Der Wochenrückblick…..paz24


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Vorbilder / Wieso Steinbrück einfach nicht weiterkommt, wie man die Deutschen hassen lernt, und wofür man einen Friedenspreis verdient

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Mitten im Wahlkampf hat der Spitzenkandidat der SPD seinen Sprecher gefeuert. Das wäre früher eine Sensation gewesen, Talkshows und Kommentare zur Frage „Was ist los in der SPD-Zentrale?“ hätten uns mindestens eine Woche lang in Atem gehalten.

Und jetzt? Von dem Geschass­ten habe ich nicht einmal ein Gesicht vor Augen, geschweige denn fällt mir sein Name ein. Kannten Sie den etwa? Auch nicht? Das sagt Einiges: Dieser „Wahlkampf“ ist derart öde, dass uns schon einen Monat vor der Sommerpause die Augen zufallen und wir beinahe ebenso tranig aus der Wäsche glotzen wie Steinbrücks „Kompetenz“-Drohne Klaus Wiesehügel.

Wo wir gerade dabei sind: Zwar füllt Steinbrücks „Kompetenzteam“ bald ein ganzes Klassenzimmer, doch der davon erhoffte Schwung bleibt aus. Neulich erst kündigte der Kandidat im Fernsehen bedeutungsschwanger an, dass er am Tag drauf noch weitere Namen nennen werde, und zwar welche, die eine echte „Überraschung“ wären. Der nächste Tag kam, das Gähnen blieb. Die SPD-Kampagne schleppt sich durchs Land wie ein schrottreifer Trabbi. Statt dröhnender Wahlkampfmaschine nur Klappern und Scheppern.

Wir werden bitter enttäuscht, was eine Frechheit ist. Wolfgang Schäuble feiert einen Rekord nach dem anderen bei den Steuereinnahmen. So mancher Trottel feiert das als Erfolg; in Wahrheit bedeuten die Triumphmeldungen aus dem Finanzministerium nur: Die deutsche Politik war noch nie so teuer wie heute. Für das viele Geld können wir wenigstens gute Unterhaltung erwarten, zum Beispiel durch einen knalligen Wahlkampf. Aber gegen wen soll Angela Merkel denn wahlkämpfen, wenn der sogenannte „Herausforderer“ so rein gar nichts gebacken bekommt?

Andererseits spielt die Kanzlerin auch nicht ganz fair: Bis auf den Parteinamen hat sie der SPD so ziemlich alles weggenommen, zuletzt auch noch die Frauenquote, den Mindestlohn und die Mietpreisbremse. Das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare dürfte demnächst folgen. Man fragt sich: Wieso wundern wir uns eigentlich nicht darüber, dass die Unionsanhänger diese Schwenks ohne Murren mitmachen? Ganz einfach — weil wir sie mittlerweile kennen: Es handelt sich um bemerkenswert genügsame Gesellen. Die vertrauen einfach darauf, dass Mutti „es“ schon machen wird, wobei ihnen verblüffend schnuppe zu sein scheint, was mit diesem „es“ überhaupt gemeint ist.

Selbst wenn Merkel nächsten Montag die Wehrpflicht wieder einführte, den Atomausstieg rück­gängig machte, Frauenquoten und Mietpreisbremsen und „Lohnuntergrenzen“ und was noch alles per Handstreich kassierte — keiner ihrer treuen Anhänger wäre auch nur im Mindesten irritiert: „Unsere kluge Kanzlerin wird schon wissen, was sie tut.“ Punkt.

Angesichts einer solchen Gefolgschaft kann Peer Steinbrück ja nur vor Neid erstarren. Entsprechend hölzern hechelt er von Termin zu Termin, ohne dass auch nur irgendetwas zündet. Armer Kerl.

Und dann auch noch die Flut. Seit 2002 ist bekannt, wie so ein Ereignis vor Wahlen wirkt: wie ein Jungbrunnen für Amtsinhaber. Das hat Schröder damals gerettet und wird Merkel weiter stärken. Denn so eine Flut ist wie ein Feind, der mit seinen Truppen über das Land herfällt. In so einem Moment ist jeder Oppositionelle ein Verräter, alle Anständigen scharen sich loyal um den Regierungschef, Motto: Streiten können wir ja später wieder, wenn die Gefahr vorüber ist.

Das ist ein völlig gesunder Reflex, weshalb auch nur die wirklich Kranken nicht mitmachen wollen. Solche wie diese hier: Eine Truppe, die sich „Germanophobe Flutbrigade“ nennt, hat angekündigt, Deiche mutwillig zu ramponieren. An einigen Stellen wollen diese Typen schon aktiv gewesen sein, und tatsächlich hat die Polizei an einem der Orte Spuren von Deichbeschädigung entdeckt.

