nach der siegreichen Durchführung der Revolution. ist sie bereits im Abbau begriffen und wird noch vor Ausgang des Jahres vollständig aufgelöst sein. Deutschland hat damit einen vollständig berechtigten moralischen Anspruch darauf, dass die anderen Mächte ihrerseits ihre Verpflichtungen, die sich aus dem Vertrag von Versailles ergeben, erfüllen. Die Deutschland im Dezember zugestandene Gleichberechtigung ist bisher nicht verwirklicht. Wenn seitens Frankreichs immer wieder die These aufgestellt wird, dass neben der Gleichberechtigung Deutschlands die Sicherheit Frankreichs stehen müsse, so darf ich demgegenüber zwei Fragen erheben:

Erstens: Deutschland hat bisher alle Sicherheitsverpflichtungen übernommen, die sich aus der Unterzeichnung des Versailler Vertrages, des Kellog-Paktes, der Schiedsgerichts-Verträge, des Non-force-Paktes usw. ergeben. Welches sind die konkreten Sicherungen, die von Deutschland noch übernommen werden können?

Zweitens: Welche Sicherungen hat demgegenüber Deutschland? Nach den Angaben beim Völkerbund besitzt Frankreich allein an im Dienst befindlichen Flugzeugen 3.046, Belgien 350, Polen 700, die Tschechoslowakei 670. Dazu kommen unermessliche Mengen an Reserve-Flugzeugen, Tausende von Kampfwagen, Tausende von schweren Geschützen sowie alle technischen Mittel zur Führung des Krieges mit giftigen Gasen. Hat nicht Deutschland demgegenüber in seiner Wehr- und Waffenlosigkeit mehr Berechtigung, Sicherheit zu verlangen, als die durch Koalitionen miteinander verbundenen Rüstungsstaaten?

Dennoch ist Deutschland jederzeit bereit, weitere Sicherheitsverpflichtungen internationaler Art auf sich zu nehmen, wenn alle Nationen ihrerseits dazu bereit sind, und wenn dies Deutschland zugute kommt. Deutschland wäre auch ohne Weiteres bereit, seine gesamte militärische Einrichtung überhaupt aufzulösen und den kleinen Rest der ihm verbliebenen Waffen zu zerstören, wenn die anliegenden Nationen ebenso restlos das gleiche tun würden. Wenn aber die anderen Staaten nicht gewillt sind, die im Friedensvertrag von Versailles auch sie verpflichtenden Abrüstungsbestimmungen durchzuführen, dann muss Deutschland zumindest auf der Forderung seiner Gleichberechtigung bestehen. Die Deutsche Regierung sieht in dem englischen Plan eine mögliche Grundlage für die Lösung dieser Fragen. Sie muss aber verlangen, dass ihr nicht die Zerstörung einer vorhandenen Wehreinrichtung aufgezwungen wird ohne die Zubilligung einer zumindest qualitativen Gleichberechtigung. Deutschland muss fordern, dass eine Umwandlung der heutigen von Deutschland nicht gewollten, sondern uns erst vom Ausland auferlegten Wehreinrichtung, Zug um Zug erfolgt im Maße der tatsächlichen Abrüstung der anderen Staaten. Dabei erklärt sich Deutschland im Wesentlichen damit einverstanden, eine Übergangsperiode von fünf Jahren für die Herstellung seiner nationalen Sicherheit anzunehmen, in der Erwartung, dass nach dieser Zeit die wirkliche Gleichstellung Deutschlands mit den anderen Staaten erfolgt. Deutschland ist ferner ohne Weiteres bereit, auf Angriffswaffen überhaupt Verzicht zu leisten, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraumes die gerüsteten Nationen ihrerseits diese Angriffswaffen vernichten und durch eine internationale Konvention ihre Anwendung verboten wird. Deutschland hat nur den einzigen Wunsch, seine Unabhängigkeit zu bewahren und seine Grenzen schützen zu können.

