Reine Phantasie?…aus heutiger Sicht: welchen Weg geht die Menschheit…


Blick in die Zukunft: Was wird aus der Menschheit?

 

planet28

 

Wie werden wir in fünfzig Jahren leben? Und wie in hundert? Wird die Menschheit sich zu Grunde richten? Oder wird es uns besser gehen als jemals zuvor? Dazu gibt es interessante Neuigkeiten.

Wirklich rosig scheinen unsere Zukunftsaussichten derzeit nicht zu sein. Drohender Wirtschaftskollaps, Energiekrise, Umweltverschmutzung, Bevölkerungsexplosion, Terrorgefahr, ein neuer kalter Krieg, all das lädt kaum zu Optimismus ein. Unsere Gesellschaft scheint unmittelbar vor dem »Aus« zu stehen. Doch zahlreiche Wissenschaftler geben Entwarnung.

Sie sehen keine unüberwindbaren Probleme und sprechen sogar von einem goldenen Zeitalter des Wohlstands. Erst kürzlich haben Wissenschaftler zwar auf Grundlage von NASA-Modellen eine Studie erstellt, welche das baldige Ende unserer Zivilisation voraussagt. Am 20. März 2014 distanzierte sich die US-Weltraumbehörde dann aber selbst von dieser Arbeit, die nicht von der NASA autorisiert worden sei.

Trotzdem wirft die Untersuchung von Safa Motesharrei, Eugenia Kalnay und Jorge Rivas einige Fragen auf, vor allem natürlich die eine, ob unsere Welt, wie wir sie kennen, wirklich vor dem Abgrund steht. Weniger dramatisch formuliert, hat auch der weltbekannte Physikprofessor Michio Kaku diese Kernfrage an 300 führende Köpfe aus Forschung und Technologie weitergereicht.

Er wollte von ihnen wissen, wie die Welt in 100 Jahren aussehen wird. Was dabei herauskam, spricht grundsätzlich eine eindeutige Sprache:Die Welt wird sich unglaublich schnell verändern. Hier scheinen sich die meisten Experten einig. Bemerkenswert daran ist vor allem, dass Weltuntergangsszenarien keinen Platz in den Voraussagen der Wissenschaftler einnehmen. Vielmehr wird der Mensch die
bestehenden Schwierigkeiten überwinden und sich eine weit bequemere Welt schaffen, so erklären sie. Eine Welt, in der die globale Versorgung gewährleistet ist, in der heute teils noch utopisch anmutende Technologien das Dasein in allen Lebensbereichen merklich erleichtern, bedrohliche Krankheiten weitgehend im Zaum gehalten und Alterungsprozesse aufgehalten werden.

Professor Kaku selbst schließt sich seinen optimistischen Kollegen uneingeschränkt an. Wie gelangt man angesichts der gegenwärtig eher negativen Entwicklung unserer Gesellschaft zur Idee eines paradiesischen Utopia? Gleiten wir bald in die ultimative Talsohle, nach der es dann nur noch besser werden kann, oder gibt es Fakten, die dem unerwartet hohen Optimismus ein solides Fundament verschaffen?

Michio Kaku geht zunächst in der Zeit zurück, um frühere Prognosen und Weltuntergangssze-narien zu analysieren. Was dachte man vor 50, 70 und 100 Jahren über die Zukunft der Menschheit? Tatsächlich, so das Ergebnis, trafen die pessimistischen Vorhersagen selten zu. Zur Zeit der Droschken glaubte man beispielsweise auch, dass New York und andere Metropolen schließlich im zunehmenden Pferdemist untergehen müssten. Experten rechneten mit Seuchen und Massenflucht der Menschen.

Zukunkftsprognosen sind oft falsch

Die Großstädte seien zum Untergang verdammt. Doch Benzinkutschen und Eisenbahnen änderten alles. Heute sind die Metropolen größer denn je. Allerdings wurden die alten Probleme durch neue abgelöst. Immerhin, der Untergang fand nicht statt. Kaku verweist darauf, dass stets diejenigen Forscher recht behielten, die bestehende erfolgreiche Techniken in die Zukunft extrapolierten.

Selbst die wagemutigsten und innovativsten Köpfe konnten allerdings viele neue Technologien nicht vorhersehen. Niemand erahnte die Computerrevolution. Für das 21. Jahrhundert wurde einst zwar eine sensationelle Entwicklung der Raumfahrt prognostiziert, doch der wahre Wandel der Gesellschaft vollzog sich direkt hier auf der Erde, vor allem durch PC, Internet und Mikroelektronik.
Die »Eroberung des Weltraums« blieb weit zurück, als Relikt eher vordergründiger Utopien. Doch auch Professor Kaku greift sprichwörtlich nach den Sternen, wenn er an Startrek-Technologie erinnert.