„Germanophob“ meint deutschfeindlich. So schreiben die Deutschenhasser denn auch, ihr Ziel sei es, „die von der scheiß-deutschen Volksgemeinschaft errichteten Deiche zu beschädigen“, weil sie „Deutschland in den Rücken fallen“ wollen und „Magdeburg endlich das geben, was unsere Freunde aus England leider nicht beendet haben“.

Die Deutschen sind wahlweise empört oder schieben diese Gestalten als Spinner beiseite. Höhere Chargen spielen den Vorfall am liebsten ganz weit herunter: Idioten gibt’s halt immer.

Ach ja? Eigentlich tun wir den aller Wahrscheinlichkeit nach recht jungen „Germanophoben“ Unrecht. Oder meint einer, die hätten sich zu diesem Quatsch ganz aus eigenem Antrieb verstiegen?

Wohl kaum: In der Schule hat man ihnen beigebracht, dass „der Deutsche an und für sich“ fast immer nur böse war, andere Völker gequält und geschunden hat und dafür nie die gerechte Strafe erfuhr. Sie haben gewiss auch gelernt, dass diese Deutschen den Ersten Weltkrieg angefangen und damit einen mehr als 30-jährigen Flächenbrand ausgelöst haben.

Dass dies einer physikalischen Sensation gleichkäme, hat ihnen niemand gesagt. Denn wenn das mit dem Krieganfangen stimmen sollte, hätten die Deutschen 1914 über die Fähigkeit verfügen müssen, in der Zeit zu reisen. Als Deutschland in den Krieg eintrat (1. August), lief der nämlich schon vier Tage (seit dem 28. Juli). Kaiser Wilhelm muss also vier Tage in die Vergangenheit gefahren sein, um den bereits laufenden Krieg doch noch selber beginnen zu können.

Was soll’s, das ändert nichts, die Deutschen waren’s. Von Hermann dem Cherusker über Otto den Großen, Luther, Friedrich von Preußen bis zu Bismarck und Adenauer — alles nichts als Verbrecher. Und die Vertriebenen? Vom Wickelkind bis zum Mummelgreis durchweg Nazi-Schergen. Die Bomben-„Opfer“ ebenso, weshalb an jedem 13. Februar Demonstranten in Dresden fordern: „Do it again, Harris!“ (Mach’s nochmal, Harris). Harris hieß der Boss der britischen Bomberflotte im Zweiten Weltkrieg.

Sowas kommt eben von sowas her: Wer sein ganzes junges Leben lang mit dieser schauerlichen Erzählung vom eigenen Volk vollgepumpt wurde und seinen jugendlichen Sturm und Drang noch hinzugießt, der steht irgendwann mit dem Spaten am Deich, um diese schändliche Mischpoke endlich absaufen zu sehen. Oder fleht mörderischen Bombenterror herbei, um das Urteil zu vollstrecken.

Wobei die Deutschenhasser schon einsehen, dass nicht alle Deutschen gleich grässlich sind. Es gibt ganz schlimme und noch viel schlimmere. Zu den allerschlimmsten zählen deutsche Soldaten, die man daher seit fast 20 Jahren laut höchstrichterlichem Beschluss öffentlich und ungestraft „Mörder“ nennen darf.

Der „Aachener Friedenspreis“ soll deshalb in diesem Jahr an drei Schulen gehen, die den Uniformierten offiziell Hausverbot erteilt haben. Deutsche Offiziere sollen keine Gelegenheit bekommen, den Schülern zu erklären, was sie machen, so die Absicht. Auserwählt wurden die Käthe-Kollwitz-Schule in Offenbach, das Robert-Blum-Gymnasium in Berlin und die Düsseldorfer Hulda-Pankok-Gesamtschule.

Die Preisübergabe wird bestimmt ein feierlicher Moment, an dem auch die Flutbrigadisten ihre Freude hätten. Allerdings ist da vorher noch eine kleine Peinlichkeit auszubügeln. Die Leiterin der Düsseldorfer Schule teilte den Friedenspreislern trocken mit, dass ihre Schule niemals ein Hausverbot für die Bundeswehr beschlossen habe und den Preis daher ablehne.

Der Preisverein lässt sich davon aber nicht beirren und will der Schule die „Ehrung“ trotzdem aufdrücken. Das könnte noch lustig werden. Dem „Aachener Friedenpreis e.V.“ gehört übrigens auch die Stadt Aachen an, ebenso der örtliche DGB, SPD und Grüne sind dabei, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen und der evangelische Kirchenkreis. So sehen Vorbilder aus.