Nach dem Ausspruch des französischen Kriegsministers im Februar 1932 kann ein großer Teil der farbigen französischen Streitkräfte sofort auf dem französischen Festland verwendet werden. Er rechnet sie deshalb ausdrücklich zu den Heimatstreitkräften. Es entspricht deshalb nur der Gerechtigkeit, die farbigen Streitkräfte auch bei der Abrüstungskonferenz als Bestandteil des französischen Heeres zu berücksichtigen. Während man dies ablehnt, will man bei der deutschen Heeresstärke Verbände und Organisationen berücksichtigen, die nur volkserzieherisch und volkssportlichen Zwecken dienen und überhaupt keine militärische Ausbildung genießen. In den anderen Ländern sollen diese Verbände überhaupt für die Heeresstärke nicht in Frage kommen. Das ist natürlich ein ganz unmögliches Verfahren. Deutschland würde sich auch jederzeit bereit erklären, im Falle der Schaffung einer allgemeinen internationalen Kontrolle der Rüstungen, bei gleicher Bereitwilligkeit der anderen Staaten, die betreffenden Verbände dieser Kontrolle mit unterstellen, um ihren vollständig unmilitärischen Charakter eindeutig vor der ganzen Welt zu beweisen. Ferner wird die deutsche Regierung kein Waffenverbot als zu einschneidend ablehnen, wenn es in gleicher Weise auch auf die anderen Staaten Anwendung findet. Diese Forderungen bedeuten nicht eine Aufrüstung, sondern ein Verlangen nach Abrüstung der anderen Staaten. Ich begrüße dabei noch einmal namens der Deutschen Regierung den weitausschauenden und richtigen Plan des italienischen Staatschefs, durch einen besonderen Pakt ein enges Vertrauens- und Arbeitsverhältnis der vier europäischen Großmächte England, Frankreich, Italien und Deutschland herzustellen. Der Auffassung Mussolinis, dass damit die Brücke zu einer leichteren Verständigung geschlagen werden könnte, stimmt die Deutsche Regierung aus innerster Überzeugung zu. Sie will das äußerste Entgegenkommen zeigen, sofern auch die anderen Nationen zu einer wirklichen Überwindung etwa entgegenstehender Schwierigkeiten geneigt sind.

Der Vorschlag des amerikanischen Präsidenten Roosevelt, von dem ich heute Nacht Kenntnis erhielt, verpflichtet deshalb die Deutsche Regierung zu warmem Danke. Sie ist bereit, dieser Methode zur Behebung der internationalen Krise zuzustimmen, denn auch sie ist der Auffassung, dass ohne die Lösung der Abrüstungsfrage auf die Dauer kein wirtschaftlicher Wiederaufbau denkbar ist. Sie ist bereit, sich an diesem Werke der Inordnungbringung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Welt uneigennützig zu beteiligen. Sie ist, wie ich schon eingangs betonte, ebenso überzeugt, dass es heute nur eine große Aufgabe geben kann: den Frieden der Welt zu sichern.

Ich fühle mich verpflichtet, festzustellen, dass der Grund für die heutigen Rüstungen Frankreichs oder Polens unter keinen Umständen die Furcht dieser Nationen vor einer deutschen Invasion sein kann. Denn diese Furcht hätte ihre Berechtigung ja nur im Vorhandensein jener modernen Angriffswaffen. Gerade diese modernen Angriffswaffen aber besitzt Deutschland überhaupt nicht, weder schwere Artillerie, noch Tanks, noch Bombenflugzeuge, noch Giftgase. Die einzige Nation, die mit Recht eine Invasion fürchten könnte, ist die deutsche, der man nicht nur die Angriffswaffen verbot, sondern sogar das Recht auf Verteidigungswaffen beschnitt und auch die Anlage von Grenzbefestigungen untersagte.

Deutschland ist jederzeit bereit, auf Angriffswaffen zu verzichten, wenn auch die übrige Welt ein Gleiches tut. Deutschland ist bereit, jedem feierlichen Nichtangriffspakt beizutreten, denn Deutschland denkt nicht an einen Angriff, sondern an seine Sicherheit. Deutschland würde die in dem Vorschlage des Präsidenten Roosevelt angedeutete Möglichkeit begrüßen, die Vereinigten Staaten als Friedensgaranten in die europäischen Verhältnisse einzubeziehen. Dieser Vorschlag bedeutet eine große Beruhigung für alle, die an der aufrichtigen Erhaltung des Friedens mitarbeiten wollen. Wir aber haben keinen sehnlicheren Wunsch, als dazu beizutragen, dass die Wunden des Krieges und des Versailler Vertrages endgültig geheilt werden. Deutschland will keinen anderen Weg dabei gehen als den, der durch die Verträge selbst als berechtigt anerkannt ist. Die Deutsche Regierung wünscht, sich über alle schwierigen Fragen mit den Nationen friedlich auseinanderzusetzen. Sie weiß, dass jede militärische Aktion in Europa, auch bei deren völligem Gelingen, gemessen an den Opfern, in keinem Verhältnis stehen würde zu dem Gewinn.