Die Miniaturisierung hat heute schon vieles möglich gemacht, was vor wenigen Jahren der Besatzung von Raumschiff Enterprise Vorbehalten blieb. Auch der legendäre Tricorder von Schiffsarzt »Pille« Dr. McCoy soll bald wahr werden, wenn die heute extrem kostenintensiven und voluminösen medizinischen Tomographen nur noch Handyformat besitzen und stets in unmittelbarer Nähe sind, um ganz diskret unsere Gesundheit zu überprüfen.

Stichwort »Gesundheit«: Zukunftsforscher gehen davon aus, dass eine medizinische Revolution bevorsteht. Mediziner bemühen sich um völlig neue diagnostische und therapeutische Verfahren, Genetiker wollen das Mysterium ewiger Jugend enträtseln, eine neue Suche nach dem Stein der Weisen, nur mit Mitteln der modernsten Wissenschaft.

Werden wir unsterblich?

In leicht paradoxer Form tritt jener Stein auch in einer Aussage des bekannten Informatikers Gerald Sussman auf: »Ich befürchte, dass ich zur letzten Generation gehöre, die noch sterben muss.« Seit den 1950er-Jahren und der Entschlüsselung des genetischen Codes ist die Forschung vergleichsweise tief in die Geheimnisse der Molekularbiologie eingedrungen und versteht jetzt auch die chemischen Vorgänge bei der Entstehung von Krebs gut.

Doch an der Therapie hapert es gewaltig. Ähnlich wie in Science-Fiction-Streifen soll die Diagnostik bereits morgens im Bad beginnen und mit unauffälligen Sensoren durchgeführt werden – mit routinemäßiger Überwachung des entscheidenden Tumor-suppressor-Gens TP53, um gefährliche Mutationen rechtzeitig zu erkennen.

Bei frühesten Anzeichen eines Krebsgeschehens würden implantierte Mini-Chips für eine Injektion von Nanopartikeln sorgen, um zielorientiert gegen die Krebszellen vorzugehen. Ärzte sollen dann weitgehend durch ständig verfügbare Spezialsoftware ersetzt werden, gelegentlich noch in virtueller Gestalt als Hologramme erscheinen.

Sollten geschädigte Organe registriert werden, ließe sich sofortiger Ersatz züchten, ohne das ewige Warten auf geeignete Spender. Gentechnik und Stammzellenforschung sollen in einer nicht zu fernen Zukunft sämtliche Voraussetzungen dafür schaffen.
Schon jetzt arbeitet die Wissenschaft an der Regeneration von Körpergewebe und ganzen Körperteilen und erzielt erste Erfolge. Operationen sollen zunehmend von Robotersystemen ausgeführt werden. Und wieder kommen bereits heute bei medizinischen Eingriffen vielfach große OP-Roboter zum Einsatz.

Doch auch im Körperinneren sollen winzige Nanobots aktiv werden. Auf allen Gebieten wird es demnach unfassbare Entwicklungen geben. Die Manipulation winziger Atomverbände und Nanostrukturen soll völlig variable Gegenstände ermöglichen, ob nun Mobiliar oder Autos.
Diese Art von »Shape-Shifting« wird einst vielleicht gekoppelt mit einer Elektronik, die unsere Gedanken und somit auch Wünsche augenblicklich erfasst und umsetzt. Alles wird daraufhin passend gemacht. Heute noch undenkbar. Doch auch die Rechnerleistung steigt unaufhörlich und soll im Jahr 2045 das Potenzial des menschlichen Gehirns überflügeln, so glaubt zumindest der berühmte Erfinder Ray Kurzweil. Auch die schöpferische Kraft des Geistes?

Werden Computer darüber hinaus auch ein Bewusstsein entwickeln? Lässt sich das unsrige in Speichermedien festhal-ten? Wie erstrebenswert ist unter anderem auch die Unsterblichkeit und wie altruistisch der Tod? Ist der Wohlstand wirklich das beste Verhütungsmittel, wie Professor Kaku meint? Schiri jetzt unterliegen wir einer enormen Kontrolle.

Und sie dürfte sich gleichfalls noch extrem steigern. Wenn unsere Wünsche sofort technisch umgesetzt werden können, dann kann Technologie auch unsere Gedanken entschlüsseln. Wollen wir wirklich, dass selbst unser tiefstes Inneres mit dem Internet vernetzt ist und unser Körper mit Maschinen zu Cyborgs verschmilzt?