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nachzulesen bei preussische-allgemeine-zeitung 24-2013

Hitlers moderner »Marschall Vorwärts«


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Vor 125 Jahren wurde Generaloberst Heinz Guderian

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Heinz Guderian

, der Schöpfer der deutschen Panzerwaffe, geboren

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Vater des Blitzkrieges“, „Panzerpapst“, „Heinz Brausewind“ und „der schnelle Heinz“ sind einige der Attribute, mit denen der vor 125 Jahren geborene Panzergeneral Heinz Guderian bis heute belegt wird. Manche davon mögen überhöht sein, aber zweifellos gehört Guderian zu den legendären Gestalten der deutschen Militärgeschichte. Als Spross einer Generalsfamilie trat der am 17. Juni 1888 in Kulm geborenen Guderian im Alter von 13 Jahren in die Kadettenschule in Karlsruhe ein, von der er später auf die Hauptkadettenanstalt Berlin-Lichterfelde wechselte. Nach dem Abschluss diente er in Jägerbataillonen, bevor er 1912 wegen seines ausgeprägten technischen Interesses zur Nachrichtentruppe versetzt wurde. Während des Ersten Weltkrieges bekam er kein direktes Truppenkommando, sondern er diente ausschließlich in Stäben. Das erwies sich jedoch nicht als Makel, denn dadurch konnte er ein ausgeprägtes operatives Verständnis entwickeln. Vor allem hatte er erkannt, dass eine statische Kriegführung nur zu einem unnötigen Gemetzel führt. Daraus entwickelte sich seine entschiedene Ablehnung starrer Verteidigungslinien und des Anrennens gegen feindliche Stellungen.

Nach Kriegsende diente Guderian als Generalstabsoffizier einer Freikorpsdivision, die im Baltikum gegen die Sowjets kämpfte. Im Sommer 1919 wurde er in die Reichswehr übernommen und als Chef einer Jägerkompanie und Taktiklehrer an einer Offizierschule eingesetzt. Seine wahre Bestimmung fand der Major jedoch als Chef des Truppenamtes für Heerestransport. Durch das Studium der Schriften des britischen Militärtheoretikers Basil Liddell Hart vertiefte er seine Kenntnise auf dem Gebiet der Panzertaktik. Dieser plädierte dafür, PanzerTigerpanzer als eigenständige Durchbruchswaffe und nicht mehr als Hilfsmittel der Infanterie einzusetzen. Denn, so seine These, der „reißende Sturzbach“ schnell und konzentriert angreifender Panzerkräfte sei selbst durch noch so viele Dämme nicht mehr aufzuhalten, wenn er die gegnerische Front erst einmal an einer Stelle durchbrochen habe und aus der Tiefe genährt werde. Diese Erkenntnis machte er sich zu eigen und entwickelte daraus seine berühmte Panzertaktik, die nicht mehr auf die alte Doktrin vom Massenangriff auf breiter Front, sondern auf die Konzentration aller Kräfte auf einen Punkt setzte: Schnelligkeit, der verbundene Einsatz aller Waffen und eine geschickte Kombination von Feuer und Bewegung führen zu einem Durchbruch, der energisch ausgenutzt wird und in der rastlosen Verfolgung und schließlichen Vernichtung des geschlagenen Gegners mündet. Der „fanatische Willen nach vorn“ sei daher die höchste Tugend eines Panzerführers, so Guderian in seinem 1937 erschienenen Buch „Achtung – Panzer!“.Panzer 1939 Als Kommandeur einer Kraftfahrabteilung ließ er Übungen mit hölzernen Attrappen, Traktoren und Lastwagen durchführen, da der Reichswehr der Besitz von Panzern durch den Versailler Vertrag verboten war.

Im Vorjahr zum Oberst befördert, wurde Guderian 1934 zum Chef des Stabes des Inspekteurs der motorisierten Truppen ernannt. Durch dessen Schriften über moderne Kriegführung auf Guderian aufmerksam geworden, beauftragte Adolf Hitler ihn 1935 mit der Schaffung einer deutschen Panzerwaffe. Guderian konnte Hitler davon überzeugen, die Panzer nicht gleichmäßig über das gesamte Heer zu verteilen, sondern zunächst drei Panzerdivisionen als selbständig operierende Verbände aufzustellen. Entgegen Hitlers Vorliebe für schwergepanzerte Riesenfahrzeuge konnte Guderian

