Enthüllt: „EU“- Verbrecher fördern Käfig- und Massentierhaltung in Osteuropa


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Mit Hunderten von Millionen Euro unterstützt die EU den Aufbau von Schweinemästereien und Käfigbatterien in Osteuropa und in der Türkei.

Skandalöse Anlagen, die in der EU aus Tierschutzgründen seit Jahren verboten sind, werden einfach exportiert.

Und die deutsche Bundesregierung übernimmt dafür auch noch Kreditbürgschaften.

Gleichzeitig wird diesen Agrarkonzernen die Einfuhr in die EU erleichtert. Letztlich kommt der Steuerzahler für diese große Schweinerei auf.

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Schockierende Bilder von Käfigbatterien, in denen einer Legehenne nur die Fläche in der Größe eines DIN-AzpBlattes bleibt, haben den deutschen Verbrauchern schon vor vielen Jahren den Appetit verdorben. Dennoch dauerte es lange, bis die Bundesregierung und Brüssel endlich handelten. Erst seit dem Jahr 2009 ist die Haltung von Legehennen auf engstem Raum in allen Ländern der Europäischen Union verboten. Der Tierschutz, so schien es, hatte zumindest einen kleinen Erfolg errungen. Und die Verbraucher konnten ihre Frühstückseier wieder guten Gewissens genießen. Doch jetzt ist der Skandal perfekt: Die in den Ländern der EU demontierten Legebatterien wurden dann einfach weiter östlich wieder aufgebaut. Und das Ganze wird großzügig unterstützt mit deutschen Steuergeldern.

Export von Käfigsystemen

So gewährte die große Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) zwischen 2002 und 2011 rund 218 Millionen Euro für den Kauf von Anlagen zur sogenannten intensiven Tierhaltung außerhalb der Europäischen Union. Etwa 63 Prozent der EBRD-Mittel stammen aus den EU-Ländern. Obendrein förderte die deutsche Bundesregierung den Export von Käfigsystemen für Hühner und Schweine mit
staatlich garantierten Euler-Hermes-Bürgschaften in einem Gesamtvolumen von fast 41 Millionen Euro. Nach Angaben der Berliner Bundesregierung resultieren daraus Haftungsrisiken des Bundes von 24,59 Millionen Euro, zuzüglich Finanzierungskosten. Diese Zahlen veröffentlichten jetzt die Organisationen Vier Pfoten, Humane Society International (HSI) und Compassion in World Farming. »Hunderte Millionen an öffentlichen Geldern von internationalen Finanzinstitutionen fließen in den Bau grausamer Massentierhaltungsanlagen außerhalb der Europäischen Union«, kritisiert die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Inzwischen hat die Bundesregierung diese Praxis weitgehend bestätigt und eingestanden, dass solche Produkte mit ihrer Hilfe aus Massentierhaltungsanlagen zu den deutschen Verbrauchern gelangen. Es ist kaum u glauben, aber wahr: Brüssel erleichtert diesen Unternehmen sogar noch den Export ihrer Produkte. In der Ukraine zum Beispiel gibt es zwei große Agrarkonzerne. An einem davon ist die Internationale Finanzkorporation (IFC), eine Tochter der Weltbank, beteiligt. Beide Konzerne bauten mit westlicher Unterstützung in großem Umfang Ställe für die Produktion von Hühnerfleisch und Käfigbatterien für Legehennen auf. Also exakt jene verpönten Anlagen, die in der EU seit Jahren aus guten Gründen verboten sind. Inzwischen hat die EU mit der Ukraine ein Freihandelsabkommen geschlossen.

Kekse und Kafíghaltung

Eier aus Legebatterien, die in den Staaten der EU nicht mehr zulässig sind, dürfen zur Herstellung von Fertigprodukten – wie etwa Nudeln und Keksen – wieder eingeführt werden. Auch nach Deutschland. Unter den von den internationalen Finanzinstitutionen geförderten Großbetrieben befinden sich nach Angaben von Vier Pfoten der größte Eierproduzent in der Türkei, der führende Masthühnerbetrieb in der Ukraine und einige der größten Schweinezuchtanlagen in der Ukraine und China. Diese Unternehmen hielten Hühner größtenteils in Legebatterien und Schweine in engen Kastenständen. Beides ist in der EU verboten. Nach Angaben der Bundesregierung förderte die europäische Regionalentwicklungsbank EBRD
in den vergangenen Jahren unter anderem eine Schweinemästerei in Sibirien mit 20 Millionen Euro und einen Großbetrieb mit Masthühnern in der Ukraine mit 65 Millionen. Auch ein Schlachtunternehmen in Turkmenistan soll gefördert worden sein. Auf der Strecke bleibt dabei nicht nur der Tierschutz. Auch die Landwirte in der EU werden benachteiligt. Ihre Wettbewerbsfähigkeit wird geschwächt, wenn Betriebe außerhalb der EU, die sich nicht an die europäischen Tierschutzstandards halten müssen, direkt oder indirekt gefördert werden und überdies noch einen leichteren Zu-gang zum EU-Markt erhalten.

»Der systematische Missbrauch öffentlicher Gelder verursacht nicht nur immenses Tierleid, sondern auch extreme Nachteile für die Bauern in der EU«, sagt Nicolas Entrup von der Organisation Humane Society International. Daher dürften die EBRD und die Exportkreditagenturen nicht länger in Projekte investieren, deren Tierschutzstandards deutlich unterhalb denen in der EU liegen. Das wäre wohl nicht zuletzt im Sinne der Verbraucher.

Ihnen gaukeln Brüssel und die nationalen Regierungen in Gut-menschenattitüde vor, energisch gegen die Massentierhaltung vorzugehen.

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