Oder werden solche offenbar reaktionären Ängste bald zerstreut?

Gesundheit: wie die Industrie uns mit Zucker betrügt……


Vorwort:

der Gang der Zeit ist nicht immer auf einem guten Weg. Im Rückblick stellt sich doch schnell heraus, daß es fast nichts gibt, daß tatsächlich ein vorteilhafter Fortschritt war…langfristig betrachtet. Fast alles das anfänglich ach wie gut aussieht, entpuppt sich letztendlich als Verschlechterung.

Beispiel Zucker. Es ist noch nicht lange her, da wurde kräftig eingekocht. Gemüse und Früchte. Viele hatten einen Garten, andere kauften frische Erzeugnisse beim Bauern oder auf dem Wochenmarkt.

Dann wurde einige Tage lang geschält, geschnitten, eingelegt und gekocht. Einmachgummi oben drauf, Deckel fest angedrückt. Fertig für die kommenden Monate. Jeder hatte sein eigenes Rezept und achtete auf die Zutaten. Mit zuviel Zucker gab es nie Probleme. Der Rotkohl z.B. erhielt seine süßliche Würze durch geeignete Kräuter, sowie Zugaben von süßen Äpfeln. Zucker wurde nur minimal eingesetzt.

Das Ganze artete natürlich in Arbeit aus. Pfui Deibel denken da wohl viele……Es hatte auch gesellige Vorteile. Kinder, Großeltern, die ganze Familie half mit beim Groß-Einkochen.

Das könnte auch heute noch so sein. Gerade bei Fertiggerichten. Ohje, hör ich da einige stöhnen…keine Zeit, muß doch arbeiten, keine Zeit auch noch zu kochen, geschweige denn einzukochen……was denkt der eigentlich…….nun, die Menschen damals haben wesentlich mehr gearbeitet, aber fertiges Essen kaufen, nein, dafür wurde nciht gearbeitet.

Die Menschen heute sind Meister…Großmeister im aussuchen von Ausreden…..die Lösung ist da und ganz einfach, aber die Faulheit und Bequemlichkeit ist schon zu tief sitzend…….erst in Notzeiten werden sich die alten Qualitäten wieder neu entfalten……

Deshalb brauchen wir den Vogel-Phönix-Effekt….ohne geht es nicht.

Vorsicht vor verstecktem Zucker

Ein einziges Glas Rotkohl enthält 25 Stück Würfelzucker. Viele wissen gar nicht, wie viel Zucker in Fertiggerichten steckt.

Die Zeiten sind vorbei, in denen »Ernährungsexperten« für Übergewicht und dessen gesundheitliche Folgen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose und Insulinresistenz in erster Linie den Genuss von zu viel Fett verantwortlich machten. Inzwischen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor allem vor stark gezuckerten Speisen und Getränken. Die WHO empfiehlt Erwachsenen und Kindern in ihrem Anfang März dieses Jahres vorgestellten neuen Ernährungsrichtlinien-Entwurf, nur fünf Prozent ihres täglichen Energiebedarfs in Form von Zucker zu sich zu nehmen.

Heute nimmt jeder Durchschnittsdeutsche jeden Tag fast 100 Gramm Zucker zu sich. Die WHO empfiehlt, die Zuckeraufnahme auf täglich 25 Gramm zu drücken. Diese Menge wird aber schon mit einer einzigen Dose Cola überschritten.

Dass die braune Brause voller Zucker steckt, hat sich allerdings inzwischen herumgesprochen. Ernährungsbewusste Cola-Liebhaber versuchen, diesem Dilemma zu entkommen, indem sie auf Light-Cola umsteigen, bei der ein Großteil des

Kristallzuckers durch chemische Süßstoffe ersetzt wurde. Doch damit handeln sie sich möglichweise andere Gesundheitsrisiken ein (wir haben darüber berichtet.) Anders als süße Cola, Schokolade oder Gummibärchen, die bekanntermaßen viel Zucker enthalten, gilt zum Beispiel Tomatenketschup, zumal wenn er pikant gewürzt ist,
nicht gerade als Süßspeise. Doch enthält üblicherweise schon eine einzige Halbliterflasche davon 130 Gramm Zucker. Das sind 43 Stück Würfelzucker.