Bundesarchiv Bild 146-1980-004-32, Heinz Guder...
Bundesarchiv Beinz Guderian in Bouillon, Frankreich

die Entwicklung schneller, wendiger sowie zum Straßen- und Schienentransport verlastbarer Panzer durchsetzen. Als ehemaliger Nachrichtenoffizier mit modernen Kommunikationstechniken vertraut, sorgte er dafür, dass jeder Panzer ein Funkgerät erhielt und Führungsfahrzeuge mit leistungsfähigen Fernmeldeanlagen ausgestattet wurden, um sie als mobile Gefechtsstände einsetzen zu können. Guderian erhielt das Kommando über die 2. Panzerdivision und wurde im August 1936 zum Generalmajor befördert. 1938 wurde er, bei gleichzeitiger Beförderung zum Generalleutnant, zum Kommandierenden General des neu aufgestellten XVI. Armeekorps ernannt, in dem die drei Panzerdivisionen zusammengefasst wurden. Noch im gleichen Jahr erfolgte die Beförderung zum General der Panzertruppen und die Ernennung zum „Chef der Schnellen Truppen“ im Oberkommando des Heeres. Als solcher war er für die Aufstellung und Ausbildung aller motorisierten Einheiten verantwortlich.

Im Polenfeldzug bewährte sich Guderians Konzeption vom Bewegungskrieg ebenso wie 1940 in Frankreich. Mit dem konzentrierten Angriff in die Tiefe des Raumes gelang ihm der Dammbruch, der zum raschen Zusammenbruch der gegnerischen Verteidigung führte. Auch im Russlandfeldzug erzielte der inzwischen zum Generaloberst beförderte Guderian Blitzkrieg­erfolge, bis die zögerliche Haltung der Führungsspitze seinem Vorstoß den Schwung nahm. Vergeblich versuchte er, Hitler davon zu überzeugen, die Fortsetzung des Angriffs auf Moskau der vorgesehenen Eroberung der Ukraine vorzuziehen. Dadurch bekam die Rote Armee Gelegenheit, Reserven heranzuführen und ihre Winteroffensive zu starten. Um seine Truppen nicht in ihren vorgeschobenen Positionen untergehen zu lassen, befahl Guderian im Dezember 1941 eigenmächtig eine Zurücknahme der Front auf leichter zu verteidigende Stellungen. Solange der aufbrausende Panzergeneral siegte, sah Hitler ihm seine Unbotmäßigkeit nach. Diskussionen über den Einsatz der Panzerkräfte hatte Guderian unter Hinweis darauf, dass man „klotzen, nicht kleckern“ müsse, um diesen nicht die Wirkung zu nehmen, stets für sich entschieden. Nun aber löste Hitler ihn kurzerhand ab.

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Im März 1943 erhielt Guderian eine neue Verwendung als Inspekteur der Panzertruppen, bevor er im Juli 1944 zum Chef des Generalstabs des Heeres berufen wurde. Nunmehr in Hitlers unmittelbarer Umgebung, geriet er mit diesem immer heftiger aneinander. So, wie er sich über den Anblick stehender Panzer im Gefecht erregen konnte, brachten ihn der im Führerhauptquartier herrschende militärische Dilettantismus, Beratungsresistenz und Servilität in Wut. Während einer Auseinandersetzung mit Hitler und dessen Lakaien über die dramatische Frontlage geriet er am 28. März 1945 so in Zorn, dass seine Mitarbeiter um seine Gesundheit fürchteten. Hitler nutzte die Gelegenheit, einen der wenigen Generale, die ihm immer wieder Respekt abgetrotzt hatten, loszuwerden. Guderian wurde „krank­heitshalber“ beurlaubt und geriet am 10. Mai in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1948 entlassen wurde.

Eine Anklage vor einem alliierten Militärgericht blieb ihm erspart, da ihm nichts Substantielles vorzuwerfen war. Der unpolitische Guderian war kein Nationalsozialist, auch wenn er stets loyal war. Seine Treuebekundungen gegenüber Hitler gingen nie über das pflichtgemäße Maß hinaus. Aus diesem Grunde blieb er auch über das Kriegsende hinaus geachtet. In den Folgejahren verfasste er seine Memoiren sowie militärwissenschaftliche Studien und arbeitete als Berater für das Amt Blank. Guderian erlag am 14. Mai 1954 in Schwangau einem Herzleiden. Seine Vorstellungen von der Panzerkriegführung wurden von seinem gleichnamigen Sohn und Ritterkreuzträger in die Bundeswehr getragen, der es dort bis zum Inspizienten der Panzertruppe und zum Generalmajor brachte.