Die Deutsche Regierung und das Deutsche Volk werden sich aber unter keinen Umständen zu irgendeiner Unterschrift nötigen lassen, die eine Verewigung der Disqualifizierung Deutschlands bedeuten würde. Der Versuch, dabei durch Drohungen auf Regierung und Volk einzuwirken, wird keinen Eindruck zu machen vermögen. Es ist denkbar, dass man Deutschland gegen jedes Recht und gegen jede Moral vergewaltigt, aber es ist undenkbar und ausgeschlossen, dass ein solcher Akt von uns selbst durch eine Unterschrift Rechtsgültigkeit erhalten könnte.

Wenn in Zeitungsartikeln und in bedauerlichen Reden versucht wird, Deutschland Sanktionen anzudrohen, so könnte ein solches ungeheuerliches Verfahren nur die Strafe dafür sein, dass wir durch die Forderung nach Abrüstung die Erfüllung der Verträge verlangen. Ein solcher Vorgang könnte nur zur endgültigen moralischen und tatsächlichen Außerkraftsetzung der Verträge selbst führen. Deutschland würde aber auch in dem Fall seine friedlichen Forderungen niemals aufgeben. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen, das Chaos, das ein solcher Versuch in Europa herbeiführen müsste, fiele zur Verantwortung derer, die gegen ein Volk, das der Welt nichts zuleide tut, mit solchen Mitteln kämpften.

Jeder solcher Versuch, jeder Versuch einer Vergewaltigung Deutschlands auf dem Wege einer einfachen Motorisierung gegen den klaren Sinn der Verträge, könnte nur durch die Absicht diktiert sein, uns von den Konferenzen zu entfernen. Das deutsche Volk besitzt aber heute Charakter genug, in einem solchen Falle seine Mitarbeit den anderen Nationen nicht aufoktroyieren zu wollen, sondern, wenn auch schweren Herzens, die dann einzig möglichen Konsequenzen zu ziehen. Als dauernd diffamiertes Volk würde es uns auch schwerfallen, noch weiterhin dem Völkerbund anzugehören.

Die Deutsche Regierung und das Deutsche Volk sehen die Krise der heutigen Zeit. Jahrelang ist von Deutschland aus vor den Methoden gewarnt worden, die zu diesem politischen und wirtschaftlichen Ergebnis führen mussten. Wenn auf dem bisherigen Wege und mit den bisherigen Methoden weiter fortgefahren wird, kann das Ende nicht zweifelhaft sein. Nach scheinbaren politischen Erfolgen einzelner Nationen werden um so schwerere wirtschaftliche und damit auch politische Katastrophen für alle die Folge sein. Sie zu vermeiden, sehen wir als erste und oberste Aufgabe an. Bisher ist Wirksames dagegen nicht unternommen, worden. Wenn uns von der übrigen Welt vorgehalten wird, dass man dem früheren Deutschland sehr wohl gewisse Sympathien entgegengebracht hätte, so haben wir die Folgen und Auswirkungen dieser ‚Sympathien‘ in Deutschland und für Deutschland jedenfalls kennengelernt!

Millionen zerstörter Existenzen, ganze Berufsstände ruiniert und eine ungeheure Armee von Arbeitslosen – ein trostloser Jammer, dessen ganzen Umfang und Tiefe ich am heutigen Tage der übrigen Welt nur durch eine einzige Zahl zum Verständnis bringen möchte:

Seit dem Tage der Unterzeichnung dieses Vertrages, der als Friedenswerk der Grundstein zu einer neuen und besseren Zeit für alle Völker sein sollte, haben sich in unserem Deutschen Volk – fast nur aus Not und Elend – 224.000 Menschen mit freiem Willen das Leben genommen, Männer und Frauen, Greise und Kinder!

Diese unbestechlichen Zeugen sind Ankläger gegen den Geist und die Erfüllung eines Vertrages, von dessen Wirksamkeit einst nicht nur die andere Welt, sondern auch Millionen Menschen in Deutschland sich Heil und Segen versprochen hatten. Mögen die anderen Nationen daraus aber auch den unerschütterlichen Willen Deutschlands verstehen, eine Periode der menschlichen Irrungen endlich abzuschließen, um den Weg zu finden zu einer endlichen Verständigung aller, auf dem Boden gleicher Rechte.