Viele Liebhaber von Currywurst, Bratwurst oder gegrillten Steaks, die normalerweise mit viel Ketschup
Und in den Würsten selbst ist in der Regel ebenfalls Zucker – und zwar je nach Sorte in durchaus nennenswerten Mengen. Auch Gemüse und Früchte in Schnappdeckelglä-sern oder Konservenbüchsen enthalten in der Regel erstaunliche Mengen von Zucker, der hierbei sowohl als Konservierungsmittel als auch als Geschmacksverstärker dienen kann.

So enthalten 700 Gramm zubereiteter Rotkohl im Glas 77 Gramm oder 25 Würfel Zucker. Eine Dose mit 450 Gramm Ananas enthält 54 Gramm oder 18 Würfel Zucker. Oft ist es nicht einfach, aus der Liste der Inhaltsstoffe auf den Verpackungen zu ersehen, ob die verpackten Konserven oder Fertiggerichte gezuckert sind. Denn der Zucker verbirgt sich oft hinter wissenschaftlichen Bezeichnungen wie Glucose, Fructose, Dextrose, Saccharose, Lactose, Maltose, Maltodextrin oder Inulin.

Verzicht auf Fertiggerichte

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat unlängst insgesamt etwa 70 zuckerähnliche Süßstoffe in Lebensmitteln ausgemacht. Man kann jetzt davon ausgehen, dass in allen Fertiggerichten Zucker oder zuckerähnliche Stoffe als Geschmacksverstärker eingesetzt werden.

Nur wer auf Fertiggerichte verzichtet, kann also im Zweifelsfall ausschließen, seinen Organismus mit verstecktem Zucker zu belasten.

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Kopp 19-14

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„EU“ bestimmt über soziale Errungenschaften unserer Vorfahren: Kindergeld für alle…2 Tage in BRiD gearbeitet…Kindergeld garantiert obwohl nicht in der BRiD wohnhaft….


für Deutsche im Ausland zählt diese Ausbeutung nicht!

Raus aus dem Euro
Raus aus dem Euro

 

Abzocke: »Kindergeld de luxe« für Wanderarbeiter

Alle Wanderarbeiter aus den anderen „EU“-Staaten haben in Deutschland Anspruch auf »Kindergeld made in Germany«. Sogar dann, wenn der Nachwuchs nach wie vor in der Heimat lebt.

Das hat der „Europäische Gerichtshof“ entschieden. Seither sahnen vor allem polnische Gelegenheitsarbeiter mächtig ab. Es winken hohe Nachzahlungen. Manche finanzieren sich damit ihr neues Auto. Die deutschen Behörden werden unterdessen von der Antragsflut aus Polen und Tschechien teilweise lahmgelegt.

Nicht einmal vier Monate – vom 20. August bis 7. Dezember 2007 – arbeitete der Pole Waldemar Hudzinski bei einem Gartenbauunternehmen am Niederrhein. Seine Frau und seine beiden Kinder lebten während dieser Zeit weiterhin zu Hause in Polen. Trotzdem beantragte Hudzinski, in Deutschland als »unbeschränkt einkommensteuerpflichtig« behandelt zu werden.

seien die polnischen Kollegen zuständig, argumentierte die deutsche Behörde. Hudzinski gab sich damit nicht zufrieden und klagte vor dem „Europäischen Gerichtshof“ (EuGH). Die Europa-Richter befassten sich mit diesem sowie dem ähnlich gelagerten Fall des ebenfalls klagenden Wanderarbeiters Jaroslaw Wawrzyniak aus Mönchengladbach und sprachen ein Urteil, das den deutschen Steuerzahlern teuer zu stehen kommt.

Ein Urteil mit verheerenden Folgen

Das war freilich keine solidarische Geste gegenüber seinem Gastland, zumal Hudzinski aufgrund seines geringen Lohns ohnehin kaum Steuern zahlte, sondern raffiniertes Kalkül, um sein Einkommen auf Kosten der deutschen Steuer- und So-zialabgabenzahler aufzubessern.

Zu Hause in Polen bekam die Familie für jedes Kind lediglich zehn Euro Kindergeld. Das waren nicht einmal sieben Prozent des damals in Deutschland geltenden Satzes. Hudzinski beantragte daher bei der zuständigen Arbeitsagentur Wesel für seine beiden Kinder monatlich 304 Euro Kindergeld. Das wurde zunächst abgelehnt, weil der Nachwuchs ja schließlich nach wie vor in Polen lebte.

Also kommen wird. Der „EuGH“ vertrat die Auffassung, dass jeder Bürger der „Europäischen Union“, der in Deutschland »unbeschränkt einkommensteuerpflichtig« sei, grundsätzlich Anspruch auf Kindergeld aus der deutschen Staatskasse habe. Das gelte sogar dann, wenn die Kinder im Herkunftsland des Wanderarbeiters lebten. Lediglich das in dem jeweiligen Heimatland gezahlte Kindergeld müsse von dem in Deutschland geltenden Satz abgezogen werden, im konkreten Fall also zehn Euro pro Kind.