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nachzulesen bei preussische-allgemeine-zeitung 24-2013

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PRISM Das NSA-Überwachungsprogramm ……….schlimmer als Orson Wells 1984….und real!


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PRISM ist ein seit dem Jahr 2007 existierendes, als streng geheim eingestuftes und von der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) geführtes Programm zur Überwachung und Auswertung von elektronischen Medien und elektronisch gespeicherten Daten

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PRISM – Der Gedankenknast

Eine Woche ist es her, dass wir von PRISM erfahren haben. Noch immer ringe ich um Worte, wenn ich meine Gedanken zum größten Lauschangriff aller Zeiten zum Ausdruck bringen möchte. Der Versuch eines Kommentars.

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Am Morgen seines 30. Geburtstages stehen zwei Fremde in der Wohnung von Josef K., erklären ihm, er sei verhaftet. “Warum denn?” möchte der Prokurist wissen. Man sei nicht bestellt, ihm das zu sagen.  So beginnt Franz Kafkas unvollendeter Roman “Der Prozess”, die Qualen eines kleinen Mannes, der in die Mühlen der Justiz geraten ist und bis zu seinem Tode vergeblich versucht, herauszubekommen, welches Verbrechens er sich eigentlich schuldig gemacht haben soll.

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Wenn wir in diesen Tagen lesen, dass die USA einen Überwachungs-Apparat aufgebaut haben, mit dem die Geheimdienste in der Lage sind, Telefonverbindungen, E-Mails, Facebook-, Twitter-, SMS-Nachrichten oder Cloud-Services weltweit zu überwachen, dann erinnert das zunächst an George Orwells Gedankenpolizei. Tatsächlich sollen seit der Enthüllung über das streng geheime “PRISM”-Programm der Amerikaner die Verkäufe von “1984″ sprunghaft angestiegen sein.

Doch OrwellKafka_Der_Prozess_1925 beschreibt nur einen Teil jener neuen Realität, der wir uns ausgeliefert sehen, jetzt, wo wir wissen, dass jeder unserer Schritte, on- wie offline aufgezeichnet und auf geheimen Serveranlagen in Utah für unbestimmte Zeit konserviert wird (zur Erinnerung: Wir sprechen hier von der Gegenwart, nicht von einer fernen Dystopie).

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Unsichtbare Gegner

Das Beklemmende an der Geschichte von Josef K. in “Der Prozess” ist die Ausweglosigkeit seiner Situation: der Kampf gegen einen unsichtbaren und zugleich omnipräsenten Gegner, ein Mix aus staatlicher Willkür, selbstherrlicher Justiz und undurchdringbaren Hierarchien (Es fällt schwer, bei der Lektüre nicht an Gustl Mollath zu denken).

Wenn der Bürger vor dem Staat auf Schritt und Tritt nackt bis auf die Unterhose ist, sich die Obrigkeit selbst jedoch stets auf Datenschutz oder bürokratische Zwänge beruft, wann immer es ihr gerade passt. Wenn Bürger per default verdächtig, fundamentale Bürgerrechte außer Kraft gesetzt sind, das alles gerechtfertigt durch einen eventuellen (!) Schutz vor abstrakten Bedrohungen. Wenn sich ein Präsident vor die Kameras stellt und angesichts des größten Lauschangriffs in der Geschichte der Menschheit von gewissen “Unannehmlichkeiten” spricht. Wenn wir all das als normal hinnehmen, droht uns nicht zwangsläufig ein ähnliches Schicksal wie Josef K.?

Edward Snowden, der Whistleblower, der den Abhörskandal ans Licht brachte und der seitdem auf der Flucht ist, feiert nächste Woche seinen 30. Geburtstag.

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gutjahr.biz/2013/06/prism-der-gedankenknast/

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Rettet Europa vor der EU-Diktatur!


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Europa der Vaterländer, Britisches Empire, Vorwärts zur D-Mark

Die unmenschliche Politik der Finanzoligarchie zielt darauf ab und das moderne Gewand kann uns nicht verbergen, daß wir im 21. Jh. die Demütigung und Erstickung Griechenlands, Irlands, Italiens und Spaniens erleben.

Dieses Schicksal wird auch das übrige Europa, Deutschland mit eingeschlossen, ereilen, wenn sich nicht ein grundlegender Kurswechsel einstellen lässt. Mit dem Vorwand „Wirtschaftskrise“ sollen sämtliche Errungenschaften der europäischen Zivilisation zerstört werden: Freiheit, Demokratie, Wohlstand selbst und der auch Friede!

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