Zunächst sorgte das schon 2012 ergangene Urteil kaum für Aufsehen und wurde nur in der juristischen Fachliteratur behandelt. Doch innerhalb von wenigen Monaten machte diese neue Abzockmasche in den zur „EU“ gehörenden Staaten Osteuropas Schule.

Die fatale Folge: Die Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit werden von Kindergeldanträgen europäischer Wanderarbeiter regelrecht überflutet. Die Zahl der entsprechenden Anträge stieg in den vergangenen Monaten um rund 30 Prozent.

Experten schätzen, dass mittlerweile allein über 70000 polnische Wanderarbeiter in Deutschland Kindergeld beziehen, obwohl ihre Töchter und Söhne größtenteils noch nie in der Bundesrepublik waren. Längst geht es nicht mehr um ein paar hundert Euro, für die der deutsche Steuer- und Sozialabgabenzahler aufkommen muss, sondern insgesamt um Milliarden. Die in Deutschland »unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen« Wanderarbeiter aus der „EU“ können nämlich bis vier Jahre rückwirkend nachfordern.

Bei großen Familien lohnt sich das. »Manchmal kommt auf diese Weise ein Kleinwagen zusammen«, berichtet eine Mitarbeiterin bei der Arbeitsagentur in Bautzen, wo die meisten der polnischen Anträge landen. In einem Fall habe die Familienkasse fast 25000 Euro Kindergeld auf einen Schlag ausgezahlt.

Derzeit werden in Deutschland für die ersten beiden Kinder jeweils 184 Euro pro Monat überwiesen, 190 Euro für das dritte und 215 Euro für jedes weitere Kind. Davon können die Bürger in vielen anderen „EU“-Staaten nur träumen. Sogar Dänemark, Schweden und Finnland – die Sozialstaaten des Nordens – zahlen weniger Kindergeld.

Legal geknackte Kindergeldkasse

Doch nicht nur die hohen Zahlungen an „EU“-Wanderarbeiter belasten den deutschen Steuerzahler. Weil die Familienkassen in grenznahen Regionen der Flut von Kindergeldanträgen aus Polen und Tschechien teilweise nicht mehr Herr werden, müssen neue Mitarbeiter her.

Hinzu kommen die Kosten für die Übersetzung der Informationen. Schon hat die Arbeitsagentur Kindergeldanträge in polnischer und tschechischer Sprache aufgelegt. In den deutschen Behörden macht man sich keine Illusionen. »Es ist davon auszugehen, dass nach dem Abklingen dieser Antragswelle eine gegenüber dem Ausgangswert dauerhafte Steigerung der Anspruchsberechtigten eintreten wird«, heißt es in einer internen

Mitteilung der Bundesagentur. Die Behörde rechnet mit einem »generellen Anstieg der Fallzahlen durch gestiegene Migration insbesondere aus Ost- und Südosteuropa«.

Wie einfach die deutschen Kindergeldkassen legal zu knacken sind, das dürfte sich mittlerweile sicher auch in Rumänien und Bulgarien herumgesprochen haben. Ein einträgliches Geschäft: Die Kinder leben bei einem Elternteil billig in Osteuropa, während der Vater oder die Mutter in Deutschland ein gegenüber dem Heimatland mehr als 15-fach höheres Kindergeld absahnt.

Doch die deutschen Sozialkassen dürften bald noch stärker ausgeplündert werden. In Luxemburg könnte der EuGH schon im Herbst 2014 ein weiteres vor allem für Deutschland teures Urteil fällen.

Konkret geht es darum, ob „EU“-Ausländer, die in Deutschland eine neue Arbeit suchen, sofort Hartz IV bekommen können. Laut EU-Recht dürfen Bürger der „Europäischen Union“ in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts in einem anderen „EU“-Land keine Sozialleistungen beanspruchen.

Gleichzeitig heißt es im „EU“-Recht aber, dass „EU“-Bürger in einem anderen Land der „Union“ »die gleichen Rechte und Pflichten« haben wie die Bürger dieses Staates. Wegen dieses Wirrwarrs hat das Bundessozialgericht im vergangenen Dezember den EuGH angerufen.

Allgemein wird erwartet, dass die Europa-Richter zugunsten arbeitsloser „EU“-Bürger entscheiden, also für Hartz IV.

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Kopp 19-14

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